Weltmeister im Interview
Podolski nennt neuen Bundestrainer: „Der einzige, der noch was rausreißen kann“
- VonJannek Ringenschließen
Die DFB-Krise bleibt auch in der Sommerpause ein anhaltendes Thema in der Fußballwelt. Jetzt äußert sich Weltmeister Lukas Podolski zu dieser.
Berlin – In der Sommerpause war der ehemalige Nationalspieler Lukas Podolski zu Gast bei der Bild. Dort stand der Weltmeister von 2014 in einem Interview Rede und Antwort und wurde insbesondere zur Krise der Nationalmannschaft befragt. Nebenbei äußerte er sich auch zu seinen weiteren Karriereplänen.
| Lukas Podolski | |
|---|---|
| Geboren: | 04. Juni 1985 (Alter 38 Jahre), Gliwice, Polen |
| Verein: | Gornik Zabrze |
| Länderspiele (Tore): | 130 (49) |
Poldi sieht Ergebniskrise und denkt positiv
Gleich zum Einstieg musste sich Podolski einer Frage zur deutschen Nationalmannschaft stellen. „Aktuell läuft nicht viel rund. Die Ergebnisse fehlen und die Stimmung ist nicht da. Vielleicht tun ein paar Siege gut“, erklärte der Linksfuß die Situation der Mannschaft von Hansi Flick. Es sei eine schwierige Situation, ein Jahr vor der Europameisterschaft im eigenen Land.
Dennoch mahnt der ehemalige Kölner zum Optimismus und spricht aus Erfahrung. „Wir müssen positiv bleiben. Auch wenn es schwer ist, man muss sich freuen auf die EM. Aber rosig sieht es nicht aus“, appellierte der 130-fache Nationalspieler ans Umfeld der Nationalmannschaft und die Fans in Deutschland.
Klopp ist in Podolskis Augen die einzige Alternative
Auf die Frage, ob er noch einmal für die DFB-Elf spielen müsste, entgegnete er, dass viele Leute das Gefühl haben, dass es an Typen mangelt. Auch den Bundestrainer nahm er in die Pflicht: „Hansi wird an Erfolgen gemessen. Wenn er die EM verkackt, wird der DFB die Reißleine ziehen. Man muss gucken, wer dann auf dem Markt ist.“
Podolski wurde direkt auf Jürgen Klopp als potenziellen Nachfolger von Flick angesprochen. „Er ist der Einzige, den ich sehe, der da noch mal was rausreißen kann“, antwortete er trocken. Erst einmal stehe jedoch die Europameisterschaft im eigenen Land im Fokus.
Kane, Kim, Sabitzer, Openda, Gosens: Top-Transfers der Bundesligisten zur Saison 2023/24




Podolski über seine Zukunft
Die Bild versuchte Podolski auch etwas über seine Zukunft zu entlocken. Über die Verlängerung bei seinem Heimatverein Gornik Zabrze sei er sehr glücklich: „Ich habe gerade um zwei Jahre verlängert, weil ich Spaß habe und aus dem Ort komme. Warum soll ich aufgeben, wovon ich immer geträumt habe? Ich habe das Glück, das selber entscheiden zu können.“
Eine Rückkehr in neuer Funktion zum 1. FC Köln sei für ihn immer eine Option. Am Rande eines Testspiels gegen seinen Ex-Club in der vergangenen Woche, sprach der ehemalige Nationalspieler mit FC-Präsident Werner Wolf über die Zukunft. „Wenn ich was machen sollte im Fußball, ist der FC definitiv eine Option“, erklärte er. Erstmal hat er jedoch seinen Vertrag beim polnischen Erstligisten um zwei Jahre verlängert. (jari)
Rubriklistenbild: © IMAGO / Newspix
