Teilweise wie aus einem Guss

Heilbronner Falken demütigen die Bietigheim Steelers im Derby

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Derek Damon war mit drei Treffern Garant für den Heilbronner Sieg. 
  • Marc Thorwartl
    VonMarc Thorwartl
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Den Grundstein für den Auswärtssieg legen die Unterländer bereits im ersten Drittel. 

○ Derek Damon erzielt einen Hattrick. 
○ Phasenweise werden die Hausherren vorgeführt.
○ Die Falken klettern auf den zweiten Tabellenplatz. 

Am heutigen Abend steht für die Heilbronner Falken in der DEL2 das Derby bei den Bietigheim Steelers auf dem Programm. Die Hausherren haben bisher noch keinen optimalen Saisonverlauf gehabt, stehen aktuell auf dem neunten Platz. Aber natürlich wollen sie gegen die Unterländer die Wende einläuten. Das gelingt nicht. Sie unterliegen mit 4:7.

Beide Mannschaften treten mit zwölf Stürmern und sechs Verteidigern an. Auf Seite der Heilbronner Falken kehrt Louis Brune nach überstandener Grippe zurück ins Team. Damit kann Falken-Trainer Alexander Mellitzer sein präferiertes Vier-Reihen-Spiel mit aggressivem Forechecking spielen lassen. 

Heilbronner Falken mit zwei Doppelschlägen

Die Hausherren legen los, als gäbe es kein Morgen. 90 Sekunden lang schnüren sie die Heilbronner Falken im Abwehrdrittel ein, allerdings ohne eine wirklich gefährliche Situation zu erarbeiten. Die Unterländer lassen es geruhsam angehen, um dann zu explodieren. Mit ihrem Pressing erzwingen sie einen Puckverlust, Derek Damon steht goldrichtig, 0:1 in der 4. Minute. Nur 27 Sekunden später ein Konter der Falken, Ian Brady versenkt den Nachschuss. 

Das war der erste Streich: Derek Damon lässt sich von seinen Kameraden feiern.

Auch danach die Heilbronner Falken das bessere, zielstrebigere und gefährlichere Team, allerdings haben sie Glück, dass Frederic Cabana bei einem Sololauf den Puck am Tor vorbeischiebt. Jetzt sind die Steelers ebenbürtig, doch Matthias Nemec im Falken-Tor verhindert den Anschlusstreffer. Dann wieder eine typische Szene. Stefan Della Rovere setzt einer Scheibe hinterher, erobert sie vom Steelers-Verteidiger, passt vors Tor und Damon macht das 0:3. Und als Alex Nikiforuk dann keine zwei Minuten später das 0:4 erzielt, quittieren das die Fans mit einem Pfeifkonzert und "Wir wollen euch kämpfen sehen-Rufen."

Heilbronner Falken mit passender Antwort

Ins zweite Drittel starten die Steelers mit einem neuen Torhüter. Und sie sind wieder so zielstrebig wie im ersten Drittel. Mit Erfolg, nach 32 Sekunden treffen sie zum 1:4. Die Heilbronner Falken dürfen sich ihrer Sache nicht zu sicher sein, müssen aufmerksam bleiben. Sie starten ihrerseits Angriffe. Davis Koch scheitert bei einem Alleingang knapp. In der 26. Minute ist es soweit. Bryce Gervais netzt trocken ein, 1:5. 

Bryce Gervais traf auch. 

Dieses Tor trifft die Hausherren ins Mark und lähmt ihre Angriffsbemühungen. Nichts ist es mehr mit dem schnellen Umschaltspiel, die Heilbronner Falken unterbinden mit dem Forechecking immer wieder den Spielaufbau. Und die Gäste haben Chancen: Damon nagelt den Puck an den Pfosten. Das können auch die Steelers, die ebenfalls am Gestänge scheitern. Pause.  

Heilbronner Falken mit sehr gutem Unterzahlspiel

Zu Beginn des letzten Drittels dann die erste Überzahl im ganzen Spiel. Jan Pavlu muss auf die Sünderbank. Doch das Unterzahlspiel  der Heilbronner Falken ist sehr gut. Allerdings muss es gleich danach wieder ran, da Tim Miller eine Strafe erhält. Wieder kein Treffer für die Hausherren und dann haben die Unterländer Powerplay. Das dauert genau 21 Sekunden, da fällt das 6:1 für die Gäste. Damon zum Dritten. 

Jetzt brechen die Hausherren auseinander. Ein Break der Heilbronner Falken, Brady kompromisslos unter die Latte, 7:1.  Dann dürfen auch die Hausherren mal, in der 50. Minute erzielen sie das 2:7. Dann wieder Überzahl für die Steelers. Jetzt treffen sie, und noch sieben Minuten zu spielen. Matt McKnight verkürzt gar noch auf 4:7. Das war es dann aber auch. Da Bad Nauheim zeitgleich verliert, erobern die Falken den zweiten Tabellenplatz.