Überraschende Berechnung
„Winter-Hammer“ beim Wetter in Baden-Württemberg mit Schnee in tiefen Lagen möglich
VonNadja Öffnerschließen
Das Wetter in Baden-Württemberg ist im Umbruch: War es in der vergangenen Woche noch richtig sommerlich, könnte bald der erste Schnee bis in tiefe Lagen fallen.
Stuttgart - Der Oktober-Sommer bäumte sich in den vergangenen Tagen noch ein letztes Mal auf und machte sich bereit für das große Finale. Bis Freitag (13. Oktober) dominierte eine „Wärmepeitsche“ das Wetter. Bis zu 29 Grad wurden stellenweise auch in Baden-Württemberg erreicht. Doch dann folgte ein rapider Temperatursturz, der in dieser Woche deutlich spürbar ist.
Eine Kaltluftfront aus Nordeuropa verdrängt den Altweibersommer. Am Montag (16. Oktober) wurden nur noch Werte zwischen 8 und 16 Grad erreicht und der erste Frost überzieht das Land. Bei diesen Temperaturen könnte es sogar Schnee und Schneeregen geben, kündigte Diplom-Meteorologe Dominik Jung von wetter.net bereits an. Nun scheint sich die Lage auf der Wetterkarte verdeutlicht zu haben.
„Winter-Hammer“ bringt Schnee nach Baden-Württemberg
Die jüngste Prognose des amerikanischen Wettermodells zeigt ein überraschendes Bild: Im Süden und Osten Deutschlands sollen am Freitag (20. Oktober) die ersten Schneeflocken vom Himmel fallen. „Das ist ja ein totaler Winter-Hammer, was da der aktuelle Frühlauf vom amerikanischen Wettermodell raushaut“, sagt Wetter-Experte Dominik Jung. Die Berechnungen zeigen Schneefälle bis in tiefe Lagen. Ob das letztlich so eintrete, sei zwar noch unsicher, aber auch nicht unmöglich, betont der Meteorologe.
Fakt ist, dass das Wetter in Baden-Württemberg extrem umschwenken wird. Die Sonne und der goldene Oktober bleiben uns auch dann noch erhalten, jedoch bei einem niedrigeren Temperaturniveau als bisher. Am Dienstag (17. Oktober) liegen die Werte etwa bei 7 bis maximal 13 Grad, ähnlich auch am Mittwoch und Donnerstag. Für Freitag werden dann gerade einmal nur noch 3 bis 9 Grad vorhergesagt. In höheren Lagen wie dem Schwarzwald ist es bei solchen Temperaturen durchaus möglich, dass der Schnee auch liegen bleibt.
Neue Berechnungen beim Wintertrend 2023/24 der beiden führenden Wettermodelle
Wird, nachdem es nun im Oktober doch noch die ersten Schneefälle geben könnte, dann vielleicht auch der Winter weiß? Dazu wirft Dominik Jung einen erneuten Blick auf den Wintertrend 2023/24 und bezieht sich dabei auf die beiden führenden Wettermodelle aus US-Amerika und Europa. Doch nach wie vor zeigen die Berechnungen dieser beiden Einrichtungen, dass die Wintermonate Dezember, Januar und Februar zu warm ausfallen werden. Bis zu zwei Grad über dem Klimamittel der Jahr 1991 bis 2020 soll der kommende Winter liegen.
„Man muss aber bedenken, dass das keine klassische Wettervorhersage ist“, erklärt der Experte. Die Prognosen sind hochgerechnet auf den ganzen Monat. „Es kann durchaus sein, dass es für ein, zwei Tage kalt wird und Schnee fällt.“ Doch nur weil einige Tage mit niedrigen Temperaturen ausfallen, habe man noch lange keinen kalten Winter, mahnt Jung.
Rubriklistenbild: © dpa/Kay Nietfeld


