Persönliche Meinung

„Würstchenhunde“ & Co. – Tierarzt verrät, welche zehn Hunderassen er sich nicht anschaffen würde

Ein Chow-Chow liegt im Garten auf einer Mauer und sonnt sich.
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Zum Chow-Chow sagt Ben, der Tierarzt: „Ich bin mir sicher, dass es ein paar Nette unter ihnen gibt. Aber ich finde einfach, dass sie oft kein sehr nettes Temperament haben. Sie können sehr distanziert sein und beim Tierarzt sind sie oft sehr aggressiv. Es ist ziemlich schwer, ihnen einen Maulkorb anzulegen und sie leiden ziemlich häufig an Augenproblemen. Die violetten Zungen sind außerdem ein bisschen nervtötend.“
Ein Cavalier King Charles Spaniel schnüffelt in einer Wiese.
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„Sie sind die liebenswertesten Hunde und wenn ich mir eine Hunderasse aussuchen würde, würde ich mich für den Cavvy entscheiden, wenn er nicht so viele gesundheitliche Probleme hätte. So gut wie alle bekommen die gleiche Art von Herzkrankheit: die Mitralklappenerkrankung, was bedeutet, dass viele von ihnen ihre letzten Tage hustend und stotternd verbringen, nach Luft ringen und schließlich an Herzversagen sterben. Meiner Meinung nach ist es nicht fair, einen Hund zu züchten, bei dem die Wahrscheinlichkeit einer Krankheit so hoch ist“, sagt Tierarzt Ben über den Cavalier King Charles Spaniel.
Drahthaar-, Rauhhaar- und Langhaardackel auf dem Rasen stehend.
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Auch für einen Dackel würde sich der Tierarzt nicht entscheiden: „Dackel sind auch wirklich liebenswerte Hunde und einige meiner Lieblingspatienten sind ‚Würstchenhunde‘, aber jeder vierte von ihnen entwickelt im Laufe seines Lebens Rückenprobleme, die von einfachen Schmerzen bis hin zu kompletten Lähmungen reichen können. Dies bedeutet häufig, dass sie an der Wirbelsäule operiert werden müssen, was natürlich ein gewaltiges Unterfangen ist und eine sehr lange Erholungszeit nach sich zieht. Sie sind ebenfalls fantastische Persönlichkeiten, aber bieten einfach zu viel Potenzial für Herzschmerz.“
Zwei Shar Pei-Welpen stehen neben Holzstoß.
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Der Shar Pei gehört ebenfalls zu den Hunderassen, die sich Tierarzt Ben nicht zulegen würde: „Sie haben sogar eine Krankheit, die nach ihnen benannt ist, namens Shar-Pei-Fieber. Es gibt Leute, die weniger übertriebene Shar Peis züchten, aber die meisten von ihnen sind zu faltig. Sie sind so faltig, dass man ihnen die Augenlider festtackern muss, damit die Haare nicht auf ihren Augen reiben. Sie bekommen ständig Hautprobleme und sie haben winzige, enge Ohrkanäle. Beim Tierarzt versuchen sie oft, die Mitarbeiter zu beißen. Die meisten Shar Peis, die ich sehe, haben eine Menge gesundheitlicher Probleme.“
Ein Mops blickt traurig nach unten.
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Flachgesichtige oder brachycephale Hunderassen: „Hunderassen wie Französische Bulldoggen oder Bulldoggen oder Möpse: Die Gesellschaft hat die Tatsache normalisiert, dass diese Hunde schnauben, weil sie nicht gut atmen können. Es gibt Exemplare, die gesünder sind als andere. Aber sie sind so anfällig für so viele Probleme. Probleme mit der Wirbelsäule, Hautprobleme, Augenprobleme. Die Tatsache, dass mehr als die Hälfte von ihnen einen Kaiserschnitt vornehmen lassen muss, um zu gebären, ist ethisch bedenklich genug, sodass ich niemals einen haben möchte. Wenn Sie damit einverstanden sind, ist das in Ordnung, aber ich persönlich finde es nicht sehr fair.“
Porträt eines Dobermanns.
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Einen Dobermann würde sich Ben privat niemals zulegen: „Ich habe schon viele wirklich Liebenswürdige getroffen, aber es ist schockierend, wie viele von ihnen eine Herzkrankheit namens ‚Dilatative Kardiomyopathie‘ bekommen. Über die Hälfte, also die Mehrheit der Dobermänner, bekommt diese Art von Herzerkrankung. Die Prognose ist in der Regel recht schlecht und ich habe schon einen Dobermann gesehen, der deshalb vor meinen Augen tot zusammengebrochen ist, noch bevor ich einschreiten konnte. Das war traumatisch genug, um niemals selbst einen besitzen zu wollen.“
Ein Border Collie apportiert am Strand einen Stock.
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Für manche überraschend, gehört auch der Border Collie zu den Hunderassen, die Doc Ben sich nicht zulegen würde: „Sie sind zwar ziemlich gesund, sie neigen etwas zu Epilepsie, aber ich finde einfach, dass sie eine Hunderasse sind, die sich nicht gut an das Leben als Haustier anpassen kann. Ihr Gehirn braucht konstante Stimulation, sie wollen arbeiten und wenn sie nicht durchwegs beschäftigt werden, können sie schnell durchdrehen. Ich habe schon einige Kollegen gesehen, die sehr ängstlich waren oder zwanghaftes Verhalten entwickelt haben, wie etwa sich dauernd im Kreis zu drehen. Ich würde mir einen holen, wenn ich ein Hirte wäre, aber ich bin keiner und ich glaube nicht, dass mein Lebenswandel ihnen geben könnte, was sie brauchen.“
Ein Boxer sitzt im Gras und blickt aufmerksam auf etwas.
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Auch einen Boxer würde der Tierarzt als Welpe für sich nicht wählen: „Ich habe viele wirklich süße Artgenossen getroffen, aber die Liste von Problemen, für die sie genetisch bedingt anfällig sind, ist ganz schön schockierend.“ Laut einem Buch, das er in die Kamera hält, gibt 74 Erkrankungen, für die Boxer anfällig sind: Dazu gehören Aortenverengung, Gehirntumore, Hautkrebs oder Hornhautgeschwüre. „Ich habe zu viele Boxer mit all diesen Problemen gesehen und ich finde das einfach nicht fair.“
Eine Deutsche Dogge steht auf der Wiese und blickt in die Ferne.
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Genauso zählt Ben die Deutsche Dogge zu den Hunderassen, die er für problematisch hält: „Ich glaube, tief in meinem Herzen bin ich einfach kein Fan von großen Hunden. Mein Auto ist nicht groß genug, genauso wie mein Haus, die Tierarztrechnungen sind gigantisch, weil alle Medikamente nach Gewicht berechnet werden, was mehr Geld kostet. Oft werden sie auch nur etwa sieben Jahre alt und mir würde es schwerfallen, einen Hund zu lieben und ihn dann innerhalb so kurzer Zeit zu verlieren, aber jeder so wie er meint.“
Fünf Flat Coated Retriever am Strand am Wasser.
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Obwohl Veterinärmediziner Ben den Flat Coated Retriever für einen wunderbaren Familienhund hält, würde er ihn sich nicht privat zulegen: „Ich weiß einfach zu viel. Wenn man ein Veterinäronkologe ist (was ich nicht bin), bekommt man viele dieser Hunde zu sehen. Sie sind sehr anfällig für eine aggressive Krebsart namens Histiozytäres Sarkom. Sie sind das Vorzeigeobjekt dieser Erkrankung: Rund 50 Prozent aller Flat Coats sterben an Krebs. Natürlich müssen sie an irgendetwas sterben, aber ich persönlich würde diesen Liebeskummer vermeiden wollen.“
  • Sophie Kluß
    VonSophie Kluß
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Süße und intelligente Hunderassen, die jeder gerne zu Hause hätte, kennen die meisten. Doch kaum einer spricht über Hunde, die Probleme machen können. Auf TikTok klärt ein Tierarzt auf.

In zwei Video-Beiträgen auf TikTok erklärt Tierarzt Ben (@ben.the.vet), welche zehn Hunderassen er sich persönlich niemals zulegen würde. Er betont allerdings, dass die Clips lediglich seine Meinung widerspiegeln und keinen Anspruch auf Allgemeingültigkeit besitzen würden. Jeder solle sich eine eigene Meinung zu den Vierbeinern bilden. Die Videos haben bereits Millionen Nutzer erreicht und sind so zu einem viralen Hit auf der Social-Media-Plattform geworden.

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Anmerkung der Redaktion: Dieser Text ist bereits in der Vergangenheit erschienen. Er hat viele Leserinnen und Leser besonders interessiert. Deshalb bieten wir ihn erneut an.

In beiden Videos fügt der Veterinärmediziner jedoch an, dass er selbstverständlich auch die genannten Hunderassen bei sich aufnehmen würde, sofern sie Hilfe benötigen sollten. Laut seiner eigenen Aussage bezieht sich seine Aufzählung ausschließlich auf die Anschaffung eines Welpen vom Züchter.

Hinweis:

Interessieren Sie sich für einen Hundewelpen, so achten Sie bei Ihrer Suche unbedingt darauf, einen seriösen und vertrauenswürdigen Züchter auszuwählen. Besonders wichtig: sorgfältige Zuchtpraktiken, gesunde Hunde (Wie sehen die Hunde aus?, Besitzen sie einen Stammbaum, Gesundheitszeugnisse und Impfpässe?) und dass die Hygienestandards eingehalten werden. Macht das Gelände des Züchters einen unordentlichen Eindruck, lassen Sie besser die Finger davon. Vergewissern Sie sich, dass der Züchter Ihrer Wahl auf die Gesundheit seiner Hunde schaut und sich um deren Wohlbefinden kümmert. Holen Sie zudem Informationen bezüglich der Gesundheit der Elterntiere ein.

Es ist wichtig, dass die Hundewelpen nicht das Ergebnis sogenannter Rückkreuzungen (auch Rückverpaarung genannt: Verpaarung der Nachkommen mit ihren Eltern) sind. Die gravierende Folge wäre eine enorme Einschränkung des Genpools, die wiederum zu folgenschweren gesundheitlichen Problemen führen könnte.

Vergessen Sie nicht, dass in den Tierheimen tausende Tiere auf eine Adoption und ein neues Zuhause warten.

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