App springt auf Rot
Strom-Alarm ausgelöst – droht Baden-Württemberg jetzt der Blackout?
VonMelissa Sperberschließen
Als die „StromGedacht“-App am Mittwoch plötzlich auf Rot springt, ist die Verunsicherung groß. User werden aufgefordert, ihren Stromverbrauch zu reduzieren. Steht Baden-Württemberg kurz vor einem Blackout?
Am Mittwoch, dem 7. Dezember, springt die App „StromGedacht“ von TransnetBW plötzlich auf Rot – das erste Mal, wie echo24.de berichtet. Und fordert auf, den Stromverbrauch bis 15 Uhr zu reduzieren: Haushaltsgeräte sollen möglichst nicht genutzt werden, Geräte am besten im Akkubetrieb laufen. Geht Baden-Württemberg durch die Energiekrise plötzlich der Strom aus?
TransnetBW gibt Entwarnung, zumindest teilweise. Denn: Springt die App auf Rot, bedeutet das, dass die Situation im Stromnetz angespannt ist und das Netz mit mehr Aufwand als üblich stabilisiert werden muss. Deswegen fordert „StromGedacht“ User zum Handeln auf: „Reduziere jetzt deinen Stromverbrauch, um mitzuhelfen, das Stromnetz stabil zu halten.“
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„StromGedacht“-App springt auf Rot: angespannte Situation in Baden-Württembergs Stromnetz
Eine Sprecherin von TransnetBW erklärt dem „SWR“: „Wir sprechen nicht von Warnung, sondern Hinweisen.“ Sobald zu wenig Strom auf lokalen Quellen ins Stromnetz fließe, springe die App auf Geld oder Rot, erklärt der „SWR“ weiter. Heißt im Klartext: Nur weil die App auf Rot springt, bedeutet das nicht, dass Baden-Württemberg kurz vor einem Stromausfall oder Blackout steht. Trotzdem kann es natürlich sinnvoll sein, auf den Ernstfall gut vorbereitet zu sein.
TransnetBW und „StromGedacht“
Die TransnetBW GmbH betreibt das Strom-Übertragungsnetz in Baden-Württemberg. Mehr als 11 Millionen Menschen werden so mit Strom versorgt.
Die „StromGedacht“-App soll Menschen rechtzeitig vor einer angespannten Situation im Stromnetz informieren und kann kostenfrei im App Store oder bei Google Play heruntergeladen werden.
Am Mittwoch musste TransnetBW in der Hauptschaltleitung „mehr als 700 Megawatt (MW) für Redispatch-Maßnahmen im Ausland“ ordern. „Damit sollte eine für Mittwoch zwischen 14 und 15 Uhr prognostizierte angespannte Netzsituation abgemildert werden“, erklärt das Unternehmen in einer Pressemitteilung.
Unter einem Redispatch versteht man nach Erklärung von TransnetBW „eine Anforderung zur Anpassung der Wirkleistungseinspeisung von Kraftwerken durch den Übertragungsnetzbetreiber, mit dem Ziel, auftretende Engpässe zu vermeiden oder zu beseitigen.“
