Youngster hat Vertrag bis 2027

FC Bayern trifft wohl Entscheidung über Transfer von Florian Wirtz

  • Marcel Schwenk
    VonMarcel Schwenk
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Leverkusen-Star Florian Wirtz dürfte im Sommer einige Begehrlichkeiten wecken. Der FC Bayern hält sich aber wohl aus dem Werben heraus.

München/Leverkusen – Bayer Leverkusen marschiert weiterhin von Sieg zu Sieg und führt die Bundesliga-Tabelle mit deutlichem Vorsprung vor dem FC Bayern an. Da ist es nicht verwunderlich, dass sich reichlich Gerüchte um die Stars der „Werkself“ ranken.

Florian Wirtz ein Kandidat beim FC Bayern?

Neben Trainer Xabi Alonso, der unter anderem als Nachfolger von Thomas Tuchel in München gehandelt wird, wird auch der ein oder andere Spieler bei den ganz großen Vereinen auf dem Wunschzettel stehen. Der vermutlich prominenteste Name ist Florian Wirtz.

Wie jetzt auch sein Coach wurde der offensive Mittelfeldspieler ebenfalls schon mit dem deutschen Rekordmeister in Verbindung gebracht. Wird die Personalie im Sommer-Transferfenster nochmal heiß, falls beim FCB ein größerer Umbruch anstehen sollte?

Einer der begnadetsten Spieler der Bundesliga: Leverkusens Florian Wirtz (mit Ball).

FC Bayern aktuell wohl nicht im Rennen um Florian Wirtz

Laut der Sport Bild eher nicht. An der Säbener Straße soll man davon ausgehen, dass Wirtz um die 130 Millionen Euro kosten wird. Man sehe sich im offensiven Mittelfeld zudem gut aufgestellt, das Geld soll offenbar in andere Positionen investiert werden. Am Rhein sei man darüber nicht traurig, an einen direkten Konkurrenten will man sein Tafelsilber demnach nur ungern abgeben.

Richtig konkret sollen sich aktuell drei Vereine mit Wirtz beschäftigen: Real Madrid, Manchester City und der FC Liverpool. Die „Königlichen“ sollen aber erst 2025 im Mittelfeld aufrüsten wollen, was auch zum Karriereplan von Wirtz passen würde – der sieht seine Zukunft angeblich bis dahin in Leverkusen. Vor allem, falls Alonso bleiben sollte, will der 20-Jährige erst mit Bayer in der Champions League spielen.

Die größten Flop-Transfers des FC Bayern München

Breno, von Januar 2008 bis 2012 beim FC Bayern, 12 Millionen Euro Ablöse, 33 Spiele für den FC Bayern. 
Im Winter 2008 kam der hochtalentierte Innenverteidiger für eine beachtliche Ablösesumme vom FC São Paulo nach München. Schwere Knieverletzungen warfen den Brasilianer immer wieder zurück. Nachdem er unter Alkohol- und Medikamenteneinfluss 2011 sein Haus in Grünwald in Brand setzte, wurde er zu 3 Jahren und 9 Monaten Haft verurteilt. Nach seiner frühzeitigen Haftentlassung kehrte Breno zu seinen Jugendverein São Paulo zurück.
Edson Braafheid, von 2009 bis Januar 2011 beim FC Bayern, 2 Millionen Euro Ablöse, 19 Spiele für den FC Bayern.
Als Wunschtransfer von Louis van Gaal an die Säbener Straße gekommen, fand sich der Niederländer meistens auf der Bank wieder. Wurde 2010 für ein halbes Jahr an Celtic Glasgow verliehen und verließ Anfang 2011 München ablösefrei in Richtung Hoffenheim.
Danijel Pranjić, von 2009 bis 2012 beim FC Bayern, 7,7 Millionen Euro Ablöse, 85 Spiele für den FC Bayern. 
Für eine satte Ablöse wechselte der Kroate vom SC Heerenveen an die Säbener Straße. Genauso wie Braafheid ein Wunschtransfer von Louis van Gaal. Kam Pranjić unter dem Niederländer noch regelmäßig zum Einsatz, änderte sich dies in der Saison 2011/12 unter Jupp Heynckes. Der Vertrag wurde nicht verlängert und der Außenverteidiger verließ ablösefrei den Verein zu Sporting Lissabon. Ein sattes Minusgeschäft für den FC Bayern.
Landon Donovan, von Januar bis März 2009 beim FC Bayern, ausgeliehen, 7 Einsätze (kein Tor) für den FC Bayern.
Ausgeliehen von LA Galaxy während der Klinsmann-Ära, konnte der US-Boy auch im zweiten Anlauf in Deutschland nicht durchstarten (zuvor bei Bayer Leverkusen). Die Verantwortlichen in München waren froh, dass sie keiner festen Verpflichtung zugestimmt hatten und so trennten sich die Wege schnell wieder. In den folgenden Jahren wurde Donovan von Los Angeles zweimal zum FC Everton ausgeliehen. Auch hier blieb es bei Kurzbeschäftigungen.
Die größten Flop-Transfers des FC Bayern München

Gehen Florian Wirtz und Xabi Alonso zusammen nach Liverpool?

Zwar wollte sich der Baske auf der Spieltags-Pressekonferenz vor dem 2:1-Erfolg über Mainz nicht zu seiner Zukunft äußern, mehrere Medien berichten aber über das Interesse der „Reds“ am 42-Jährigen. Sollte sich Alonso tatsächlich zu einem Wechsel an die Anfield Road entscheiden, könnte der LFC auch einen Vorstoß bei Wirtz wagen.

Das gilt angeblich auch für den direkten nationalen Konkurrenten aus Manchester. Die „Citizens“ sollen in Wirtz einen potenziellen Erben für den mittlerweile 33 Jahre alten Kevin de Bruyne sehen. Auch der FC Barcelona und Paris Saint-Germain sollen den Youngster im Visier haben. Die Spanier haben allerdings finanzielle Schwierigkeiten, die französische Liga soll nicht so reizvoll für Wirtz sein.

Aus Leverkusener Sicht positiv: Bayer hat das Heft des Handelns nach wie vor in der Hand, der Vertrag des Top-Talents läuft noch bis zum Sommer 2027. (masc)

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