Trotz 8:0 gegen Darmstadt

Hamann teilt schon wieder gegen Tuchel und die Bayern aus: Nächste Episode im Kritik-Feuerwerk

  • Alexander Kaindl
    VonAlexander Kaindl
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Dietmar Hamann gilt als der derzeit größte Kritiker des FC Bayern München. Nun hat er wieder gegen den Rekordmeister und Trainer Thomas Tuchel ausgeteilt.

München – Das Kritik-Feuerwerk brennt weiter: Dietmar Hamann hat einmal mehr gegen den FC Bayern München und Trainer Thomas Tuchel geschossen. Der FCB-Coach hatte bei der Spieltags-Pressekonferenz vor dem Duell gegen Darmstadt bereits knallhart auf die ursprünglichen Aussagen des Sky-Experten reagiert – nun hat Hamann einmal mehr geantwortet.

Hamann teilt schon wieder gegen Tuchel und die Bayern aus: Nächste Episode im Kritik-Feuerwerk

Obwohl die Bayern den SV Darmstadt mit 8:0 besiegten und Harry Kane dabei ein Traumtor gelang, positionierte sich der ehemalige Nationalspieler einmal mehr sehr deutlich. „Die Ergebnisse stimmen, aber der Fußball ist nicht gut“, sagte Hamann bei Sky90. Die erste Halbzeit beim 3:1-Sieg der Bayern in der Champions League bei Galatasaray Istanbul bewertete der 50-Jährige als „unterirdisch“, in besagtem Bundesliga-Spiel gegen Darmstadt habe der Aufsteiger in der ersten Halbzeit mehr Pässe gespielt.

„Wenn sie gegen einen besseren Gegner spielen, vielleicht schon nächste Woche, dann bist du 2:0 oder 3:0 hinten“, meinte Hamann. Am Samstag gastiert der Rekordmeister zum Topspiel bei Borussia Dortmund. Vor dem Klassiker erneuerte Hamann auch seine Zweifel an der Arbeit von Tuchel in München. „Eine Liebesbeziehung ist es oder wird es, glaube ich, nicht mehr. Es ist ein Zweckbündnis, seit er da ist. Dass sie Meister wurden, sage ich mal überspitzt, da konnten sie wenig dafür“, sagte der frühere Bayern-Mittelfeldspieler.

Ob drei Mal überhaupt noch ausreicht? Didi Hamann (l.) hat den FC Bayern München und Trainer Thomas Tuchel einmal mehr kritisiert.

Hamann erneuert Tuchel-Kritik und bezeichnet Kimmich als „wandelnde Verunsicherung“

Kritisch sieht Hamann den Umgang mit Nationalspieler Joshua Kimmich, der gegen Darmstadt schon früh Rot gesehen hatte. Kimmich sei „die wandelnde Verunsicherung“, sagte Hamann. „Der Junge wurde in acht Monaten demontiert vom Stammspieler in München, vom Spieler, den Guardiola vielleicht im Sommer nach Manchester holen wollte. Jetzt hört man schon Stimmen, dass sie froh sind, dass er nächste Woche nicht spielen kann“, erklärte der TV-Experte.

Tuchel hatte vor dem Spiel gegen Darmstadt auf die Dauerattacken von Hamann gelassen reagiert. „Didi läuft gerade ein bisschen aus dem Ruder, habe ich das Gefühl, und ist auf der anderen Seite ganz sicher nicht wichtig genug, dass wir uns darum kümmern, reagieren oder uns ärgern lassen“, sagte der Bayern-Trainer. Hamann reagierte darauf wie folgt: „Ich habe kein Problem mit ihm. Wenn ich ihn mal sehe, werden wir uns mit Sicherheit die Hand schütteln.“

Die größten Flop-Transfers des FC Bayern München

Breno, von Januar 2008 bis 2012 beim FC Bayern, 12 Millionen Euro Ablöse, 33 Spiele für den FC Bayern. 
Im Winter 2008 kam der hochtalentierte Innenverteidiger für eine beachtliche Ablösesumme vom FC São Paulo nach München. Schwere Knieverletzungen warfen den Brasilianer immer wieder zurück. Nachdem er unter Alkohol- und Medikamenteneinfluss 2011 sein Haus in Grünwald in Brand setzte, wurde er zu 3 Jahren und 9 Monaten Haft verurteilt. Nach seiner frühzeitigen Haftentlassung kehrte Breno zu seinen Jugendverein São Paulo zurück.
Edson Braafheid, von 2009 bis Januar 2011 beim FC Bayern, 2 Millionen Euro Ablöse, 19 Spiele für den FC Bayern.
Als Wunschtransfer von Louis van Gaal an die Säbener Straße gekommen, fand sich der Niederländer meistens auf der Bank wieder. Wurde 2010 für ein halbes Jahr an Celtic Glasgow verliehen und verließ Anfang 2011 München ablösefrei in Richtung Hoffenheim.
Danijel Pranjić, von 2009 bis 2012 beim FC Bayern, 7,7 Millionen Euro Ablöse, 85 Spiele für den FC Bayern. 
Für eine satte Ablöse wechselte der Kroate vom SC Heerenveen an die Säbener Straße. Genauso wie Braafheid ein Wunschtransfer von Louis van Gaal. Kam Pranjić unter dem Niederländer noch regelmäßig zum Einsatz, änderte sich dies in der Saison 2011/12 unter Jupp Heynckes. Der Vertrag wurde nicht verlängert und der Außenverteidiger verließ ablösefrei den Verein zu Sporting Lissabon. Ein sattes Minusgeschäft für den FC Bayern.
Landon Donovan, von Januar bis März 2009 beim FC Bayern, ausgeliehen, 7 Einsätze (kein Tor) für den FC Bayern.
Ausgeliehen von LA Galaxy während der Klinsmann-Ära, konnte der US-Boy auch im zweiten Anlauf in Deutschland nicht durchstarten (zuvor bei Bayer Leverkusen). Die Verantwortlichen in München waren froh, dass sie keiner festen Verpflichtung zugestimmt hatten und so trennten sich die Wege schnell wieder. In den folgenden Jahren wurde Donovan von Los Angeles zweimal zum FC Everton ausgeliehen. Auch hier blieb es bei Kurzbeschäftigungen.
Die größten Flop-Transfers des FC Bayern München

Didi Hamann geriet auch schon mit Jürgen Klopp aneinander

Der einstige Mittelfeldmann sorgt mit seinen kritischen Aussagen immer wieder für Schlagzeilen. Jürgen Klopp kann davon ein Liedchen singen. Hamann und der Liverpool-Trainer haben ebenfalls schon die eine oder andere Fehde hinter sich. (akl/dpa)

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