Trainersuche beim FC Bayern

Warum Max Eberl Jürgen Klopp nicht anruft

  • VonJannek Ringen
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Jürgen Klopp ist einer der besten deutschen Trainer aller Zeiten. Für den FC Bayern kommt er aktuell dennoch nicht infrage, wie Max Eberl erklärt.

München – Hinter den Kulissen beim FC Bayern dürfte das Telefon von Max Eberl bereits kurz nach seinem Amtsantritt heiß laufen. Der neue Sportvorstand des Rekordmeisters befindet sich derzeit auf Trainersuche, da man sich im Sommer von Thomas Tuchel trennen wird. Dabei kursieren einige Namen in den Medien, unter anderem der von Jürgen Klopp.

Klopp ist frei – aber kein Kandidat für den FC Bayern

Nicht nur der FC Bayern sucht im Sommer einen neuen Trainer, auch der FC Liverpool befindet sich nach dem Ende der Amtszeit von Jürgen Klopp auf der Suche. Der ehemalige Dortmunder verlässt die Reds nach knapp neun äußerst erfolgreichen Jahren und räumt damit seinen Trainerposten. Doch der 56-Jährige kommt nicht als Trainer beim FC Bayern infrage, wie Max Eberl der Sportbild erklärte.

„Ich habe keine Energie mehr“, sagte Klopp in dem Video auf dem Social-Media-Kanal des FC Liverpool, in dem er seinen Abschied im Sommer verkündete. Uninteressant ist der Welttrainer von 2019 und 2020 sicherlich nicht für die europäischen Topclubs. Allerdings wird er eine Pause einlegen, um sich von den Anstrengungen des Geschäfts zu erholen.

Max Eberl wird Jürgen Klopp bei der Trainersuche des FC Bayern nicht anrufen.

„Wenige können das besser beurteilen als ich“ – Eberl erklärt, warum er Klopp nicht anruft

Da Eberl und Klopp mit Marc Kosicke den gleichen Berater haben, liegt die Verbindung zwischen den beiden nahe. Gegenüber der Sportbild erklärte Eberl jedoch, dass er Klopp nicht anrufen werde. Er wisse, was die Aussage des Liverpool-Trainers zu seinem Abschied bedeuten würde. „Wenige können das besser beurteilen als ich, da ich es durchgemacht habe“, sagte Eberl und fügte hinzu, dass der Job in diesem Fall an zweiter Stelle stehen würde.

Der heutige Sportvorstand des FC Bayern hatte im Januar 2022 unter Tränen sein Amt als Sportdirektor bei Borussia Mönchengladbach nach mehr als 13 Jahren niedergelegt, da ihm die Kraft gefehlt hatte. Deshalb wisse der 50-Jährige, wie die Aussagen von Klopp einzuordnen seien.

Tuchel-Nachfolger beim FC Bayern: Die Kandidaten-Liste in der Übersicht

Der niederländische Coach Erik ten Hag ist bei seinem aktuellen Klub Manchester United nicht unumstritten. Es ist möglich, dass sich beide Parteien im Sommer trennen. Laut Ex-Profi und Insider Jan Aage Fjörtoft scheint sogar ein Trainertausch mit FCB-Noch-Coach Tuchel nicht ausgeschlossen, wie der Norweger auf X schreibt.
Der frühere Bayern-Profi und spätere Reserve-Coach Martín Demichelis wird immer wieder von Experten als mögliche Übergangslösung auf der Trainerbank genannt, die im Erfolgsfall zur Dauerlösung werden könnte. Demichelis trainiert aktuell den argentinischen Spitzenklub River Plate. Trotz einiger Erfolge und der Meisterschaft im letzten Jahr ist der Coach in Buenos Aires nicht unumstritten. Die Argentinier könnten Demichelis bei einem tatsächlichen Bayern-Interesse ziehen lassen.
Der arbeitslose Spanier Julen Lopetegui ist ebenfalls einer der Kandidaten. Der FC Bayern muss sich laut Sky aber mit Premier-League-Klub West Ham United um den früheren Coach von Real Madrid streiten, die den Coach ebenfalls verpflichten wollen.
Zwischen Zinédine Zidane und dem FC Bayern soll es laut der italienischen Sportzeitung Corriere dello Sport bereits Kontakt gegeben haben. Laut Sportbild kommt ein Engagement des dreimaligen Weltfußballers in München aber nicht infrage, weil er einen Verein trainieren wolle, dessen Sprache er beherrsche. Für den Franzosen, der langfristig als designierter Nachfolger von Frankreichs Nationaltrainer Didier Deschamps gilt, wäre ein Engagement in der bayerischen Landeshauptstadt die erste Trainerstation seit seinem Ausscheiden bei Real Madrid 2021. Als Coach der „Königlichen“ gewann er in zwei Amtszeiten unter anderem zweimal die spanische Meisterschaft und dreimal die Champions League.
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Eberl lässt sich bei der Trainersuche nicht in die Karten schauen

Bis auf die klare Aussage zu Klopp ließ sich Eberl bei der Trainersuche des FC Bayern im Interview mit der Sportbild nicht in die Karten schauen. Laut ihm gebe es derzeit keinen Plan A für den Rekordmeister und auf seiner Liste würden einige ungewöhnliche Namen auftauchen. Der Name Sebastian Hoeneß sei nach der Vertragsverlängerung beim VfB Stuttgart von dieser gestrichen worden.

Außerdem erklärte Eberl, dass er sich bei der Suche nicht in Sprache, Alter oder Trainerkarriere einschränken werde, denn dies sei laut ihm ein Fehler. Eins ist jedoch klar: Jürgen Klopp wird nicht der neue Trainer des FC Bayern werden. (jari)

Rubriklistenbild: © IMAGO / Sportimage; IMAGO / MIS

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