Insider spricht von „Traumziel“

Araújo und der FC Bayern: Neue Details aus Telefonat mit Tuchel und Freund sickern durch

  • Stefan Schmid
    VonStefan Schmid
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Der FC Bayern lässt im Kampf um Ronald Araújo wohl die finanziellen Muskeln spielen. Tuchel soll in einem Telefonat bereits auf den 24-Jährigen eingewirkt haben.

Update vom 12. Dezember, 14.50 Uhr: Der Kampf des FC Bayern um Wunsch-Verteidiger Ronald Araújo scheint unvermindert weiterzugehen. Zuletzt berichtete Sky über ein Telefonat, dass Thomas Tuchel und Sportdirektor Christoph Freund mit dem 24-Jährigen geführt haben sollen.

Sky-Reporter Florian Plettenberg will nun weitere Details erfahren haben, die er auf X teilt: In einem respektvollen Gespräch hätten Tuchel und Freund dem Uruguayer demnach sehr eindringlich und motivierend einen Wechsel in die bayerische Landeshauptstadt nahegelegt. Araujo soll gar das „Traumziel“ des FC Bayern sein.

Laut dem Transferexperten scheint der Wechsel im kommenden Winter-Transfer jedoch unwahrscheinlich. Als sicher gelte jedoch, dass Tuchel und Freund die Personalie ähnlich wie bei Harry Kane und Sadio Mané nicht aufgeben werden.

Angeblich hat Tuchel ihm seine angedachte Rolle im Kader bereits verraten. Dort solle er in erster Linie als Innenverteidiger eingesetzt werden, gelegentlich jedoch auch als Rechtsverteidiger.

Soll bereits mit Thomas Tuchel Kontakt gehabt haben: Ronald Araújo vom FC Barcelona.

Tuchel-Telefonat mit Barca-Star? Bayern wohl zu Monster-Ablöse bereit

Erstmeldung vom 9. Dezember: München – Schon im Sommer griff der FC Bayern München für die Verpflichtung von Harry Kane tief in die Taschen. Ein Vorgang, den der Verein trotz des viel zitierten dick gefüllten Festgeldkontos nicht unendlich wiederholen kann. Dem Vernehmen nach ist man bereit, für Ronald Araújo vom FC Barcelona erneut viel Geld auf den Tisch zu legen.

Fraglich allerdings ist, ob sich sowohl die Verantwortlichen in Barcelona als auch Araújo selbst überzeugen lassen. Beide Parteien sollen weniger an einem Deal mit dem FC Bayern interessiert sein, auch wenn es wohl bereits zu einem Telefonat gekommen ist.

Vergangene Saison schon in der Champions League in München zu Gast, will ihn Thomas Tuchel bald dauerhaft in der Allianz Arena sehen.

Tuchel und Bayern weiter hartnäckig an Araújo dran

Schon Ende November wurde erstes Interesse der Bayern am uruguayischen Nationalspieler Araújo bekannt. Zu diesem Zeitpunkt schien es jedoch dabei zu bleiben. Kein Interesse des Spielers am deutschen Rekordmeister, so die Gerüchteküche.

Kurz vor dem Bayern-Spiel bei Eintracht Frankfurt gab es dann aber neue Meldungen. Florian Plettenberg, Sky-Reporter und Transferexperte, twitterte, dass es am Freitag (8. Dezember) ein Telefonat zwischen dem Spieler und Tuchel sowie FCB-Sportdirektor Christoph Freund gegeben haben soll.

Offenbar sind die Bayern bereit, viel Geld für den 24-Jährigen auf den Tisch zu legen. Tuchel soll gegenüber dem Innenverteidiger klargemacht haben, dass er ihn unbedingt im Team haben wolle – egal was es koste, egal ob im Sommer oder bereits im Winter.

Die größten Flop-Transfers des FC Bayern München

Breno, von Januar 2008 bis 2012 beim FC Bayern, 12 Millionen Euro Ablöse, 33 Spiele für den FC Bayern. 
Im Winter 2008 kam der hochtalentierte Innenverteidiger für eine beachtliche Ablösesumme vom FC São Paulo nach München. Schwere Knieverletzungen warfen den Brasilianer immer wieder zurück. Nachdem er unter Alkohol- und Medikamenteneinfluss 2011 sein Haus in Grünwald in Brand setzte, wurde er zu 3 Jahren und 9 Monaten Haft verurteilt. Nach seiner frühzeitigen Haftentlassung kehrte Breno zu seinen Jugendverein São Paulo zurück.
Edson Braafheid, von 2009 bis Januar 2011 beim FC Bayern, 2 Millionen Euro Ablöse, 19 Spiele für den FC Bayern.
Als Wunschtransfer von Louis van Gaal an die Säbener Straße gekommen, fand sich der Niederländer meistens auf der Bank wieder. Wurde 2010 für ein halbes Jahr an Celtic Glasgow verliehen und verließ Anfang 2011 München ablösefrei in Richtung Hoffenheim.
Danijel Pranjić, von 2009 bis 2012 beim FC Bayern, 7,7 Millionen Euro Ablöse, 85 Spiele für den FC Bayern. 
Für eine satte Ablöse wechselte der Kroate vom SC Heerenveen an die Säbener Straße. Genauso wie Braafheid ein Wunschtransfer von Louis van Gaal. Kam Pranjić unter dem Niederländer noch regelmäßig zum Einsatz, änderte sich dies in der Saison 2011/12 unter Jupp Heynckes. Der Vertrag wurde nicht verlängert und der Außenverteidiger verließ ablösefrei den Verein zu Sporting Lissabon. Ein sattes Minusgeschäft für den FC Bayern.
Landon Donovan, von Januar bis März 2009 beim FC Bayern, ausgeliehen, 7 Einsätze (kein Tor) für den FC Bayern.
Ausgeliehen von LA Galaxy während der Klinsmann-Ära, konnte der US-Boy auch im zweiten Anlauf in Deutschland nicht durchstarten (zuvor bei Bayer Leverkusen). Die Verantwortlichen in München waren froh, dass sie keiner festen Verpflichtung zugestimmt hatten und so trennten sich die Wege schnell wieder. In den folgenden Jahren wurde Donovan von Los Angeles zweimal zum FC Everton ausgeliehen. Auch hier blieb es bei Kurzbeschäftigungen.
Die größten Flop-Transfers des FC Bayern München

Lässt Barcelona die Bayern wegen Araújo abblitzen?

Vor dem Spiel gegen die Eintracht ließ Tuchel sich jedenfalls auf nichts ein. Eine Nachfrage bezüglich des kolportierten Telefonats blockte er ab: „Das werde ich in keine Richtung kommentieren. Ich habe auch mit meiner Mutter telefoniert, da war keine Meldung.“

Momentan scheint auch so wenig für einen Transfer von Araújo an die Säbener Straße zu sprechen. Im Gegenteil, denn beim FC Barcelona soll gerade ein neues Arbeitspapier für den jetzt schon bis 2026 gebundenen Uruguayer vorbereitet werden. Zudem soll Araújo laut Transferexperte Fabrizio Romano in der katalanischen Hauptstadt sehr glücklich sein.

Gut möglich, dass sich die Bayern schon wieder eine Abfuhr in den Bemühungen um einen neuen Defensiv-Star einfangen. (sch)

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