Zwei Monatsgehälter
Galeria Kaufhof-Pleite – so wenig Geld bekommen Mitarbeiter nach dem Rausschmiss
VonDominik Jahnschließen
Entscheidung über Standorte von Galeria Kaufhof verschiebt sich. Höhe der Abfindung für Mitarbeiter wird jetzt durch Betriebsrat bestätigt. Auch in gesicherten Filialen drohen demnach noch Entlassungen.
Noch immer ist nicht ganz klar, welche Standorte von Galeria Karstadt Kaufhof schließen müssen. Zuletzt legte ein Bericht samt Studie und Insider-Aussagen offen, welche Filialen wohl vor dem Aus stehen und welche noch eine Zukunft haben, wie echo24.de berichtet hat. Jetzt ist klar, wie viel Geld Mitarbeiter als Abfindung bekommen sollen, wenn sie nach der Insolvenz entlassen werden.
Noch vor wenigen Tagen veröffentlichte Galeria Kaufhof eine Pressemitteilung mit dem Hinweis, dass das Galeria Management und der Gesamtbetriebsrat sich bei Verhandlungen zu einem Interessenausgleich und Sozialplan auf erste Eckpunkte geeinigt hätten. Jetzt ist klar, was drinsteht in der Vereinbarung. Was weiterhin fehlt, sind die Entscheidungen zu den Standorten. Bereits im Dezember hieß es auch Anfrage unserer Redaktion, man wolle im Januar für Klarheit sorgen.
So viel Geld bekommen Galeria-Mitarbeiter als Abfindung
Wie das „Handelsblatt“ jetzt schreibt (Text hinter der Bezahlschranke), ist im Interessenausgleich festgelegt, wie hoch die Abfindung für Mitarbeiter ausfällt. Im Bericht ist die Rede von zwei Monatsgehältern. Allerdings wird es maximal 7.500 Euro bei einer Entlassung geben. Die Summe wurde dem Fachmagazin durch den Gesamtbetriebsratsvorsitzenden Jürgen Ettl bestätigt.
| Unternehmen: | Galeria Kaufhof |
|---|---|
| CEO: | Miguel Müllenbach |
| Gründung: | 1879, Stralsund |
| Gründer: | Leonhard Tietz |
In einem Artikel des Nachrichtenportals „t-online.de“ unter Berufung auf den „Handelsblatt“-Text wird über 81 Standorte von Galeria Kaufhof berichtet, die das Unternehmen „nicht fortführen will“. Weiter heißt dabei: „Den Kreisen zufolge soll dem Interessenausgleich eine entsprechende Liste anhängen, heißt es in dem Bericht. Sollten sich keine kurzfristigen Änderungen ergeben, verblieben nur 48 der noch 129 Häuser bei Galeria“.
Bei fast allen Standorten von Galeria Kaufhof droht weiterer Personalabbau
Doch, so meldet es das „Handelsblatt“, auch Filialen, die nicht auf der Streichliste stehen, müssten mit Personalreduzierungen rechnen. Damit könnte es auch Galeria Kaufhof in Heilbronn erwischen. Der Standort steht zwar laut echo24.de auf einer Liste, die zur Rettung führen könnte, aber Entlassungen könnten demnach dennoch drohen.
Wie die „Westdeutsche Allgemeine Zeitung“ (WAZ) zum Thema schreibt (Artikel hinter der Bezahlschranke), werden die Beschäftigten wohl erst „im März erfahren, wie viele Warenhäuser geschlossen werden“.
Wie geht es mit Galeria 2.0 weiter
Weiterhin bleibt es zudem interessant, wie das Unternehmen seine Pläne zum neuen Galeria 2.0-Konzept weiterverfolgt. Gegenüber echo24.de hatte man bei Galeria Kaufhof zu entsprechenden Maßnahmen Stellung bezogen. Drei Typen von Filialen sehen die Verantwortlichen dabei in Zukunft für unterschiedliche Standorte.
Rubriklistenbild: © dpa/ Waltraud Grubitzsch
