FCB-Kaderplanung

Guardiola erklärt FC Bayern Transfer-Kampf um Kyle Walker

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Der FC Bayern München buhlt weiter intensiv um Kyle Walker. City-Trainer Pep Guardiola würde den Außenverteidiger aber gerne halten.

München – Die Kaderplanung beim FC Bayern München läuft auf Hochtouren. Mit Konrad Laimer (RB Leipzig), Raphael Guerreiro (Borussia Dortmund) und Minjae Kim (SSC Neapel) sind drei Neuzugänge fix, weitere sollen folgen. Priorität Nummer eins auf dem Transfermarkt ist weiterhin Harry Kane von Tottenham Hotspur, doch auch um einen anderen Engländer buhlt der FC Bayern nach wie vor intensiv.

Kyle Walker
Geboren:28. Mai 1990 (Alter 33 Jahre), Sheffield, Vereinigtes Königreich
Verein:Manchester City
Position:Rechtsverteidiger

FC Bayern München buhlt weiter um Kyle Walker

Kyle Walker von Manchester City soll die rechte Seite des deutschen Rekordmeisters verstärken, die Verhandlungen mit seinem Klub sind aber alles andere als einfach. Ein Problem für den FC Bayern München ist die Tatsache, dass Citys Cheftrainer Pep Guardiola den Routinier nicht ziehen lassen will und weiter auf ihn setzt.

„Er ist ein unglaublich wichtiger Spieler für uns. Ein Spieler mit solchen Qualitäten ist weltweit nur schwer zu finden. Wir wollen ihn behalten. Wir werden um ihn kämpfen, genau wie Bayern das auch tun wird“, sagte Guardiola auf einer Pressekonferenz in Tokio und kündigte damit an, um einen Verbleib Walkers zu kämpfen.

Trainer Pep Guardiola (l.) will Kyle Walker halten.

„Ich weiß nicht, was passieren wird. Ich weiß, dass Kyle in Gesprächen mit anderen Clubs ist“, so Guardiola weiter. Pikant ist, dass Manchester City in Tokio im Rahmen eines Testspiels auf den FC Bayern München treffen wird.

FC Bayern München Guardiola will um Walker kämpfen

Der begehrte Walker soll in diesem Match auflaufen, wie der spanische Coach bestätigte. „Warum sollte ich ihn nicht aufstellen? Er ist unser Spieler und wir müssen mit den Besten antreten“, sagte Guardiola und freut sich auf das Duell mit seinem Ex-Klub. „Ich bin immer glücklich, alte Freunde zu treffen. Der Test ist wichtig für uns und zeigt uns, wo wir gerade stehen.“

Die größten Flop-Transfers des FC Bayern München

Breno, von Januar 2008 bis 2012 beim FC Bayern, 12 Millionen Euro Ablöse, 33 Spiele für den FC Bayern. 
Im Winter 2008 kam der hochtalentierte Innenverteidiger für eine beachtliche Ablösesumme vom FC São Paulo nach München. Schwere Knieverletzungen warfen den Brasilianer immer wieder zurück. Nachdem er unter Alkohol- und Medikamenteneinfluss 2011 sein Haus in Grünwald in Brand setzte, wurde er zu 3 Jahren und 9 Monaten Haft verurteilt. Nach seiner frühzeitigen Haftentlassung kehrte Breno zu seinen Jugendverein São Paulo zurück.
Edson Braafheid, von 2009 bis Januar 2011 beim FC Bayern, 2 Millionen Euro Ablöse, 19 Spiele für den FC Bayern.
Als Wunschtransfer von Louis van Gaal an die Säbener Straße gekommen, fand sich der Niederländer meistens auf der Bank wieder. Wurde 2010 für ein halbes Jahr an Celtic Glasgow verliehen und verließ Anfang 2011 München ablösefrei in Richtung Hoffenheim.
Danijel Pranjić, von 2009 bis 2012 beim FC Bayern, 7,7 Millionen Euro Ablöse, 85 Spiele für den FC Bayern. 
Für eine satte Ablöse wechselte der Kroate vom SC Heerenveen an die Säbener Straße. Genauso wie Braafheid ein Wunschtransfer von Louis van Gaal. Kam Pranjić unter dem Niederländer noch regelmäßig zum Einsatz, änderte sich dies in der Saison 2011/12 unter Jupp Heynckes. Der Vertrag wurde nicht verlängert und der Außenverteidiger verließ ablösefrei den Verein zu Sporting Lissabon. Ein sattes Minusgeschäft für den FC Bayern.
Landon Donovan, von Januar bis März 2009 beim FC Bayern, ausgeliehen, 7 Einsätze (kein Tor) für den FC Bayern.
Ausgeliehen von LA Galaxy während der Klinsmann-Ära, konnte der US-Boy auch im zweiten Anlauf in Deutschland nicht durchstarten (zuvor bei Bayer Leverkusen). Die Verantwortlichen in München waren froh, dass sie keiner festen Verpflichtung zugestimmt hatten und so trennten sich die Wege schnell wieder. In den folgenden Jahren wurde Donovan von Los Angeles zweimal zum FC Everton ausgeliehen. Auch hier blieb es bei Kurzbeschäftigungen.
Die größten Flop-Transfers des FC Bayern München

Ob und wann ein möglicher Wechsel zum FC Bayern München vollzogen wird, ist unklar. Der Spieler selbst soll seinen Klub zuletzt darüber informiert haben, zum deutschen Rekordmeister wechseln zu wollen. Eine Ablösesumme in Höhe von 15 Millionen Euro steht im Raum. Keinen Kommentar wollte Guardiola über einen möglichen Tausch mit Bayerns Benjamin Pavard abgeben. (smr)

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