Nach Vorkommnissen in Rom

Viertelfinale ohne Auswärts-Fans: FC Bayern akzeptiert UEFA-Strafe

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Der FC Bayern darf zum nächsten Auswärtsspiel im Europapokal keine Fans mitbringen, wie die UEFA entschieden hat. Der Rekordmeister verzichtet auf einen Einspruch.

Update vom 12. März, 16.15 Uhr: Der FC Bayern verzichtet auf einen Einspruch gegen das Urteil der UEFA und muss damit im kommenden Auswärtsspiel des Champions-League-Viertelfinales auf seine Fans verzichten. „Der Verein akzeptiert die Entscheidung, nachdem beim Achtelfinalspiel bei Lazio Rom gegen entsprechende Auflagen des Europäischen Fußballverbandes verstoßen worden ist“, heißt es in einer Mitteilung der Bayern.

„Wir müssen die Strafe akzeptieren. Es wurde nicht nur Pyro auf den Rängen abgebrannt, sondern auch gezielt auf den Rasen geschossen, wodurch Unbeteiligte unmittelbar gefährdet wurden. Damit wurde so explizit gegen die Bewährungsauflagen verstoßen, dass ein Einspruch leider zwecklos ist“, wird Bayerns-Vorstandsvorsitzender Jan-Christian Dreesen zitiert.

Update vom 29. Februar, 19.45 Uhr: Wie der FC Bayern in einer Pressemitteilung bekannt gegeben hat, wird die Möglichkeit eines Einspruchs gegen den von der UEFA verhängten Fan-Ausschluss geprüft.

„Dies ist eine sehr harte Entscheidung. Wir hatten bereits im Dezember einen dringenden Appell an unsere Anhänger gerichtet und sie aufgefordert, jegliche weitere Pyro-Aktionen zu unterlassen. Bei unserem nächsten Auswärtsspiel in Europa werden uns Stand jetzt keine Fans begleiten können“, wird der Vorstandsvorsitzende Jan-Christian Dreesen zitiert.

Und weiter: „Der Mannschaft fehlt damit eine wichtige Unterstützung und es trifft insbesondere die Fans hart, die sich immer korrekt verhalten. Wir haben die Entscheidungsgründe angefordert und prüfen die Möglichkeit eines Einspruchs.“

Fan-Ausschluss: UEFA bestraft FC Bayern hart

Erstmeldung vom 29. Februar, 16.19 Uhr: München – Im Hinspiel des Achtelfinales in der Champions League erlebte der FC Bayern München einen Abend zum Vergessen. Die Partie bei Lazio Rom ging mit 0:1 verloren, Dayot Upamecano handelte sich einen Platzverweis ein und die Fans schlugen auf der Tribüne über die Stränge. Das Verhalten der Anhänger hat nun Konsequenzen, denn die UEFA bestrafte den Verein hart.

FC Bayern München erhält harte Strafe durch die UEFA

Beim nächsten Auswärtsspiel in der europäischen Fußball-Königsklasse darf der deutsche Rekordmeister keine Tickets an seine Anhänger ausgeben, wie die UEFA mitteilte. Zudem verhängte der Kontinentalverband eine Geldstrafe von 50.750 Euro gegen den FC Bayern.

Die Anhänger des FC Bayern München hatten bei der Partie in Rom Pyrotechnik abgebrannt und Gegenstände geworfen. Der Disziplinarausschuss der UEFA vollstreckte nun eine Strafe, die nach der Gruppenphase noch zur Bewährung ausgesetzt worden war. Im Oktober letzten Jahres hatten Bayern-Fans bei der Partie in Kopenhagen ebenfalls Feuerwerkskörper abgebrannt.

Die Bayern-Fans zündeten in Rom Pyrotechnik.

Sollte der FC Bayern im Rückspiel das Ergebnis drehen und eine Runde weiterkommen, dürften im Viertelfinale der Königsklasse keine Fans mit zum Auswärtsspiel reisen. Für den Fall, dass die Münchener gegen Lazio Rom ausscheiden, würde die Strafe beim ersten Champions-League-Auswärtsspiel der Saison 2024/25 greifen.

Keine Bayern-Fans beim nächsten Champions-League-Auswärtsspiel

„Ich hoffe, sie trifft uns. Weil im Ganzen müssen wir erst weiterkommen“, sagte Cheftrainer Thomas Tuchel auf die Frage, wie sehr so ein Fan-Ausschluss den FC Bayern München treffen würde. Der 50-Jährige wollte aber sonst nichts zu dem Thema sagen, denn es sei unangebracht sich dazu zu äußern. Man müsse das Viertelfinale nämlich erst einmal erreichen.

Tuchel-Nachfolger beim FC Bayern: Die Kandidaten-Liste in der Übersicht

Der niederländische Coach Erik ten Hag ist bei seinem aktuellen Klub Manchester United nicht unumstritten. Es ist möglich, dass sich beide Parteien im Sommer trennen. Laut Ex-Profi und Insider Jan Aage Fjörtoft scheint sogar ein Trainertausch mit FCB-Noch-Coach Tuchel nicht ausgeschlossen, wie der Norweger auf X schreibt.
Der frühere Bayern-Profi und spätere Reserve-Coach Martín Demichelis wird immer wieder von Experten als mögliche Übergangslösung auf der Trainerbank genannt, die im Erfolgsfall zur Dauerlösung werden könnte. Demichelis trainiert aktuell den argentinischen Spitzenklub River Plate. Trotz einiger Erfolge und der Meisterschaft im letzten Jahr ist der Coach in Buenos Aires nicht unumstritten. Die Argentinier könnten Demichelis bei einem tatsächlichen Bayern-Interesse ziehen lassen.
Der arbeitslose Spanier Julen Lopetegui ist ebenfalls einer der Kandidaten. Der FC Bayern muss sich laut Sky aber mit Premier-League-Klub West Ham United um den früheren Coach von Real Madrid streiten, die den Coach ebenfalls verpflichten wollen.
Zwischen Zinédine Zidane und dem FC Bayern soll es laut der italienischen Sportzeitung Corriere dello Sport bereits Kontakt gegeben haben. Laut Sportbild kommt ein Engagement des dreimaligen Weltfußballers in München aber nicht infrage, weil er einen Verein trainieren wolle, dessen Sprache er beherrsche. Für den Franzosen, der langfristig als designierter Nachfolger von Frankreichs Nationaltrainer Didier Deschamps gilt, wäre ein Engagement in der bayerischen Landeshauptstadt die erste Trainerstation seit seinem Ausscheiden bei Real Madrid 2021. Als Coach der „Königlichen“ gewann er in zwei Amtszeiten unter anderem zweimal die spanische Meisterschaft und dreimal die Champions League.
Tuchel-Nachfolger beim FC Bayern: Die Kandidaten-Liste in der Übersicht

Im Rückspiel gegen Lazio Rom nicht dabei sein wird der gesperrte Upamecano. Die UEFA gab bekannt, dass der Franzose eine Partie fehlen wird. In einem möglichen Viertelfinale wäre er damit wieder spielberechtigt. Der 25-Jährige hatte in Rom in der 67. Minute für ein Foul Rot gesehen. Den fälligen Elfmeter verwandelte der frühere Dortmunder Ciro Immobile zum Siegtreffer für Lazio. (smr)

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