Schlagerstar spricht nochmal Klartext

„Kann man nicht zulassen“: Heino zeigt nach Gender-Eklat keine Einsicht

  • Lisa Klugmayer
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Nach seinem Wut-Auftritt im „Sat.1-Frühstücksfernsehen“ musste Heino einiges an Kritik einstecken. Gendern will er trotzdem nicht, wie der Schlagerstar jetzt nochmal klarstellt.

München – Sternchen, Doppelpunkt, Binnen-I: Gendern oder nicht? Das Thema beschäftigt seit Jahren nicht nur den Stammtisch im nahegelegenen Wirtshaus, sondern auch die Politik. Dabei sind sich die Deutschen nicht wirklich einig und diskutierten hitzig. Schlager-Star Heino (84) hat in den letzten Wochen mehr als klargemacht, dass er nichts vom Gendern hält. Jetzt legt er nochmal nach.

Nach Gender-Eklat: Schlagerstar Heino singt „Layla“ auf dem Oktoberfest

Aber was ist eigentlich passiert? Heino hat vor wenigen Wochen ein neues Album veröffentlicht. Darauf covert er Ballermannhits wie „Layla“ oder „10 nackte Friseusen“. Lieder mit nicht gerade unproblematischen Texten. Als er Mitte September besagtes Album beim „Sat.1-Frühstücksfernsehen“ promoten wollte, wurde er auch auf die nicht gendergerechten Texte angesprochen.

Heino explodierte darauf förmlich im „Sat.1-Frühstücksfernsehen“ und machte seinem Ärger mit eindeutigen Aussagen wie „Denen haben sie ins Gehirn geschissen“ Luft. Bei vielen Zuschauern kam diese Tirade alles andere als gut an: Im Netz hagelte es Kritik.

Oktoberfest-Endspurt: Cathy Hummels mit Sohn, Heino und „Bergdoktor“-Star Monika Baumgartner schunkeln nochmal

Cathy Hummels im pinken Dirndl und sohn Ludwig auf der Theresienwiese. Schlagerstar Heino im Wiesnzelt auf der Bühne. Bergdoktor-Star Monika Baumgartner mit Bier in der Hand. (Fotomontage)
Jennifer Knäble, Füsun Lindner, Sarah Brandner, Laura Osswald und Nele Kiper bei der Tiffany-Wiesn in München.
Laura Osswald bei der Tiffany-Wiesn in München
Sarah Brandner bei der Tiffany-Wiesn in München
Oktoberfest-Endspurt: Cathy Hummels mit Sohn, Heino und „Bergdoktor“-Star Monika Baumgartner schunkeln nochmal

Nun stattete Heino dem Münchner Oktoberfest einen Besuch ab und ließ es sich nicht nehmen, das gesamte Festzelt mit einem spontanen Schlagerkonzert zu beglücken – natürlich fiel die Liedauswahl auf „Layla“. Heino zeigt nach dem Shitstorm vor ein paar Wochen also keine Einsicht. Im Interview mit RTL beruht er jetzt nochmal auf sein Recht, nicht zu gendern.

„Lieder meiner Heimat“-Trackliste

Geh mal Bier holen!
Zehn nackte Friseusen
Dicht im Flieger
Johnny Döpp (Ich will Mallorca zurück)
Layla
Mama Laudaa
Cordula Grün
Finger im Po – Mexiko
Hulapalu
Sie hatte nur noch Schuhe an
Olivia
Das rote Pferd
Schatzi, schenk mir ein Foto!
Ich bin solo
Lieder meiner Heimat

„Kann man nicht zulassen“: Heino zeigt nach Gender-Eklat keine Einsicht

„Ich hab ja meinen Satz gesagt: ‚Denen haben sie ins Gehirn geschissen’. Wie können wir unsere Sprache verändern? Das kann man nicht zulassen und das darf nicht so sein“, stellt Heino im Gespräch mit RTL nochmal klar. Deswegen wehre er sich dagegen und nehme das Gendern nicht an. „Und ich würde auch alle Leute dazu ermutigen, das nicht zu tun, denn wir haben noch eine schöne Sprache. Es ist eine schwere Sprache, aber eine schöne Sprache – und die lasse ich mir von keinem wegnehmen“, so der Schlagerstar nochmal deutlich.

Nach seinem Wut-Auftritt im „Sat.1-Frühstücksfernsehen“ musste Heino einiges an Kritik einstecken. Gendern will er trotzdem nicht, wie der Schlagerstar jetzt nochmal klarstellt.

Aber wo steht Promi-Kollegin Uschi Glas in der Gender-Diskussion? Auf dem Oktoberfest in München nahm die Schauspielerin im Gespräch mit IPPEN.MEDIA Stellung dazu. Verwendete Quellen: RTL

Rubriklistenbild: © IMAGO/Marc John

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