Überraschende EM-Voraussage

Supercomputer sagt EM-Sieger voraus: Überraschendes Ergebnis

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Bei laufenden EM 2024 gibt es mehrere Favoriten. Nach Ende der Gruppenphase hat ein Supercomputer den kommenden Titelträger vorausgesagt.

München – Die Gruppenphase der EM 2024 in Deutschland ist Geschichte und hatte gleich mehrere Überraschungen parat. Beispielsweise mussten die Kroaten und Serben bereits die Koffer packen, Georgien konnte sich dafür ein Ticket fürs Achtelfinale sichern. Außerdem schwächelten mit Frankreich, England und der Niederlande gleich mehrere Mitfavoriten auf den Titel. Ein Supercomputer hat nun aber vorausgesagt, dass eine dieser Nationen den EM-Titel gewinnen wird.

Supercomputer errechnet England als EM-Sieger

Der Supercomputer ‚BETSiE‘ hat auf dem Online-Portal Wettbasis.com England als kommenden Europameister berechnet. Doch wie kommt er zu der Berechnung? „Der Algorithmus simuliert das Turnier 100.000-Mal, basierend auf Toren und Gegentoren, abgegebenen und erhaltenen Schüssen, sowie jenen aufs Tor. Des Weiteren bezieht ‚BETSiE‘ auch den xG-Wert heran. Dabei werden alle bisherigen Spielergebnisse der Saison über alle Wettbewerbe berücksichtigt“, heißt es bei Wettbasis.com.

Nach den Leistungen aus der Vorrunde kommt das durchaus überraschend. Die Engländer sind zwar als einer der großen Favoriten in die EM 2024 gestartet, konnten den Erwartungen aber nicht gerecht werden. Nach einem knappen 1:0-Sieg gegen Serbien, gab es ein 1:1 gegen Dänemark und ein 0:0 gegen Slowenien. In allen Partien spielten die „Three Lions“ unter ihren Möglichkeiten, wofür Nationaltrainer Gareth Southgate heftige Kritik einstecken musste.

Wer holt sich den EM-Pokal? Ein Supercomputer nennt England als größten Favoriten.

Hinter England liegen bei den Berechnungen des Supercomputers Deutschland, Frankreich und Portugal auf den Plätzen zwei bis vier – allerdings mit großem Abstand zu den Briten. Während für England eine Titelwahrscheinlichkeit von 26,29 % errechnet wurde, liegt diese bei dem folgenden Trio jeweils im Bereich von knapp über 13 %.

Spanien laut Supercomputer mit wenig Chancen auf EM-Titel

Völlig überraschend taucht Spanien nicht unter den besten vier auf, obwohl sie in der Vorrunde den stärksten Eindruck aller EM-Teilnehmer machten. Die Iberer konnten als einzige Mannschaft alle drei Gruppenspiele gewinnen und blieben zudem ohne Gegentor bei diesem Turnier. Im Achtelfinale geht es nun gegen den krassen Außenseiter Georgien. Beim Supercomputer liegt Spanien dennoch nur auf Rang fünf.

Welcher ist Ihr Favorit? Alle EM-Bälle der Geschichte

EM 1968: Beim Turnier in Italien werden erstmals dokumentiert, Design und Name des Spielballs vorgestellt. Der „Telstar“ von Adidas wird mit dem Namenszusatz „Elast“ bestückt. Ihn Anlehnung an einen Kommunikations-Satelliten, der der eine Kugelform aufwies und durch seine Form so Inspirationsquelle für die Namensgeber war.
EM 1972 und 1976: Es war „Telstar“-Jahrzehnt und das Modell „Durlast“ kam gleich dreimal zum Einsatz. Zweimal wurde das DFB-Team mit ihm Turniersieger, Europameister 72 und Weltmeister 74. Seine Ära als Glücksbringer endet im Belgrader Nachthimmel nach einem Elfmeter von Uli Hoeneß.
EM 1980: Der erste „Tango“-Ball bei einer EM. Dabei ist die Variante „River Plate“ ein Erbstück der WM 1978, die passenderweise in Argentinien stattfand.
EM 1984: Trotz des Namens „Tango Mundial“ kam die Gerätschaft bei der EM in Frankreich zum Einsatz. Gleichbedeutung mit der Abkehr vom reinen Lederball endete mit dem aus DFB-Sicht enttäuschenden Turnier die Amtszeit von Jupp Derwall.
Welcher ist Ihr Favorit? Alle EM-Bälle der Geschichte

Kaum Chancen auf den Gewinn der Europameisterschaft haben laut Supercomputer Georgien (0,02 %), Slowenien (0,04 %), die Slowakei (0,04 %) Rumänien (0,10 %) und die Türkei (0,80 %), die allesamt unter einem Prozent liegen. Überraschend ist noch, dass den Berechnungen zufolge die Schweiz mit 2,08 % größere Möglichkeiten auf den EM-Sieg hat als Geheimfavorit Österreich mit 1,27 %. (smr)

Rubriklistenbild: © IMAGO/Michael Bihlmayer

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