Ansichtssache

Vom Welpenchaos bis zum Pfoten-Patscher: die 11 tollpatschigsten Hunderassen, die jeden zum Lachen bringen

Porträt eines Pekinesen, der auf der Wiese steht.
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Der Pekinese zählt zu den sogenannten „Löwenhunden“: Einer Legende zufolge wurde Budda stets von gedrungenen Löwenhündchen begleitet, die sich in echte Löwen verwandeln konnten, wenn Gefahr in der Luft lag. Als dumm gilt der Pekinese heute vermutlich deshalb, weil er Fremde nicht sofort an sich heranlässt. Auch Befehle lässt er sich lieber zweimal durch den haarigen Kopf gehen. Obwohl er als störrisch und eigensinnig gilt, erweist er sich seinem Besitzer gegenüber als loyal und liebevoll.
Ein Mastiff rennt durch den Garten, wobei sein Gesicht zu einer lustigen Grimasse verzogen wird.
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Den Mastiff gibt es in mehreren Rassen. Aufgrund ihrer Größe, Stärke und Ausdauer wurden die Hunde ursprünglich als Jagd- und Wachhunde, aber auch als Kampfhunde eingesetzt. In manchen Bundesländern steht der Mastiff wegen seiner erhöhten Reizbarkeit auf der Rasseliste problematischer Hunderassen und sollte deshalb ausschließlich von erfahrenen Hundehaltern gehalten werden. Weshalb er in Statistiken als dumm klassifiziert wird, erschließt sich jedoch nicht.
Eine alte Englische Bulldogge ist in der Natur unterwegs.
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Ursprünglich als Kampfhunde gezüchtet, mussten die sogenannten Bullenbeißer gegen Bullen antreten. Neben einem geeigneten Körperbau brauchte die Englische Bulldogge dafür neben Aggressivität auch jede Menge Mut. Heute zählt sie nicht zu den hübschesten Hunderassen und ist als schwer erziehbar bekannt, auch weil sie Befehle nur bedingt befolgt. Sie deshalb als wahrhaft dumm zu bezeichnen, wäre jedoch ein Fehler: Die Englische Bulldogge ist eine liebenswerte, aufmerksame und treue Hunderasse.
Ein Basset steht auf einer Wiese und blickt in die Ferne.
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Der Basset, auch Basset Hound genannt, hat zwar kurze Beinchen, dafür aber eine umso feinere Nase. Als Spürhund erledigt er seine Arbeit nicht sonderlich zügig, beweist dabei jedoch eine außerordentliche Ausdauer. Hat er erstmal eine Fährte erschnüffelt, lässt er sich davon so schnell nicht mehr abbringen und reagiert oftmals eigensinnig – vermutlich mit ein Grund dafür, dass diese Hunderasse gerne als etwas dümmlich beschrieben wird.
Ein Beagle blickt mit großen Augen treu in die Kamera.
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Auch beim Beagle ist sein Jagdtrieb vermutlich der Grund dafür, dass er als eher unintelligent eingestuft wird. Der lauffreudige Hund mit dem großen Selbstbewusstsein ist zwar aufgrund seiner schweren Erziehbarkeit nicht zu unterschätzen – doch sein Mut, seiner Ausdauer und seine Freundlichkeit haben ihm längst einen Platz als beliebter Familienhund beschert und das nicht zu Unrecht. Die Gassirunde mag hin und wieder durch plötzliche Jagdinstinkte unterbrochen werden, dumm ist der niedliche Beagle deshalb längst nicht.
Ein Barsoi steht mit der Rückseite zum Betrachter in einem Gewässer und blickt sich um. Seine Zunge hängt dabei raus.
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Der Barsoi zählt zu den Windhunden und ist eines der schnellsten Landtiere der Welt. Vor allem die Rüden neigen dazu, sehr selbstbewusst zu werden. Seine Bewertung als unintelligent ist auf den starken Jagdtrieb zurückzuführen: Beim Gassigehen mit einem Barsoi kann es passieren, dass er plötzlich ausbricht, um zu jagen. Er gilt daher als unberechenbar, ist aber auch ein liebevoller und treuer Begleiter.
Ein Chow-Chow liegt im Garten auf einer Mauer und sonnt sich.
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Dichtes, üppiges Fell wie ein Löwe und eine blaue Zunge: Die Optik des Chow Chows ist etwas Besonderes. Mit ihrem großen Selbstbewusstsein ist die Hunderasse aus China in der Haltung anspruchsvoller als andere Hunde. Aufgrund seines Drangs zur Unabhängigkeit, seiner Eigenwilligkeit und dem lückenhaften Gehorsam wurde der Chow Chow von Stanley Coren, einem Psychologieprofessor für Hunde, als nicht besonders intelligent bewertet. Seinen Besitzern ist der Chow Chow jedoch ein aufmerksamer, wachsamer und treuer Gefährte. Gut zu wissen: Mit ihrer Herkunft, die nachweislich weit über 1000 Jahre zurückreicht, gelten Chow Chows als sogenannte Hunde des Urtyps.
Ein roter Basenji mit weißen Abzeichen vor einem ländlichen Hintergrund.
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Stanley Coren zählt auch den Basenji mit zu den dümmsten Hunden. Und es stimmt: Diese Hunderasse kann wirklich dickköpfig sein. Ihr ausgeprägtes Temperament ist bei erfahrenen Hundebesitzern mit viel Geduld am besten aufgehoben. Doch wie dumm kann ein Hund, der bis heute mit indigenen Völkern im afrikanischen Busch lebt und dort als Jagdhund agiert, tatsächlich sein? Dass der Basenji nicht jeden Befehl sofort befolgt, wenn er ihn unter Umständen für sinnlos hält, versteht sich quasi von selbst. Unter Kennern punktet diese Hunderasse mit ihrer hypoallergenen Eigenschaft und ihrem sanften, treuen Charakter.
Seitenansicht eines alten Bluthundes, der auf einem Teppich liegt und aus der Kamera schaut.
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Zugegeben: Die Optik des Bloodhounds ist etwas gewöhnungsbedürftig. Doch seiner Bewertung als etwas dümmlich wird er bei Weitem nicht gerecht. Einige Hundekenner sind sogar der Meinung, dass die belgische Hunderasse unter allen Hunden die feinste Spürnase hätte. Fährten erschnüffelt er auch noch nach mehreren Tagen. Sein starker Trieb, diesen zu folgen, erfordert deshalb einen erfahrenen Hundeführer. Bei entsprechender Haltung wird sich der Bloodhound seinen Besitzern gegenüber als empfindsam und treu erweisen.
Niedlicher Shih Tzu Hund im Sommergarten mit Schubkarre und Werkzeug.
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Die Geschichte des Shih Tzu ist abenteuerlich: In seinem Herkunftsland Tibet hielten die tibetischen Mönche die Hunderasse bereits ab dem 7. Jahrhundert als Tempelhunde. Aufgrund seiner Sturheit und seiner Fähigkeit, eigenständig zu denken, befolgt der wuschelige Vierbeiner nur rund 30 Prozent der Kommandos und wird damit als „dumm“ beschrieben. Dabei überzeugen die charmanten Vierbeiner mit Fröhlichkeit und Verspieltheit. In den USA und Großbritannien werden Shih Tzus sogar erfolgreich als Therapiehunde eingesetzt.
  • Sophie Kluß
    VonSophie Kluß
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Die Intelligenz von Hunden liegt in den Augen des Betrachters. Für manche ist es seine besondere Sensibilität, die einen Hund intelligent macht. Für andere ist es das schnelle Erlernen von Befehlen, das den Hund als besonders klug erscheinen lässt.

Wenn du glaubst, dass Hunde nicht zählen könnten, stecke dir drei Leckerlis in die Tasche und gib deinem Hund nur zwei davon.

Philip Austin „Phil“ Pastoret, Autor (1917-1996)

Es gibt Fellnasen, die benötigen an die 100 Wiederholungen, um etwas Neues zu erlernen. Selbst dann befolgen sie Befehle auch nur dann, wenn ihnen gerade danach ist. Nicht bewertet wurde bei Studien beispielsweise eigenständiges Denken oder reine Sturheit – also dass die Vierbeiner schlicht zu intelligent sind, um den stupiden Befehl eines Menschen zu befolgen. Gibt es dumme Hunde demnach wirklich? Bilden Sie sich gerne Ihre eigene Meinung, ob in diesen Fällen wirklich der Hund oder viel eher der Mensch das dumme Wesen ist. Treue und Liebe schenken die Fellnasen ihren Menschen in jedem Fall – ob mit erhöhtem IQ oder ohne. Die aufgeführten Hunderassen sind zweifellos viel zu niedlich, um sie Ihnen vorzuenthalten.

Hundetrainer Martin Rütter schreibt im Hinblick auf die Intelligenz von Hunden auf seiner Homepage: „In unserer Gesellschaft und mit der heutigen Form der Hundehaltung machen wir aber gemeinhin den Fehler, nur Kooperationsbereitschaft als einzigen Indikator für Intelligenz zu bewerten. Bringt der Bernhardiner den Ball nicht zurück, schließen wir häufig daraus, dass er nicht versteht, wie das funktioniert. Oft ist aber das Gegenteil der Fall und der Hund weiß sehr wohl, wie das technisch funktionieren würde, erkennt aber daraus für sich keine Sinnhaftigkeit, was wiederum eher für Intelligenz spricht.“

Rubriklistenbild: © alimdi/Imago

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