„Dann muss man sich verpissen“
Nach Mobbing-Eklat: Oliver Pocher schießt gegen SWR und betroffene Frau
- VonDiane Koferschließen
Während seiner Show im Rahmen des SWR-Sommerfestivals brachte OIiver Pocher eine Zuschauerin zum Weinen. Trotz heftiger Kritik legt er nun nach.
Klagenfurt – Dass Oliver Pocher (46) gerne mal Witze auf Kosten anderer macht, ist kein Geheimnis. Immerhin hat er während der Corona-Pandemie vor allem mit seinem Rundumschlag gegen Influencer für viel Aufmerksamkeit gesorgt. Doch nun trieb es der Comedian bei einer seiner Auftritte auf die Spitze: Eine Zuschauerin stand so sehr im Fokus seines Programms, dass ihr am Ende die Tränen kamen. Der SWR hat sich bereits klar von dem Vorfall distanziert und sich für den Schutz der Frau ausgesprochen. Oliver Pocher schießt jetzt erneut gegen sein „Mobbing-Opfer“ und auch gegen den Sender.
Nach Mobbing-Eklat bei SWR-Show: Oliver Pocher schießt gegen betroffene Frau
Auf seinem Instagram-Kanal teilt der Entertainer ein Video von seinem Auftritt in Klagenfurt – und den leitet er mit einer ziemlich deutlichen Ansprache ein, in der er Bezug auf die Geschehnisse der vergangenen Tage nimmt. „Das ist der Teil, auf den sich die meisten Leute freuen, denn jetzt wird gemobbt, was das Zeug hält – bis einer weint“, beginnt er unter tosendem Applaus des Publikums. Dann macht er ohne Umschweife klar, dass er von dem Mobbing-Eklat spricht.
„Kleiner Funfact noch mal dazu: Die junge Dame, die da gewesen ist, ist ein Fan gewesen, die hat auch keine Heulkrämpfe oder irgendwas anderes gehabt, die wollte einfach nur, dass bei dieser Veranstaltung, wenn sie ausgestrahlt worden wäre, der Teil rausgekürzt worden wäre“, verteidigt er sich zunächst und betont, dass das Ganze von den Medien aufgebauscht wurde.
Dann schießt er aber doch noch mal in Richtung der Frau: „Das ist auch 'n‘ Comedy-Veranstaltung und wenn man es nicht abkann, in der ersten Reihe sich auch mal einen Spruch zu fangen, dann muss man sich verpissen und kann nicht da sein. Das ist ganz einfach.“
Nach SWR-Statement: Oliver Pocher rechnet mit Sender ab
Nach den Berichten über die Veranstaltung und die heulende Zuschauerin hatte sich der SWR klar von Oliver Pocher distanziert. „Bloßstellungen wie am vergangenen Sonntag haben in einem öffentlich-rechtlichen Angebot nichts verloren“, erklärte eine Sendersprecherin gegenüber dem RND. Und was sagt der Komiker dazu?
„Und Funfact: Wir haben Redefreiheit, und die Kollegen vom SWR fanden's wahnsinnig witzig – ja, die fanden's sehr lustig, die würden am liebsten auch Xavier Naidoo auftreten lassen. Aber der öffentliche Rundfunk hat da ja ein kleines Problem mit“, stichelt er in dem Clip unter anderem.
Auf Anfrage von IPPEN.MEDIA hält sich der SWR, was Oliver Pochers neueste Aussagen betrifft, bedeckt. „Zu den weiteren Auftritten von Oliver Pocher kann der SWR keine Stellung nehmen, sie liegen in der Verantwortung von Herrn Pocher“, teilt der Sender lediglich mit.
Der 46-Jährige ist sich jedoch offenbar keiner Schuld bewusst und weiß, dass auch seine Fans hinter ihm stehen. Immerhin spiele er in den kommenden Tagen und Wochen immer in ausverkauften Hallen. Nach dieser Aussage lässt er sich von dem Publikum feiern. Auch für einen Auftritt mit Xavier Naidoo (52) hat es zuletzt bereits ordentlich Kritik für Oliver Pocher gehagelt. Verwendete Quellen: Instagram/ oliverpocher; stuttgarter-zeitung.de, rnd.de