Erhielt er eine Sonderbehandlung?

„Kriminelles Umfeld“: Polizei befragte Marius Borg Høiby schon vor einem Jahr

Marius Borg Høiby steckt in handfesten Schwierigkeiten. Wie jetzt bekannt wurde, hat die norwegische Polizei den Sohn von Kronprinzessin Mette-Marit seit längerer Zeit im Visier.

Oslo – Es war ein Schock für Norwegen und Royal-Fans, als Marius Borg Høiby (27) Anfang August wegen eines gewalttätigen Vorfalls festgenommen wurde. Der Sohn von Kronprinzessin Mette-Marit (51) soll Berichten zufolge handgreiflich gegenüber seiner Ex-Freundin geworden sein. Jetzt kommen mehr Details über Marius’ kontroversen Lifestyle ans Licht. 

Schon vor einem Jahr nahm die Polizei Kontakt mit Marius Borg Høiby auf

Marius Borg Høiby wird sich demnächst wegen Körperverletzung und Sachbeschädigung vor Gericht verantworten müssen. Bei den Vorwürfen handelt es sich offenbar nicht nur um einen einzelnen Vorfall, sondern um mehrere angebliche Gewalttaten gegenüber verschiedenen Frauen. Als Grund für seine unkontrollierten Wutausbrüche nannte Marius Borg Høiby Drogenmissbrauch und psychische Probleme.

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Das Königshaus Norwegen
Seit 2001 ist Kronprinz Haakon mit seiner Frau Mette-Marit verheiratet.
Sie erbt Norwegens Thron: Prinzessin Ingrid Alexandra feiert am 21. Januar ihren 19. Geburtstag.
Königin Beatrix übergab das Amt 2013 an ihren gemeinsam mit Claus von Amsberg erstgeborenen Sohn Willem-Alexander, der mit Königin Máxima (Hochzeit: 2002) drei Töchter Ariane (l.) Amalia (2te von r.) und Alexia bekommen hat. Er ist nach 123 Jahren der erste männliche Regent der Niederlande.
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Die Angelegenheit erscheint besonders pikant, nachdem bekannt wurde, dass die norwegische Polizei bereits vor etwa einem Jahr für ein „präventives Gespräch“ zur königlichen Residenz Skaugum fuhr. Im Interview mit der Zeitung „Se og Hør“ verriet der zuständige Einsatzleiter der Osloer Polizei über den Vorfall: „Der Polizeibezirk Oslo kann bestätigen, dass Beamte der Zentraleinheit ein präventives Gespräch mit Marius Borg Høiby geführt haben. Die Polizei führt regelmäßig präventive Befragungen von Personen durch, die sich möglicherweise in einem kriminellen Umfeld befinden.“

Erhielt Marius Borg Høiby durch seinen besonderen Status eine Sonderbehandlung?

Dass den Behörden Marius Borg Høibys vermeintliche Machenschaften seit längerer Zeit bekannt sind, sorgt in Norwegen für große Aufruhr. Die zuständigen Polizisten betonen jedoch, dass der Stiefsohn des Thronfolgers, Kronprinz Haakon (51), keinesfalls eine Sonderbehandlung erhalten habe. Stattdessen seien die Maßnahmen der Beamten Standard und würden auch in ähnlichen Fallen genauso angewendet.

Marius Borg Høiby (mit Kronprinzessin Mette-Marit von Norwegen) muss sich bald vor Gericht verantworten.

Dennoch weigern sich die Polizisten – auch aufgrund der besonderen Sicherheitsvorkehrungen für den königlichen Haushalt – weitere Details über das Gespräch mit Borg Høiby bekanntzugeben. Bei vielen Norwegern scheint nicht zuletzt deshalb ein fader Beigeschmack zurückzubleiben. Kronprinz Haakon bezeichnete die Angelegenheit während eines öffentlichen Auftritts als „ernst“. Vom offiziellen Internetauftritt der norwegischen Royal Family wurde Marius Borg Høiby, dem sein Skandal egal zu sein scheint, still und heimlich entfernt. Verwendete Quellen: seher.no, gala.de

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