Kälte und Frost bis in die Tieflagen
Wintereinbruch in Deutschland? Polarwirbel lässt Chancen auf Schnee steigen
VonJulia Cuprakowaschließen
In den nächsten 16 Tagen soll sich das Wetter in Deutschland ändern: Der Meteorologe sagt Wintereinbruch, Schnee und Frost voraus.
Baden-Württemberg versinkt derzeit im Wetter-Chaos mit Dauerregen, Gewitter und Sturm. Das passt zwar zum Herbst, aber viele Menschen wünschen sich Schnee zu Weihnachten und hoffen deshalb schon jetzt auf Winterwetter. Doch wie stehen die Chancen für Kälte, Frost und Schnee?
Nach den Langzeitmodellen steigt die Wahrscheinlichkeit für Winterwetter in Deutschland in den nächsten 16 Tagen stark an, wie ein Meteorologe von „wetter.com“ berichtet. Grund dafür ist ein Polarwirbel-Split, durch den kalte Luft nach Deutschland strömen kann. Vor allem in höheren Lagen kann sich dann eine richtige Schneedecke bilden.
Möglicher Wintereinbruch in Deutschland – Langzeitmodelle sagen Schnee voraus
Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass es Anfang Dezember schneit? Diese Fragen stellen sich die Menschen schon seit dem 17. Jahrhundert. Denn schon damals sagte ein Abt mit Hilfe eines 100-jährigen Kalenders, auch Bauern- oder Wetter-Kalender genannt, das Wetter für den Winter voraus.
Noch heute orientieren sich vor allem Landwirte an diesem Kalender. Die meisten Menschen verlassen sich jedoch auf die Wetter-Vorhersagen der Meteorologen. Diese wiederum orientieren sich an den Langzeitmodellen. Und genau diese Modelle sagen für Deutschland Winterwetter voraus.
Polarwirbel-Split lässt Chancen auf Winterwetter und Schnee steigen
„Wenn wir uns den 16-Tage-Wetter-Trend für Deutschland anschauen, sehen wir, dass die Chancen für Winterwetter und Schnee bis in tiefe Lagen gar nicht so schlecht stehen“, sagt der „wetter.com“-Meteorologe. Das liegt vor allem an einer Strömungsumkehr über dem Atlantik. Am Samstag (18. November) liegt noch ein Tiefdruckgebiet über dem Atlantik und bringt noch relativ milde Temperaturen nach Deutschland. Doch schon im Laufe der kommenden Woche wird es von einem Hochdruckgebiet verdrängt.
Es bildet sich eine von Ost nach West verlaufende Hochdruckbrücke und ein Tiefdruckgebiet über dem Mittelmeerraum. Das hat zur Folge, dass sich der Polarwirbel spaltet. „Und dann kann die Kaltluft aus dem Norden zu uns durchbrechen und für winterliche Wetterverhältnisse sorgen“, erklärt der Meteorologe.
Zur Freude aller Winterfans: Das winterliche Wetter soll bis zum 3. Dezember anhalten. Da sind sich sowohl das amerikanische als auch das europäische Modell sicher. „Winterlich kann es vor allem in den Mittelgebirgen werden, aber auch bis in die tiefen Lagen kann es schneien“, prognostiziert der „wetter.com“-Meteorologe abschließend.
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