Ex-Nationalspieler

Boateng spricht über geplatzten Bayern-Transfer und Abwehr-Probleme im DFB-Team

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Der ehemalige DFB- und Bayern-Star Jérôme Boateng äußert sich über die geplatzte Rückkehr zum FCB und die Sorgen der Nationalmannschaft.

München – Vor ein paar Wochen gab es die überraschende Meldung, dass Jérôme Boateng am Mannschaftstraining des FC Bayern teilnimmt und der deutsche Rekordmeister darüber nachdenkt, den Ex-Nationalspieler zu verpflichten. Am Ende entschieden sich die Verantwortlichen aber gegen eine Rückkehr des Abwehrspielers, der bereits von 2011 bis 2021 beim FCB unter Vertrag stand.

Ex-Bayern-Star Boateng will ins Ausland

Einen Groll hegt Boateng aber nicht, wie er im Interview mit dem Kicker-Sportmagazin bestätigte: „Im Gegenteil. Ich bin dankbar, dass ich mittrainieren und mich beweisen durfte. Das wird sich in Zukunft vielleicht noch für mich auszahlen. Aber ich kann sagen, dass ich es gerne gemacht hätte.“

Er verrät, dass man ihn wohl nicht mehr in der Bundesliga sehen wird. „Ich sehe mich künftig eher im Ausland, nachdem es mit dem FC Bayern nicht geklappt hat, gerne schon ab der Rückrunde. Italien, Spanien, ich bin für vieles offen. Ich habe in den Trainingsspielen beim FC Bayern gemerkt, dass ich vom Niveau her noch mithalten kann, will spielen und in den Rhythmus kommen. Dann kann ich noch vielen Mannschaften weiterhelfen und bin motiviert, meine Trophäensammlung weiter auszubauen. Das war immer mein Anspruch, bei jedem Verein, Titel zu holen“, so Boateng.

Jérôme Boateng.

„Ich bin mental und körperlich auf einem hohen Level, zwei, drei oder vier Jahre, wenn es geht. Solange ich mich halt nicht über den Platz schleppen muss oder Schmerzen habe. Auf welchem Niveau das dann ist, muss man sehen. Wenn es nicht mehr geht, muss und werde ich so ehrlich sein“, schildert der Weltmeister von 2014 seine Pläne für die Zukunft.

Ex-Nationalspieler Boateng glaubt an erfolgreiche Heim-EM

Seinem Ex-Klub FC Bayern München traut er in der Champions League einiges zu, wie er im Gespräch mit dem Kicker-Sportmagazin verrät: „Die Gruppenphase war gut, nicht überragend, vor allem aber kein Gradmesser. Ab dem Achtelfinale wird es spannend. Manchester City steht wohl etwas über allen anderen, dann kommen Real Madrid, der FC Bayern und vielleicht der FC Arsenal.“

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Für die EM 2024 sieht Boateng alles andere als schwarz und glaubt auch daran, dass sich das Defensivverhalten der DFB-Elf bis Juni zum Positiven verändert hat: „Ich finde, die Mannschaft als Ganzes kann und muss den Turnaround mit Julian Nagelsmann schaffen, es liegt nicht immer nur an der Abwehr. Generell sollte es eine Ehre sein, für sein Land zu spielen. Dazu gehören Engagement, Mentalität und die nötige Klasse. Das sportliche Tal dauert schon viel zu lange, aber ich glaube an eine starke EM im eigenen Land.“ (smr)

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