Kälteeinbruch im Januar
Wetterwechsel in Baden-Württemberg nach Neujahr? Prognosen deuten immer wieder Schnee an
VonNadja Öffnerschließen
Nach einem grauen und regnerischen Dezember könnte sich das Wetter in Baden-Württemberg im neuen Jahr wieder winterlicher gestalten. Einige Zweifel an den Prognosen bleiben jedoch noch bestehen.
Stuttgart - Die letzten Dezembertage im Jahr 2023 in Baden-Württemberg gestalten sich, wie auch schon zuvor, wenig winterlich. Am Himmel sind die Wolken überwiegend grau und Wind sowie Regen drehen zum Jahresende noch einmal voll auf. Der ein oder andere wünscht sich bei diesen Bedingungen sicherlich mal eine Abwechslung. Und tatsächlich deutet sich bei den Prognosen für die nächsten zehn bis 14 Tage etwas an.
Zunächst einmal geht es beim Wetter im Südwesten wechselhaft und mild weiter. Am Silvestertag kann es stellenweise auch ganz schön stürmisch zugehen, weshalb beim Abfeuern von Raketen besondere Vorsicht geboten ist. Am 1. Januar liegen die Höchsttemperaturen im Ländle dann bei kühlen 6 bis 8 Grad.
| Stadt | 31. Dezember | 1. Januar | 2. Januar |
|---|---|---|---|
| Stuttgart | 4 bis 9 Grad | 4 bis 7 Grad | 5 bis 10 Grad |
| Mannheim | 5 bis 9 Grad | 5 bis 8 Grad | 7 bis 11 Grad |
| Heidelberg | 4 bis 8 Grad | 4 bis 6 Grad | 6 bis 9 Grad |
| Karlsruhe | 3 bis 10 Grad | 6 bis 8 Grad | 8 bis 11 Grad |
| Heilbronn | 5 bis 9 Grad | 5 bis 8 Grad | 6 bis 11 Grad |
| Ludwigsburg | 4 bis 9 Grad | 4 bis 8 Grad | 5 bis 11 Grad |
| Esslingen am Neckar | 2 bis 10 Grad | 4 bis 8 Grad | 6 bis 11 Grad |
| Ulm | -1 bis 7 Grad | 2 bis 6 Grad | 4 bis 8 Grad |
| Freiburg im Breisgau | 3 bis 10 Grad | 4 bis 7 Grad | 7 bis 10 Grad |
(Quelle: wetter.com, Stand vom 31. Dezember)
Wettermodelle zeigen für Januar immer wieder Schnee in Baden-Württemberg an
Der Ausblick auf die kommenden zwei Wochen zeigte kürzlich bereits, dass der Winter in Baden-Württemberg möglicherweise bald zurückkehrt. Derzeit liegen die Prognosen zwar noch im unseriösen Bereich, doch ein Kälteeinbruch taucht bei den Wettermodellen stetig auf. „Es wird immer wieder Schnee angedeutet in der zweiten Januardekade“, erklärt Diplom-Meteorologe Dominik Jung von wetter.net. Ein Wechsel beim Wetter in Baden-Württemberg scheint also nicht unwahrscheinlich.
Während die Karten am 10. Januar Schneehöhen bis zu 33 Zentimeter im Ländle anzeigen, geht es im seriösen Messzeitraum der Ensemble-Vorhersagen zu Beginn des neuen Jahres erstmal sehr mild und nass weiter, äußert der Wetter-Experte. Bis zum 5. Januar liegt das Temperaturmittel im Süden Deutschlands bei 7 bis 8 Grad. Danach rutscht das Ensemblemittel auf um die Null Grad und macht Hoffnung, dass sich die Wetterbedingungen ändern. „Aber wir müssen noch etwas abwarten“, mahnt Jung.
Widerspruch bei den Monatsprognosen? Wetter im Januar und Februar soll zu warm ausfallen
Einige Zweifel an den prognostizierten Schneefällen lassen die Monatsprognosen des Climate Forecast System (CFS) aufkommen. Für den Januar werde hier eine Temperaturabweichung von 1 bis 2 Grad zum Klimamittel der Jahre 1991 bis 2020 berechnet. Dieselbe Vorhersage macht das CFS-Modell auch für den Wintermonat Februar.
Meteorologe Dominik Jung erinnert jedoch daran, dass das kein Widerspruch zu einem möglichen Wintereinbruch im Land sein muss. Immerhin wurde auch der Dezember 2023 deutlich zu warm kalkuliert und dennoch gab es zum Monatsanfang den ersten Schnee.
Rubriklistenbild: © Fotomontage BW24/Screenshot YouTube/wetter.net/dpa/Jens Büttner





