Frühsommerliche Prognose
Bis zu 23 Grad am Freitag erwartet: „Hoch Noemi gibt wirklich Vollgas“
VonAdrian Kilbschließen
Ab Mitte der Woche gibt es sehr viel Sonnenschein in Baden-Württemberg. Entlang des Oberrheins springen die Temperaturen am Freitag sogar auf 23 Grad.
Gerade hat sich Deutschland vom Wetter-Schreck Anfang April mit bis zu 50 Zentimeter Schnee erholt, da kündigt sich schon das neue Wetterextrem mit einem sommerlich-warmen Freitag an. Am Mittwoch zeigen sich zunächst noch einige flache Quellwolken über dem Himmel im Südwesten, dennoch klettern bereits die Temperaturen von bis zu 18 Grad am Nieder- und Oberrhein, prognostiziert Diplom-Meteorologe Dominik Jung von Wetter.net.
Bis zu 12 Sonnenstunden und 23 Grad: Hoch Noemi gibt Vollgas in Baden-Württemberg
Am Rand von Hoch NOEMI strömt zudem trockene Festlandsluft nach Baden-Württemberg, informiert der Deutsche Wetterdienst (DWD). Die Folge sind verbreitete Windböen, die mit 60 Kilometer pro Stunde durch das Ländle fegen. Vereinzelt sind bis in tiefe Lagen auch starke bis stürmische Böen möglich.
Am Donnerstag dann gibt es überall viel Sonnenschein und zehn bis zwölf Sonnenstunden. „Das Hoch NOEMI gibt wirklich Vollgas“, erklärt Meteorologe Jung. In der Spitze erwartet er Temperaturen von bis 21 Grad am Rhein entlang. Noch etwas wärmer werde es am Freitag: Das Thermometer erklimmt dann voraussichtlich sogar die 23 Grad-Marke in Baden-Württemberg. „Wir kommen nah heran an die 25 Grad. Ob sie tatsächlich erreicht werden, ist aber noch unsicher“, sagt der Wetterfachmann.
Extremes März-Wetter in Deutschland: Knapp 200 Sonnenstunden und viel zu trocken
Dazu ist es weiterhin über Wochen extrem trocken. „Die blockierende Hochdruckwetterlage bleibt Deutschland erhalten und das vermutlich noch eine ganze Weile“, erklärt Jung. Bis Mitte April sind laut der Ensemble-Prognose des amerikanischen GFS-Wettermodells kaum Regensignale in Sicht. Der April könnte zum Sommervorboten werden: Das seien sehr bescheidene Aussichten für Natur und Landwirtschaft, die dringend auf Niederschlag angewiesen sind.
Im März 2025 gab es eine mittlere Temperatur in Deutschland von knapp über sechs Grad – im Vergleich zum alten Klimamittel von 1961 bis 1990 sind das satte 2,6 Grad mehr. Und auch die Werte des neuen Klimamittels von 1991 bis 2020 überspringt der diesjährige März locker.
Dafür regnete es gerade mal 16 Millimeter pro Quadratmeter, womit der durchschnittliche Niederschlag in einem Märzmonat nur zu 30 Prozent erreicht wurde. Die Sonne dagegen schien knapp 200 Stunden. „Es war ein extrem sonniger März, der zweitsonnigste überhaupt seit dem Jahr 1881“, wie Experte Jung von Wetter.net erklärt.
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