Vertragsverlängerung oder Abgang?

Eberl greift durch: Ultimatum für Alphonso Davies

  • Sascha Mehr
    VonSascha Mehr
    schließen

Die Personalie Alphonso Davies beschäftigt den FC Bayern München weiterhin. Sportvorstand Max Eberl hat nun ein Ultimatum gestellt.

München – Verlängert er seinen Vertrag oder will er weg? Es ist weiterhin unklar, was Bayern-Außenverteidiger Alphonso Davies plant. Zuletzt kamen immer wieder Gerüchte von einem angebliche Interesse Real Madrids auf. FCB-Sportvorstand Max Eberl äußerte sich in einem Interview mit der Sport Bild dazu klar: „Real Madrid hat sich bei uns nicht gemeldet.“

Verlängert Davies beim FC Bayern oder will er weg?

Der Kanadier steht noch bis 2025 an der Säbener Straße unter Vertrag und soll nach den Bayern-Bossen lieber heute als morgen seinen Vertrag verlängern. „Ich kann sagen: Wir haben Alphonso ein sehr konkretes, wertschätzendes Angebot gemacht. Irgendwann im Leben muss man dann Ja oder Nein sagen“, so Eberl weiter.

Wie die Sport Bild berichtet, will und wird der FC Bayern München das aktuelle Angebot nicht mehr erhöhen. Alphonso Davies soll zwischen 13 und 14 Millionen Euro jährlich verdienen, wenn er seinen Vertrag bis 2029 verlängert. Die Spielerseite fordert dagegen offenbar ein Jahresgehalt in Höhe von 20 Millionen Euro.

Bayern-Sportvorstand Max Eberl.

Sollten Davies und seine Berater nicht von ihrem Gehaltswunsch abrücken, könnten die Münchner tatsächlich die Wechselfreigabe erteilen. Dass ein ablösefreier Abgang nicht im Sinne der FCB-Bosse ist, brachte Eberl bereits bei seinem Amtsantritt zum Ausdruck.

FC Bayern fordert offenbar 70 Millionen Euro für Davies

Nach Bild-Informationen lässt der FC Bayern Davies nur ziehen, wenn ein Verein bereit ist, 70 Millionen Euro Ablöse zu zahlen - was auch dem aktuellen Marktwert des Kanadiers entspricht (laut transfermarkt.de). Ein solcher Transfer würde den teuersten Abgang in der Geschichte der Münchener bedeuten. Es scheint jedoch unwahrscheinlich zu sein, dass ein Verein angesichts des 2025 auslaufenden Vertrags diese Summe bezahlen wird.

Tuchel-Nachfolger beim FC Bayern: Die Kandidaten-Liste in der Übersicht

Der niederländische Coach Erik ten Hag ist bei seinem aktuellen Klub Manchester United nicht unumstritten. Es ist möglich, dass sich beide Parteien im Sommer trennen. Laut Ex-Profi und Insider Jan Aage Fjörtoft scheint sogar ein Trainertausch mit FCB-Noch-Coach Tuchel nicht ausgeschlossen, wie der Norweger auf X schreibt.
Der frühere Bayern-Profi und spätere Reserve-Coach Martín Demichelis wird immer wieder von Experten als mögliche Übergangslösung auf der Trainerbank genannt, die im Erfolgsfall zur Dauerlösung werden könnte. Demichelis trainiert aktuell den argentinischen Spitzenklub River Plate. Trotz einiger Erfolge und der Meisterschaft im letzten Jahr ist der Coach in Buenos Aires nicht unumstritten. Die Argentinier könnten Demichelis bei einem tatsächlichen Bayern-Interesse ziehen lassen.
Der arbeitslose Spanier Julen Lopetegui ist ebenfalls einer der Kandidaten. Der FC Bayern muss sich laut Sky aber mit Premier-League-Klub West Ham United um den früheren Coach von Real Madrid streiten, die den Coach ebenfalls verpflichten wollen.
Zwischen Zinédine Zidane und dem FC Bayern soll es laut der italienischen Sportzeitung Corriere dello Sport bereits Kontakt gegeben haben. Laut Sportbild kommt ein Engagement des dreimaligen Weltfußballers in München aber nicht infrage, weil er einen Verein trainieren wolle, dessen Sprache er beherrsche. Für den Franzosen, der langfristig als designierter Nachfolger von Frankreichs Nationaltrainer Didier Deschamps gilt, wäre ein Engagement in der bayerischen Landeshauptstadt die erste Trainerstation seit seinem Ausscheiden bei Real Madrid 2021. Als Coach der „Königlichen“ gewann er in zwei Amtszeiten unter anderem zweimal die spanische Meisterschaft und dreimal die Champions League.
Tuchel-Nachfolger beim FC Bayern: Die Kandidaten-Liste in der Übersicht

Vor allem der spanische Top-Klub Real Madrid gilt seit geraumer Zeit als interessiert am Linksverteidiger. Vor rund einer Woche tauchten Meldungen auf, wonach sich die Spielerseite und die „Königlichen“ bereits einig sein sollen. Die dementierte Davies-Berater Nedal Huoseh gegenüber Fabrizio Romano, gab aber auch an, dass man „alle Zukunftsoptionen prüfen“ werde. (smr)

Rubriklistenbild: © IMAGO/ULMER