Temperaturen lokal unter 20 Grad
Sommer-Pause im Juli: Temperatursturz! Kaltfront trifft auf Baden-Württemberg
VonMichaela Ebertschließen
Regenschirm statt Badehose: Der Juli startet mit Blick auf aktuelle Wetterprognosen wenig sommerlich. In Deutschland und Baden-Württemberg droht ein Temperatursturz.
Kaum ist der Sommer so richtig da, scheint er schon wieder schlapp zu machen. Nach der ersten richtigen Sommerphase im Juni droht zum Monatswechsel die Kälte-Klatsche. Im Juli muss mit einer Umstellung der Großwetterlage gerechnet werden, erklärt Meteorologe Martin Puchegger im 16-Tage-Wettertrend von „wetter.com“.
Temperatursturz im Juli: Wetter zu Monatsanfang deutlich kühler und nasser
Denn: Eine deutlich kühlere und nassere Westströmung rauscht auf Deutschland und Baden-Württemberg zu. Statt sommerlichen 30 Grad müssen sich die Menschen auf einen Temperatursturz einstellen. Mancherorts könnte zum Monatsbeginn nicht mal die 20-Grad-Marke geknackt werden, erklärt der Wetter-Experte.
Eine heftige Unwetterfront am Samstagabend hatte den Wetterumschwung bereits angekündigt. Nun zieht das Gewitterband gen Osten weiter – und macht Platz für die kühle und feuchte Atlantikluft. Statt Badehose und Sonnenbrille heißt es in der ersten Juli-Hälfte also wohl eher Schirm und Schal.
Wetterprognose für Baden-Württemberg: Juli startet zehn bis 15 Grad kühler im Vergleich zu Juni-Ende
In dieser Hinsicht sind sich die Wettermodelle zumindest einig: Bereits zur Wochenmitte, also rund um den 3. Juli soll laut die frische Westströmung laut Puchegger auf Deutschland treffen. Das europäische Wettermodell berechnet dabei für die darauffolgenden Tage eine größere Temperaturabweichung vom langjährigen Mittel. Demnach wird das Temperaturniveau zehn bis 15 Grad unter dem der vergangenen Woche liegen. Die Juli-Prognose im Überblick:
- Westströmung bringt kühle, feuchte Luft vom Atlantik
- Kälteeinbruch ab dem 3. Juli in Deutschland und Baden-Württemberg
- Erste Juli-Woche: bundesweit Temperaturen um die 20 Grad
- Erstes Juli-Wochenende: im Norden weiterhin frisch und verregnet, im Süden verstärkt sonnig und wärmer
- Zweite Juli-Woche: bundesweit wieder Temperaturen um die 20 Grad
#Europa: Anfang #Juli kommt es vom Nordmeer her nach dem #ECMWF zu einem #Kaltlufteinbruch in Mitteleuropa! Aber auch in Italien und und teilweise in Nordafrika wird es deutlich zu kalt für die Jahreszeit sein! Der #Sommer legt eine Pause ein. /CG https://t.co/hvr0sSFeCa
— Alpinwetter | kachelmannwetter.com (@Alpinwetter) June 25, 2024
Und auch nach dem amerikanischen Wettermodell ist klar: Die kalte Luft kommt – und wird so schnell nicht gehen. Auch die zweite Juli-Woche wird sich den aktuellen Prognosen zufolge wohl kaum verändern. Lediglich am ersten Juli-Wochenende, dem 6. und 7. Juli, könnte es den Berechnungen zufolge einen kurzen Lichtblick geben. Hier wird besonders im Süden Deutschlands mit bis zu 25 Grad gerechnet.
Rubriklistenbild: © IMAGO / Screenshot Modellkarten ECMWF / Collage echo24.de
