Blitzeis droht

Verbreitet Schneefall angekündigt: Sorgt „Kälte-Ei“ für gefährliche Glätte?

  • Adrian Kilb
    VonAdrian Kilb
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Ein „Kälte-Ei“ könnte ab Donnerstag für plötzlichen Schneefall und gefährliche Glätte in Baden-Württemberg sorgen. Was das Wetterphänomen so heimtückisch macht.

Schon Anfang der Woche blieb in tieferen Ebenen Deutschlands der Boden kalt. Warme Luftmaßen, wie sie Anfang der Woche in höheren Regionen in über 1.500 Metern Höhe zu finden sind, kommen in niederen Regionen nicht an, erklärt Meteorologin Kathy Schrey von Wetter.net. Der Grund ist ein Hochdruckgebiet, das eine Vermischung kalter mit warmer Luftmassen verhindert. Und Mitte bis Ende der Woche droht dann das „Kälte-Ei“ ein isolierter Kaltlufttropfen in der Höhe, einzuschlagen.

Plötzlicher Schneefall, gefährliche Glätte: „Kälte-Ei“ schwebt über Deutschland

Das Tückische: Auf klassischen Bodenwetterkarten ist es nicht zu sehen und kann deshalb „für massive Wetterüberraschungen sorgen“, erklärt Diplom-Meteorologe Dominik Jung von Wetter.net. Wenn es sich mit feuchter Luft vermischt, könnte es zu Blitzeis kommen. Doch die eigentliche Gefahr lauere im gefrierenden Regen, warnt Jung. Weil sich das Phänomen sich kaum bewegt, sind stundenlange Schnee- und Regenfälle nicht ausgeschlossen. 

Zunächst ziehen am Donnerstag dichte Wolken über Deutschland. Es bleibt zwar noch überwiegend trocken. In den aufliegenden Nebelwolken bildet sich aber vereinzelt Nieselregen heraus, der bei Temperaturen um den Nullpunkt gefrieren kann, so Wetter.net. Die Folge sind Glätte auf den Land- und Kreisstraßen aufgrund von überfrierender Nebelnässe.

Deutscher Wetterdienst kündigt verbreitet leichten Schneefall in Baden-Württemberg an

Der DWD prognostiziert gebietsweise leichten Schneefall in Baden-Württemberg, in der Nacht zum Freitag kann es sogar verbreitet leicht schneien. Bei Tiefstwerten bis zu minus sieben Grad droht Schneeglätte.

Mitte bis Ende der Woche könnte das „Kälte-Ei“ für Blitzeis in Deutschland sorgen.

Auch am Freitag, 7. Februar, kann es in der südlichen Landeshälfte Deutschlands schneien. „Das Wetter hat sich dann auf eine astreine Ostwetterlage umgestellt, die dafür sorgen wird, dass zu uns nach Deutschland kontinentale, frostige Luft gelangen wird“, sagt Wetterexpertin Schrey. Die Tageshöchstwerte in der Bundesrepublik liegen dann nur noch bei minus eins bis fünf Grad.

Bis zu drei Zentimeter Neuschnee Mitte Februar in Baden-Württemberg erwartet

Danach könnte es sogar noch eisiger weitergehen: Laut den Wettervorhersagen der sogenannten „WXCharts“ sinkt ab Sonntag, dem 9. Februar, die Schneefallgrenze in Baden-Württemberg. In den folgenden Tagen könnte es abermals im Ländle schneien und am 14. Februar flächendeckend im Bundesland bis zu drei Zentimeter Neuschnee geben, schenkt man den Prognosen Glauben.

Rubriklistenbild: © Imago/Action Pictures/Bernd März

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