Hämische Aussagen

Bayern-Star nach Leidenszeit zurück im Training – fiese Kommentare von den eigenen Fans

  • Alexander Kaindl
    VonAlexander Kaindl
    schließen

Bouna Sarr dreht nach seinem Kreuzbandriss wieder Laufrunden beim FC Bayern München. Einige Fans reagieren hämisch auf das Comeback.

München – Willkommen zurück, Bouna Sarr! Gut zwei Monate nach seinem Kreuzbandriss, den er sich im Training zugezogen hatte, drehte der Rechtsverteidiger des FC Bayern nun wieder erste Laufrunden an der Säbener Straße.

Bouna Sarr steigt nach Kreuzbandriss ins Lauftraining ein

Prinzipiell ist das eine gute Nachricht für Trainer Thomas Tuchel, schließlich hätte er damit eine Option mehr in der Abwehr. Allerdings setzt der 50-Jährige ohnehin kaum auf den im französischen Lyon geborenen Nationalspieler Senegals. Das taten auch Tuchels Vorgänger nicht: Seit seinem Wechsel von Olympique Marseille nach München (Oktober 2020) kommt Sarr gerade einmal auf 33 Einsätze im Bayern-Trikot.

Statistiken wie diese müssen der Grund dafür sein, warum sogar die Fans des deutschen Rekordmeisters über Sarr lachen. Unter dem Facebook-Video, das die Bayern zum Anlass von Sarrs Trainings-Rückkehr posteten, sammelten sich etliche hämische Kommentare in Richtung des 32-Jährigen. Wir haben einige davon zusammengestellt.

Bayern-Star nach Leidenszeit zurück im Training – fiese Kommentare von den eigenen Fans

  • „Wir sind gerettet.“
  • „Endlich. Eine Legende ist zurück.“
  • „Der GOAT ist back.“
  • „Jetzt werden wir ja doch noch Meister, herrlich.“
  • „Zum Glück. Dann kann ihn Tuchel ja als 9er für Harry Kane aufstellen, der ballert uns sicherlich noch zum Titel.“
  • „Jetzt gehts ab.“
  • „Bitte wer? Kennt man den?“
  • „Unsere Rettung.“
  • „Super. Der bringt uns richtig weiter.“

Bayern-Fans spotten über Bouna Sarr – andere schämen sich für Kommentare und verteidigen ihn

Unter den hämischen Aussagen sammelten sich die Likes und Lach-Emojis der Bayern-Fans. Bei all den negativen Sarr-Kommentaren gab es allerdings auch viele FCB-Anhänger, die ihren Unmut über den fehlenden Respekt gegenüber einem eigenen Spieler äußerten.

Ein Mann schrieb beispielsweise: „Ich als Bayern-Fan schäme mich für gewisse Kommentare. Er gehört zum Team wie alle anderen Spieler auch.“ Für diese Reaktion bekam er hunderte Likes.

Die größten Flop-Transfers des FC Bayern München

Breno, von Januar 2008 bis 2012 beim FC Bayern, 12 Millionen Euro Ablöse, 33 Spiele für den FC Bayern. 
Im Winter 2008 kam der hochtalentierte Innenverteidiger für eine beachtliche Ablösesumme vom FC São Paulo nach München. Schwere Knieverletzungen warfen den Brasilianer immer wieder zurück. Nachdem er unter Alkohol- und Medikamenteneinfluss 2011 sein Haus in Grünwald in Brand setzte, wurde er zu 3 Jahren und 9 Monaten Haft verurteilt. Nach seiner frühzeitigen Haftentlassung kehrte Breno zu seinen Jugendverein São Paulo zurück.
Edson Braafheid, von 2009 bis Januar 2011 beim FC Bayern, 2 Millionen Euro Ablöse, 19 Spiele für den FC Bayern.
Als Wunschtransfer von Louis van Gaal an die Säbener Straße gekommen, fand sich der Niederländer meistens auf der Bank wieder. Wurde 2010 für ein halbes Jahr an Celtic Glasgow verliehen und verließ Anfang 2011 München ablösefrei in Richtung Hoffenheim.
Danijel Pranjić, von 2009 bis 2012 beim FC Bayern, 7,7 Millionen Euro Ablöse, 85 Spiele für den FC Bayern. 
Für eine satte Ablöse wechselte der Kroate vom SC Heerenveen an die Säbener Straße. Genauso wie Braafheid ein Wunschtransfer von Louis van Gaal. Kam Pranjić unter dem Niederländer noch regelmäßig zum Einsatz, änderte sich dies in der Saison 2011/12 unter Jupp Heynckes. Der Vertrag wurde nicht verlängert und der Außenverteidiger verließ ablösefrei den Verein zu Sporting Lissabon. Ein sattes Minusgeschäft für den FC Bayern.
Landon Donovan, von Januar bis März 2009 beim FC Bayern, ausgeliehen, 7 Einsätze (kein Tor) für den FC Bayern.
Ausgeliehen von LA Galaxy während der Klinsmann-Ära, konnte der US-Boy auch im zweiten Anlauf in Deutschland nicht durchstarten (zuvor bei Bayer Leverkusen). Die Verantwortlichen in München waren froh, dass sie keiner festen Verpflichtung zugestimmt hatten und so trennten sich die Wege schnell wieder. In den folgenden Jahren wurde Donovan von Los Angeles zweimal zum FC Everton ausgeliehen. Auch hier blieb es bei Kurzbeschäftigungen.
Die größten Flop-Transfers des FC Bayern München

Bouna Sarrs Zeit beim FC Bayern geht zuende – Vertrag läuft im Sommer aus

Für Sarr ist der Einstieg ins Lauftraining ein Meilenstein in seinem Comeback-Plan. Gut möglich, dass er Richtung Saisonfinale noch die eine oder andere Minute bekommen könnte. Es wäre eine Art Abschiedsgeschenk – sein Vertrag läuft im Sommer aus, eine Verlängerung gilt als ausgeschlossen.

Mit Sacha Boey hat der FC Bayern im Winter einen neuen Rechtsverteidiger verpflichtet. Der Sohn von Ex-Sportvorstand Hasan Salhamidzic hielt das für keine gute Idee. (akl)

Rubriklistenbild: © kolbert-press / Imago

Mehr zum Thema