Bei völligem Stromausfall

Stromausfall-Gefahr – Liste zeigt Vorräte, die man für 10 Tage Blackout braucht

  • Tobias Becker
    VonTobias Becker
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Immer wieder kommt es auch in Deutschland zu Stromausfällen. Zwar dauern diese meist nicht lange, doch die Angst vor einem andauernden Blackout wird immer realer.

Was vor wenigen Jahren noch als Schreckensszenario aus Hollywood-Filmen galt, ist heute für viele Menschen inzwischen eine reale Sorge: Was passiert, wenn es zum flächendeckenden Blackout kommt? Stellen Sie sich vor, das Stromnetz bricht zusammen. Keine Straßenbeleuchtung mehr, keine Computer mehr, keine Haushaltsgeräte. Oder kurz: Ein Leben in Dunkelheit.

Ist ein Blackout in Deutschland möglich?

Ganz abwegig ist der Gedanke nicht, denn zum einen gibt es immer wieder Terrorgefahr, die auch auf die Infrastruktur abzielt. Zum anderen drohen Energie-Engpässe, weswegen Experten auch zum Energiesparen aufgerufen. Hierfür gibt es so manche einfallsreiche Tricks, wie zum Alufolie Bügeln, was beim Strom sparen helfen soll. Die deutsche Stromversorgung gilt als eine der sichersten weltweit. Dennoch zeigen Sonderanalysen zu Stresstests, die das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz in Auftrag gegeben hat, dass auch in Deutschland im Extremfall auch in Deutschland Zeiträume auftreten könnten, in denen die Nachfrage nicht gedeckt werden könnte.

In den getesteten Szenarien wären das allerdings nur wenige Stunden im Jahr. Dennoch: Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) schreibt für den Fall der Fälle: „Ihr Ziel muss es sein, zehn Tage ohne Einkaufen überstehen zu können.“ Doch was braucht es, um zehn Tage bei einem Blackout überleben zu können? Auch dafür hat das BKK vorgesorgt und eine Liste zusammengestellt, mit Dingen, die benötigt werden, sowie Handlungsempfehlungen.

Blackout-Gefahr in Deutschland – diese Vorräte brauchen Sie

Da ein Stromausfall im Eigenheim vor allem mit fehlendem Licht und Gerätschaften verbunden ist, sollte man laut BKK darauf achten, Taschenlampen, Kerzen, Streichhölzer und Feuerzeuge, Camping- und Outdoorlampen in Reichweite zu haben. Natürlich sollte auch der Ersatzbedarf vorhanden sein, also Batterien, Glühbirnen und bestenfalls auch ein gesamtes Ersatzgerät.

Aber Licht ist nicht das Einzige, das bei einem Blackout fehlt. Durch den fehlenden Strom werden ganze Kühlketten unterbrochen, Kassensysteme ebenfalls. Einkaufen ist also kaum möglich, im schlimmsten Fall, weshalb auch die Lebensmittel im Haushalt als Notreserve angelegt sein sollten. Dafür gibt es ebenfalls eine Liste des BKK pro Person für zehn Tage:

  • 2 Liter Wasser pro Person pro Tag (also 20 Liter für 10 Tage pro Person)

    Vier Kilogramm Gemüse und Hülsenfrüchte
  • 3,5 Kilogramm an Brot, Kartoffeln, Nudeln, Reis und so weiter
  • 2,6 Kilogramm Milchprodukte
  • 1,5 Kilogramm Fisch, Fleisch und Eier
  • 0,357 Kilogramm Fette und Öle

Wie bereite ich mich auf einen Blackout vor?

Darüber hinaus gibt es weitere Handlungsempfehlungen: So sollten auch Hygienemittel, wie Klopapier oder Feuchttücher nicht vergessen werden, auch Babynahrung ist wichtig, insofern man ein Baby hat. Das Autoradio kann genutzt werden, um aktuelle Nachrichten zu erhalten oder Empfehlungen der Behörden anzuhören. So wird man nicht ganz abgeschnitten. Ein Küchenradio könnte die Alternative sein.

Zudem sollten vorsichtshalber auch immer Laptops und Smartphones aufgeladen sein. Vor allem für Handys gilt: Powerbanks sind sinnvoll. Feuerwehr und Polizei sollten generell nicht umsonst angerufen werden, während eines Blackouts erst recht nicht, es sei denn, es handelt sich wirklich um einen Notfall! Hintergrund: Die Leitungen sind in solch einem Ausnahmezustand überlastet. (tobi)

Rubriklistenbild: © Roberto Almeida Aveledo/picture alliance/dpa/ZUMA Wire

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