Auf diese Anzeichen sollten Sie achten!

Diese "Trickbetrüger-Typen" treiben sich in der Region rum

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  • Julia Thielen
    VonJulia Thielen
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Beinahe täglich weist die Polizei derzeit auf verschiedene Maschen der Abzocker hin.

Sie haben einiges gemeinsam, aber nicht alles: Trickbetrüger! Oft bevorzugen sie ältere, arglose Opfer, spekulieren häufig auf deren Hilfsbereitschaft. Doch dafür haben sie ganz unterschiedliche Maschen. Die dreisten Aktionen sind zum Teil nur extrem schwer zu durchschauen. Doch wer die Tricks kennt, kann Betrüger eher entlarven. Wir fassen deshalb die derzeit gängigsten Maschen noch einmal zusammen.

Die Trickbetrüger-Typen

1. Enkeltrick

Die Betrüger geben sich als Enkel der betroffenen Senioren aus und bitten um finanzielle Unterstützung. Oft hohe Summen! Meist wird eine Notlage vorgetäuscht, weshalb ein Bote das Geld abholen soll. Anzeichen: Die Betrüger stellen sich meist nicht mit Namen vor. Betroffene Orte in letzter Zeit: Heilbronn, Güglingen, Löwenstein, Öhringen, Bad Mergentheim.

2. Falscher Anwalt/Gewinnspiel

Angebliche Angestellte einer Kanzlei oder einer Agentur melden sich mit der freudigen Nachricht eines Geldgewinns. Anzeichen: Bevor die Summe ausgezahlt werden kann, soll aber eine sogenannte Transfersumme bezahlt werden. Betroffene Orte in letzter Zeit: Heilbronn, Eberstadt, Buchen.

3. Bargeldwechsler

Die Betrüger bitten darum, Bargeld gewechselt zu bekommen. Dabei "helfen" sie den betroffenen Senioren dabei, die richtigen Scheine herauszusuchen und stehlen dabei Geld aus dem Portemonnaie. Anzeichen: Die Opfer werden häufig in einer Bank ausgeguckt. Die Betrüger halten keinen gebührenden Abstand. Betroffene Orte in letzter Zeit: Neckarsulm, Heilbronn.

4. Schuldeneintreiber

Manchmal sind es Spielschulden, manchmal andere. Jedesmal sollen die Opfer bei diesem Trick ihre Rückstände schnell tilgen. Anzeichen: Die Betrüger drängen auf eine sofortige Lösung oder wollen Kontodaten. Betroffene Orte in letzter Zeit: Limbach, Wertheim.

5. Falsche Polizisten

Dieser Trick wurde in letzter Zeit massenhaft versucht - zum Glück meist ohne Erfolg. Die Anrufer stellen sich als Polizeibeamte vor und möchten Details zur Wohnungssituation wissen. Anzeichen: Achtung! Häufig rufen sie mit der Nummer 110 an. Das ist aber nie die Polizei! Auch Details zur finanziellen Lage erfragen echte Beamte nicht - schon gar nicht am Telefon. Betroffene Orte in letzter Zeit: Heilbronn, Mosbach, Schwaigern, Massenbachhausen, Eppingen, Aglasterhausen, Buchen, Haßmersheim,  Wertheim, Grünsfeld.

6. Spendensammler

Unbekannte sammeln angeblich für gemeinnützige Projekte, Vereine oder Veranstaltungen wie z.B. einen Zirkus. Betroffener Ort in letzter Zeit: Wertheim.

7. CEO

Ein angebliches hohes Tier eines Unternehmens verlangt von Buchhaltern der Firma eine Überweisung auf ein Auslandskonto. Dabei werden geschickt Firmen-Informationen recherchiert und genutzt. Anzeichen: Teilweise stimmen benutzte E-Mail-Adressen nicht mit den tatsächlichen überein. Betroffener Ort in letzter Zeit: Grünsfeld.

8. Haustürbetrug

Betrüger geben sich als Mitarbeiter von Telefonanbietern, Handwerkern oder Amtspersonen aus. Anzeichen: Die angeblichen Arbeiter wollen unangekündigt ins Haus. Betroffener Ort in letzter Zeit: Heilbronn.

Informationen der Polizei zu Betrugsmaschen und deren Prävention gibt es hier.

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