Gegenwind wird stärker

Royal-Expertin in Sorge: „Muss das Kronprinzenpaar seine Beziehung opfern?“

  • Susanne Kröber
    VonSusanne Kröber
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Das Königshaus von Norwegen steckt wegen des Marius-Skandals in einer tiefen Krise. Müssen Kronprinz Haakon und Kronprinzessin Mette-Marit über eine Scheidung nachdenken?

Oslo – Der Skandal um Kronprinzessin Mette-Marits (51) Sohn Marius Borg Høiby (27) erschüttert die Monarchie in Norwegen. Körperverletzung, Sachbeschädigung, Missbrauch in engen Beziehungen, Vergewaltigung – die Liste der Vorwürfe, die gegen Marius erhoben werden, wird täglich länger. Am Dienstag (20. November) entschied das Bezirksgericht Oslo, dass Marius für eine Woche in Untersuchungshaft muss.

Düstere Aussichten nach Skandal um Marius: „Möglicherweise muss das Kronprinzenpaar seine Beziehung opfern“

Der Schaden, den die norwegische Königsfamilie durch die Vorfälle genommen hat, ist nicht mehr abzuwenden. Während sich Kronprinz Haakon (51) bereits mehrfach zu den Vorwürfen gegen seinen Stiefsohn Marius geäußert hat, schweigt Kronprinzessin Mette-Marit weiter beharrlich. „Wir als Familie und als Eltern waren natürlich sehr darum bemüht, dass Marius Hilfe bekommt. Das hat für uns hohe Priorität, aber es muss innerhalb des vom Rechtsapparat vorgegebenen Rahmens geschehen“, betonte Haakon zuletzt während seiner Jamaika-Reise gegenüber dem NRK.

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Zu wenig, um den angekratzten Ruf des norwegischen Königshauses zu retten, findet Royal-Expertin Tove Taalesen (52), die 2007 als erste weibliche Lakaiin Norwegens bei Hof angestellt wurde. Aktuell könne bei der königlichen Familie der Eindruck entstehen, man hoffe einfach stillschweigend, dass die Angelegenheit in Vergessenheit gerate. „Das wird nicht passieren“, so Taalesen gegenüber Nettavisen.

Möglicherweise muss das Kronprinzenpaar seine Beziehung opfern, um die norwegische Monarchie zu bewahren. Könnte es in einer Scheidung enden, um die Monarchie zu retten?

Tove Taalesen laut Nettavisen

Einmalige Gelegenheit verpasst: Royal-Expertin kritisiert Kronprinzessin Mette-Marit und Kronprinz Haakon

Norwegen brauche ein starkes zukünftiges Königspaar, das den Weg in die Zukunft weisen könne. Der Umgang von Mette-Marit und Haakon mit den Vorwürfen gegen Marius Borg Høiby würde dieser Vorbildfunktion nicht gerecht. „Das Kronprinzenpaar hatte die einmalige Gelegenheit, sich von Gewalt, Drogen – und nun auch von Vergewaltigungsvorwürfen – zu distanzieren. Leider haben sie sich entschieden, diese Gelegenheit nicht zu nutzen“, prangert die Royal-Expertin an.

Der Skandal um Marius Borg Høiby gefährdet die Zukunft von Norwegens Kronprinzenpaar Mette-Marit und Haakon. (Fotomontage)

Zuletzt befanden sich die Beliebtheitswerte der norwegischen Monarchie im Sinkflug, und das bereits, bevor bekannt wurde, dass nun auch wegen mutmaßlicher Vergewaltigung gegen Marius Borg Høiby ermittelt wird. „Vor allem bei den Jüngeren ist der Ruf im freien Fall. Niemand verzeiht, was Marius vorgeworfen wird – Dinge, von denen die königliche Familie wusste und die sie für sich behielt“, so der norwegische Soziologe Trond Blindheim (69) laut Se og Hør. Verwendete Quellen: nrk.no, seher.no, nettavisen.no

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