Nun auch offiziell

An ganz besonderem Ort: Thomas Müller verkündet DFB-Rücktritt in emotionalem Video

  • Marius Epp
    VonMarius Epp
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Bayern-Star Thomas Müller beendet nach 131 Länderspielen und dem EM-Aus seine Karriere im DFB-Team. Er verkündet es selbst.

Update vom 15. Juli, 10.25 Uhr: In den vergangenen Tagen berichtete es schon die Bild-Zeitung, nun macht er es selbst offiziell: Thomas Müller beendet seine Karriere als Nationalspieler. Der Bayern-Star teilte ein Video in den sozialen Medien, bei dem er seinen Rücktritt in emotionalen Worten verkündete.

Und das an einem ganz besonderen Ort: Auf dem Sportplatz seines Heimatorts Pähl in Oberbayern. „Hier in Pähl, auf diesem Sportplatz, hat alles begonnen“, beginnt er sein Statement. „Nach 131 Länderspielen und 45 Toren sage ich dem Adler heute Servus.“

Karriereende von Thomas Müller? DFB soll von nichts gewusst haben

Update vom 10. Juli, 14.39 Uhr: Thomas Müller beendet nach Informationen der Bild-Zeitung seine Karriere in der deutschen Nationalmannschaft. Der DFB soll davon aber nichts gewusst haben.

Wie der kicker knapp zwei Stunden nach der ursprünglichen Meldung schrieb, sei der DFB von dieser Nachricht überrascht worden. „Dem Verband ist bisher weder eine Entscheidung bekannt geworden, noch wurde eine entsprechende Erklärung vorbereitet“, heißt es beim Sportmagazin.

Thomas Müller beendet wohl DFB-Karriere

Erstmeldung vom 10. Juli, 12.44 Uhr: München – Thomas Müller zieht nach Informationen der Bild-Zeitung einen Schlussstrich unter seine erfolgreiche DFB-Karriere.

EM 2024: Thomas Müller zieht wohl Schlussstrich unter DFB-Karriere

Das berichtete das Medium am Mittwochmittag (10. Juli), eine Bestätigung vom DFB oder dem Bayern-Star selbst stand zunächst noch aus. Damit war die bittere Niederlage im EM-Viertelfinale gegen Spanien (1:2 n. V.) vermutlich das letzte Spiel des 34-Jährigen in der Nationalmannschaft.

Schon nach dem letzten DFB-Spiel bei der EM 2024 dachte Müller offen über einen Rückzug aus der Nationalmannschaft nach. „Realistisch betrachtet ist es schon möglich, dass das mein letztes Länderspiel gewesen ist“, so Müller.

Beendet wohl seine DFB-Karriere: Thomas Müller.

Thomas Müller spielte 131 Mal für das DFB-Team

Sein Debüt feierte der gebürtige Weilheimer im März 2010 bei der 0:1-Niederlage im Testspiel gegen Argentinien. Nur wenige Monate später wurde die komplette Fußballwelt auf Müller aufmerksam.

Bei der WM 2010 in Südafrika lieferte der Stürmer mit fünf Toren und drei Assists mächtig ab und wurde WM-Torschützenkönig. Mit Ausnahme des Halbfinals gegen Spanien, bei dem er aufgrund einer Gelbsperre zuschauen musste, stand er in jeder Partie von Beginn an auf dem Platz.

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Größter DFB-Erfolg von Thomas Müller bei der WM 2014 in Brasilien

Vier Jahre später feierte er gemeinsam mit Manuel Neuer, Bastian Schweinsteiger und Co. den vielleicht größten Erfolg seiner gesamten Karriere.

In Brasilien krönte sich die DFB-Elf zum Weltmeister, Müller spielte auch dort eine Schlüsselrolle. Wie schon 2010 steuerte er fünf Treffer sowie drei Vorlagen bei, dieses Mal durfte er den Pokal aber in den Händen halten.

Nagelsmanns Vorgänger: Das sind alle deutschen Fußball-Bundestrainer

Der neue Bundestrainer Julian Nagelsmann vor einem Bundesliga-Spiel des FC Bayern
Hansi Flick: Bundestrainer 2021 bis 2023; 25 Spiele (12 Siege, 7 Remis, 6 Niederlagen)
Joachim Löw: Bundestrainer 2006 bis 2021; 198 Spiele (124 Siege, 40 Remis, 34 Niederlagen); Weltmeister-Trainer 2014
Jürgen Klinsmann: Bundestrainer 2004 bis 2006; 34 Spiele (20 Siege, 8 Remis, 6 Niederlagen)
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Thomas Müller auf Platz drei der DFB-Rekordspieler

Welche Rolle Müller in den vergangenen anderthalb Jahrzehnten für die deutsche Nationalmannschaft spielte, belegen auch seine Gesamtstatistiken eindrucksvoll.

Nur zwei Spieler standen häufiger im Trikot mit dem Adler auf der Brust auf dem Rasen. Lothar Matthäus ist mit 150 Länderspielen Rekord-Nationalspieler, dahinter folgen Miroslav Klose (137) und eben Müller mit 131 Partien. In denen lieferte er insgesamt 86 Scorerpunkte (45 Tore, 41 Vorlagen). (masc)

Rubriklistenbild: © YouTube/Thomas Müller