Blick nach vorne

Für Corey Mapes sind die Falken erster Ansprechpartner

  • Marc Thorwartl
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Der Verteidiger der Unterländer hat den Schock des Corona-Saisonendes noch nicht verdaut, blickt aber bereits wieder nach vorne.

Corey Mapes hatte seine beste Saison in Heilbronn.
  • Die Enttäuschung bei Mapes ist groß.
  • Er will unbedingt weiter ein Falke sein.
  • Seine Saisonvorbereitung startet im April.

Leere und enttäuschte Gesichter - das abrupte Saisonende hat bei den Falken-Spielern tiefe Wunden hinterlassen. "Ich habe den Schock immer noch nicht verdaut", erklärt Falken-Urgestein Corey Mapes am Donnerstag gegenüber echo24.de. "Wir hatten so eine gute Saison, und vom Gefühl her war dieses Mal wirklich alles möglich, so ausgeglichen wie die Liga war."

Der 27-Jährige fährt fort: "Jetzt sind unglaublich viele Formalitäten noch zu klären, beispielsweise auf dem Arbeitsamt und die Importspieler werden sicherlich schon nach Heimflügen Ausschau halten." Ob ihnen das problemlos gelingt? Immerhin hat Präsident Trump heute die Grenzen für Reisende aus Europa für 30 Tage geschlossen. Zumindest für die US-Amerikaner im Team der Heilbronner Falken, Derek Damon, Ian Brady und Jordan Samuels-Thomas könnte sich so der Aufenthalt in Deutschland verlängern.

Heilbronner Falken: Vertragsverhandlungen stehen an

Ganz schnell dürften bei den Falken dann auch die Vertragsgespräche für die kommende Saison anstehen. Mapes macht aus seinem Herzen keine Mördergrube: "Jeder weiß, wie gerne ich bei den Falken spiele. Ich bin hier daheim und fühle mich einfach wohl." Und er hat vor allem ein Ziel: "Ich will mit den Falken sportlich noch etwas erreichen. Leider wurde uns in dieser Spielzeit die Möglichkeit genommen, die Früchte unserer harten Arbeit zu ernten, es wäre so viel möglich gewesen. Das will ich unbedingt kommende Saison dann nachholen."

Corey Mapes hat die beste Plus-Minus-Bilanz im Team der Heilbronner Falken.

Beim Vertragspoker wird er gute Karten haben. Mit +14 hat er den besten Wert aller Heilbronner Falken in der Plus-Minus-Statistik. Im Klartext: Wenn er mit auf dem Eis stand, hat die Reihe 14 Treffer mehr geschossen als kassiert. Er war stets ein Vorbild an Einsatz, stand bei jedem Unterzahlspiel auf dem Eis, hat nicht ein einziges Spiel verletzungsbedingt verpasst und bildete mit Verteidiger-Kollege Kevin Maginot ein zuverlässiges Pärchen. Das haben auch die Fans erkannt, die ihn im Februar erstmals zum Spieler des Monats wählten.

Heilbronner Falken: Viele Spieler wollen bleiben

An Spekulationen will sich der Linksschütze nicht beteiligen: "Man hat ja gesehen, wie gut es diese Saison bei den Heilbronner Falken geklappt hat. Viele der Spieler wollen zu gerne hier bleiben." Gute Karten also für die Organisation, denn die hat in den vergangenen sechs Jahren etwas Großartiges geschafft: Die Heilbronner Falken sind wieder zu einer begehrten Anlaufstation der Spieler geworden.

Die Sommerpause wird dieses Jahr lang werden. Mapes: "Jetzt braucht man erst einmal ein paar Tage, um alles sacken zu lassen und zu realisieren, wie alles gelaufen ist, anschließend macht man vielleicht auch ein bisschen Urlaub und beginnt mit der neuen Saisonvorbereitung dann ab April, also bedeutend früher als sonst." Und er wird sich wieder akribisch genau auf die Runde vorbereiten: "Sportlicher Erfolg mit den Falken, das wäre das Größte."

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