Abschied nach über zwölf Jahren

„Einer der letzten Typen“: Netz huldigt scheidenden Freiburg-Coach Streich

  • Marcel Schwenk
    VonMarcel Schwenk
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Christian Streich hat offiziell das Ende seiner Zeit als Trainer des SC Freiburg verkündet, er hört nach der Saison auf. Das Netz verneigt sich.

Freiburg – Im Breisgau ticken die Uhren ein wenig anders. Zumindest, was den dort ansässigen SC Freiburg betrifft. Hatte so mancher Klub in den vergangenen Jahren mehrere Trainer in einer Spielzeit, hielt sich Christian Streich mehr als zwölf Jahre als Coach der ersten Mannschaft.

Christian Streich hört in Freiburg auf: Viele Bundesliga-Konkurrenten zollen Respekt

Rund zwei Monate bleiben ihm noch, bevor damit endgültig Schluss ist. Zum Saisonende scheidet Streich in Freiburg aus, wie er in einer Videobotschaft am Montagvormittag (18. März) verkündete. Bereits am Wochenende waberten Gerüchte durch die Medien, wonach der 58-Jährige seinen auslaufenden Vertrag nicht verlängern werde.

Welchen Stellenwert Streich nicht nur bei „seinem“ SC, sondern auch bei anderen Klubs genießt, wird auf X schnell deutlich. Unter dem Post des SC Freiburg zollten mehrere Vereine Respekt, darunter der SV Werder Bremen, der FC Augsburg, Mainz 05, Darmstadt 98 und Union Berlin.

Hört zum Saisonende beim SC Freiburg auf: Trainer Christian Streich.

Netz huldigt Freiburg-Ikone Streich: „Einer der letzten Typen“

„Ein großer Trainer und Mensch verlässt die Bundesliga-Bühne. Auch wir verneigen uns vor dieser Karriere: Alles Gute für die Zukunft, Christian“, schrieben beispielsweise die „Eisernen“, die Rheinhessen reagierten mit: „Respekt für diese Karriere und alles Gute für die Zeit danach. Danke für die emotionalen Duelle. Wir freuen uns auf das letzte am 30. Spieltag.“

Auch bei diversen Userinnen und Usern schlug die Verkündung hohe Wellen. „Respekt vor seiner Gesamtleistung. Er hat mit Freiburg alles erreicht, was möglich ist. Wenn nicht sogar mehr. Er ist einer der letzten Typen“, so ein Beitrag.

Hätten Sie‘s gewusst? 20 Fußball-Stars mit überraschenden Karriere-Stationen

Diego Maradona: Der Argentinier (Weltmeister 1978) feierte seine größten Erfolge auf Vereinsebene mit dem SSC Neapel. Für die Süditaliener spielte „die Hand Gottes“ von 1984 bis 1991. Die Erfolgsgeschichte endete unrühmlich. Maradona wurde des Kokain-Konsums überführt und von der italienischen Liga für 15 Monate gesperrt. Danach schaffte er es zurück in den Profi-Fußball. Im Sommer 1992 schloss sich Maradona dem FC Sevilla an.
Rafael van der Vaart: Von seinem Jugend-Verein Ajax Amsterdam kam van der Vaart 2005 zum Hamburger SV. Sechs Jahre spielte der Niederländer an der Elbe. Nach jeweils zwei Jahren bei Real Madrid und Tottenham Hotspur sowie weiteren Stationen schloss sich van der Vaart kurz vor dem Ende seiner Karriere Esbjerg fB in Dänemark an.
Torsten Frings: Bei Werder Bremen wurde der gebürtige Westfale zum Bundesliga-Profi, 1999 gewann Frings mit den Grün-Weißen den DFB-Pokal. Später spielte er für Borussia Dortmund (2002-2004) und den FC Bayern. Frings‘ Herzensclub sollte Bremen werden, nach nur einem Jahr in München kehrte er 2005 an die Weser zurück. Von 2011 bis 2023 ließ Frings seine Karriere beim FC Toronto in Kanada ausklingen.
Ailton im Trikot vom FC Oberneuland
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Ex-Freiburg-Profi Nils Petersen „verneigt“ sich vor langjährigem Trainer Streich

In einem weiteren heißt es: „Ich bin so dankbar dafür, dass ich mit einer Bundesliga groß werden durfte, in der Christian Streich immer eine tragende Rolle gespielt hat. Eine der großartigsten Persönlichkeiten unseres Sports und dazu noch ein verdammt guter Fußballlehrer. Respekt und Ade.“

Mit Ex-Profi Nils Petersen, der laut transfermarkt.de 277 Spiele unter Streich bestritt, meldete sich auch ein langjähriger Wegbegleiter zu Wort. Auf Instagram postete der ehemalige Stürmer mehrere Fotos von den beiden und versah diese mit den Worten: „Ich sage danke und verneige mich.“ Wie so viele andere auch. (masc)

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