Nach Insolvenz eines Schweizer Start-ups
Wegen Insolvenz: Bei Rewe, Edeka, dm und Müller fliegen Babyprodukte aus den Regalen
VonKathrin Reikowskischließen
Aus für Bio-Babynahrung aus der Schweiz: Yamo stellt die Produktion ein. Das Ende kommt auch nach einem Rechtsstreit mit Hipp.
Zug – Vor sieben Jahren startete Yamo, „gesunde und dennoch unkomplizierte Babynahrung“ anzubieten, wie der Firmengründer auf LinkedIn schreibt. Nun wird es in deutschen Drogerie- und Supermärkten keine Yamo-Produkte mehr geben. Der Grund: Yamo schaffte es nicht, aus den roten Zahlen zu kommen, und ist insolvent.
„Trotz unseres Engagements und der enormen Unterstützung unserer Community gestaltete sich der Weg zur Rentabilität schwieriger als erwartet“, erklärt Gründer Tobias Gunzenhauser. Die Entscheidung, die Produktion einzustellen, sei ihm schwergefallen, aber es habe keine andere Option gegeben.
Babynahrung von Yamo: Rechtsstreit mit Hipp steigerte Bekanntheit
Laut Berichten des Handelsblatts belastete auch ein Rechtsstreit mit dem Babynahrungsgiganten Hipp das Unternehmen Yamo erheblich. Hipp hatte Yamo unter anderem vorgeworfen, ein nicht zugelassenes Herstellungsverfahren zu nutzen. Anstatt die Produkte durch Pasteurisieren haltbar zu machen, verwendete Yamo ein Druckverfahren und versprach dadurch einen höheren Vitaminerhalt.
Obwohl das Schweizer Start-Up den langwierigen Rechtsstreit letztendlich gewann und dadurch seine Bekanntheit in Deutschland spgar noch weiter steigerte, endet die Geschichte nun dennoch abrupt. Eltern müssen jetzt auf Konkurrenzprodukte für Bio-Babynahrung zurückgreifen.
Yamo auf der Website: „Hasta la Vista, Baby“
Zu den Produkten zählten laut Yamo:
- Brei
- Fruchtschnitten
- sogenannte Quetschies, also Fruchtmus in Plastikverpackungen
- Kindersäfte
Wie der Yamo-Storelocator anzeigt, gab es die Produkte bei folgenden Handelsketten:
- dm
- Müller
- Rewe
- Edeka
Auf der Website von Yamo heißt es nur noch „Hasta la Vista, Baby“, und darunter sind mehrere – nun ehemalige – Yamo-Produkte abgebildet. (kat)
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