Seit 2021 ohne Amt

Bayern-Fans werden genau hinhören: Zidane spricht über mögliches Trainer-Comeback

  • Alexander Kaindl
    VonAlexander Kaindl
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Zinédine Zidane gilt als einer der begehrtesten Trainer auf dem Markt. Auch beim FC Bayern München wird er gehandelt. Nun hat er über seine Zukunft gesprochen.

München – Die Tage von Thomas Tuchel beim FC Bayern München sind gezählt. Der aktuelle Trainer wird die sportlichen Geschicke des deutschen Rekordmeisters noch bis zum 30. Juni 2024 leiten. Danach wird man sich trennen – das bestätigten die Münchner am 21. Februar.

Zinédine Zidane als Trainer beim FC Bayern München? Viele namhafte Kandidaten

Seitdem wird wild über die Nachfolge von Tuchel spekuliert. Wer übernimmt den Posten? Zunächst einmal hat der FC Bayern mit Max Eberl einen neuen Sportvorstand vorgestellt, der sich bei seiner ersten Pressekonferenz prompt zum gewünschten Profil des künftigen Coaches geäußert hat.

Aktuell wird Xabi Alonso als heißer Kandidat gehandelt, Lothar Matthäus hingegen könnte sich Sebastian Hoeneß gut bei den Bayern vorstellen. Und was ist mit Zinédine Zidane? Der Name der französischen Fußball-Legende wurde ebenfalls schon in den Kandidaten-Topf geworfen.

Gilt als einer der elegantesten Fußballer aller Zeiten: Zinédine Zidane. Wird er Trainer des FC Bayern?

Bayern-Fans werden genau hinhören: Zidane spricht über mögliches Trainer-Comeback

Nun hat der Welt- und Europameister von 1998 und 2000 erstmals öffentlich Stellung zu den Trainer-Gerüchten rund um seine Person bezogen. Dabei hat er eine Rückkehr ins Geschäft angekündigt. Die Bayern-Fans, die sich Zidane als Trainer wünschen, werden die Aussagen sicherlich mit Wohlwollen vernommen haben. Aber: Explizit über ein Engagement in München hat Zidane nicht gesprochen.

„Im Moment mache ich andere Dinge, mal sehen, aber ich bin sicher, dass ich wieder auf der Bank sitzen werde. Das würde ich gerne machen“, sagte der 51-Jährige am Montagabend zu Sky Sport Italia am Rande einer Veranstaltung in Rom.

Zidane kündigt Trainer-Comeback an: „Alles kann passieren“

Auf die Frage, ob er bald in Italien sein Comeback als Trainer feiern würde, sagte Zidane: „Warum nicht? Alles kann passieren.“ Zidane trainierte zuletzt bis 2021 Real Madrid. Mit den Königlichen hatte er als Coach große Erfolge gefeiert, holte unter anderem dreimal die Champions League, zweimal die spanische Meisterschaft und zweimal den Pokal.

Seitdem gibt es immer wieder Spekulationen über ein Trainer-Comeback bei verschiedenen Vereinen. Etwa beim englischen Premier-League-Klub FC Chelsea, bei seinem Ex-Klub Juventus Turin, als französischer Nationaltrainer – oder eben beim FC Bayern.

Tuchel-Nachfolger beim FC Bayern: Die Kandidaten-Liste in der Übersicht

Der niederländische Coach Erik ten Hag ist bei seinem aktuellen Klub Manchester United nicht unumstritten. Es ist möglich, dass sich beide Parteien im Sommer trennen. Laut Ex-Profi und Insider Jan Aage Fjörtoft scheint sogar ein Trainertausch mit FCB-Noch-Coach Tuchel nicht ausgeschlossen, wie der Norweger auf X schreibt.
Der frühere Bayern-Profi und spätere Reserve-Coach Martín Demichelis wird immer wieder von Experten als mögliche Übergangslösung auf der Trainerbank genannt, die im Erfolgsfall zur Dauerlösung werden könnte. Demichelis trainiert aktuell den argentinischen Spitzenklub River Plate. Trotz einiger Erfolge und der Meisterschaft im letzten Jahr ist der Coach in Buenos Aires nicht unumstritten. Die Argentinier könnten Demichelis bei einem tatsächlichen Bayern-Interesse ziehen lassen.
Der arbeitslose Spanier Julen Lopetegui ist ebenfalls einer der Kandidaten. Der FC Bayern muss sich laut Sky aber mit Premier-League-Klub West Ham United um den früheren Coach von Real Madrid streiten, die den Coach ebenfalls verpflichten wollen.
Zwischen Zinédine Zidane und dem FC Bayern soll es laut der italienischen Sportzeitung Corriere dello Sport bereits Kontakt gegeben haben. Laut Sportbild kommt ein Engagement des dreimaligen Weltfußballers in München aber nicht infrage, weil er einen Verein trainieren wolle, dessen Sprache er beherrsche. Für den Franzosen, der langfristig als designierter Nachfolger von Frankreichs Nationaltrainer Didier Deschamps gilt, wäre ein Engagement in der bayerischen Landeshauptstadt die erste Trainerstation seit seinem Ausscheiden bei Real Madrid 2021. Als Coach der „Königlichen“ gewann er in zwei Amtszeiten unter anderem zweimal die spanische Meisterschaft und dreimal die Champions League.
Tuchel-Nachfolger beim FC Bayern: Die Kandidaten-Liste in der Übersicht

Zidane spricht weder Deutsch noch Englisch – unüberwindbare Hürde für Bayern-Job?

Seine fehlenden Deutsch- und Englischkenntnisse werden Zidane (Französisch, Italienisch, Spanisch) immer wieder negativ ausgelegt, wenn es um einen Job in Deutschland oder England geht. Bayern-Sportvorstand Eberl erklärte bei seiner Antritts-PK, dass die Sprache kein Ausschlusskriterium sei. Der neue Coach solle aber schon Deutsch oder Englisch sprechen können. (akl/dpa)

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