Kältevorstoß

Wettereinbruch in Baden-Württemberg? Frostige Temperaturen lauern im Norden

  • Nadja Öffner
    VonNadja Öffner
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Bisher sieht alles danach aus, als würde sich der Altweibersommer im Oktober fortsetzen. Doch ein enormer Temperaturunterschied in Europa könnte das schöne Wetter bald einbrechen lassen.

Stuttgart - Zum Tag der Deutschen Einheit präsentierte sich das Wetter in Baden-Württemberg und vielen anderen Teilen des Landes nicht gerade sommerlich. Eine Kaltfront sorgte für eine „brenzlige“ Wetterlage mit Sturmgefahr, Gewitter und einen Temperatursturz zum Feiertag. Nach wochenlangen spätsommerlichen Temperaturen, die für einen Rekord im September sorgten, bleibt es nun auch erstmal herbstlich.

Zwar ist das Tief bereits aus Deutschland abgezogen und die Sonne kämpft sich stellenweise schon wieder hervor, doch in Nordeuropa hängt weiterhin die Kaltluft fest. Dort zieht bereits der Winter ein. In den kommenden Wochen könnte diese Situation dem Goldenen Oktober einen Strich durch die Rechnung machen.

Der große Kontrast der Temperaturen zwischen Nord- und Südeuropa sorgt möglicherweise für einen Wettereinbruch.

Baden-Württemberg droht Wettereinbruch: Große Temperaturunterschiede bereiten Meteorologen Sorgen

Nach kühleren Tagen muss man hierzulande nicht allzu lange auf das Comeback der hohen Temperaturen warten. Schon am Samstag (7. Oktober) und Sonntag (8. Oktober) ist es so weit: „Der Sommer kommt zurück – und das mit Macht“, erklärt Diplom-Meteorologe Georg Haas von wetter.com. Der Sommer in Deutschland und der Winter in den skandinavischen Ländern könnten sich jedoch bald in die Quere kommen, gibt der Experte zu bedenken.

Der große Kontrast der Temperaturen zwischen Nord- und Südeuropa sorgt möglicherweise für einen Wettereinbruch. „Das Sturmpotenzial nimmt durch diese großen Temperaturunterschiede zu“, erklärt Haas. „Und am Ende von so einer Sturmserie könnte eine Kaltfront durchbrechen und sehr frische Luft bringen.“ Laut dem amerikanischen Wettermodell GFS droht am 17. Oktober ein „Kältehammer“.

Während in Mittel- und Südeuropa die Wärme dominiert, ist es in Nordeuropa bereits deutlich kühler. Der Kontrast könnte das Wetter in Deutschland durchwirbeln.

Atlantische Luft sorgt weiterhin für warme Oktobertage in Baden-Württemberg

Bisher ist es also unwahrscheinlich, dass auf den Sommer direkt der Winter folgt und der Herbst übersprungen wird. Deutschland und vor allem der Süden werden laut den Prognosen erstmal dank der atlantischen Luft auf der warmen Seite bleiben. „Und das bis zur Monatsmitte hinaus“, sagt Haas. Am Wochenende sollen die Temperaturen im Südwesten auf 24 bis 27 Grad steigen. In Freiburg werden sogar über 28 Grad am Sonntag erwartet.

Ausblick auf die nächsten zwei Wochen zusammengefasst:

  • Mittwoch (4. Oktober) bis Freitag (6. Oktober) herbstlich
  • Am Wochenende kehrt der Sommer größtenteils zurück.
  • Danach steigt jedoch auch das Sturmpotenzial
  • Wahrscheinlich fällt auch der Oktober deutlich zu warm aus.

(Quelle: wetter.com)

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