Bräuche werden aufrecht gehalten

So feiert der Falken-Importspieler Weihnachten in einem fernen Land

  • Marc Thorwartl
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Für den gebürtigen Kanadier Stefan Della Rovere ist das Team so etwas wie ein Familienersatz.

Stefan Della Rovere hat sich daran gewöhnt, Weihnachten fernab der Familie zu feiern.
  • Bescherung gibt es am 25. Dezember
  • Die Spieler planen ein gemeinsames Weihnachtsessen
  • Der Stürmer blickt Vaterfreuden entgegen

Für die meisten ist Weihnachten das Fest, das sie im Kreise der Familie daheim verbringen. Was aber, wenn die Heimat und Familie zigtausende Kilometer entfernt ist? So wie bei Falken-Stürmer Stefan Della Rovere. Seit 2015 ist es der Kanadier, der auch den deutschen Pass besitzt, gewohnt, die Feiertage in einem fremden Land zu verbringen.

"Das ist aber gar nicht schlimm, denn dieses Jahr haben wir einige Spieler im Team, die sich in derselben Situation befinden. Während unsere Familien in Kanada oder den USA unter dem Weihnachtsbaum sitzen, feiern wir hier zusammen mit den Freundinnen, Kindern und Frauen der anderen ausländischen Spieler der Heilbronner Falken. Es macht immer Spaß, mit dem Team Zeit zu verbringen und etwas miteinander zu machen."

Falken-Spieler feiern gemeinsam

Der Spielplan macht über Weihnachten keine Pause, das ist der große Unterschied zu Nordamerika, wie der 29-Jährige erklärt: "Dort gibt es über Weihnachten immer ein paar Tage frei. Die werden normalerweise dazu genutzt, um heim zu der Familie zu gehen.In Deutschland ist mein Team die Familie, hier unternehmen wir dann etwas zusammen."

Dabei hält Della Rovere die nordamerikanischen Bräuche aufrecht: "Ich weiß, dass in Deutschland der 24. Dezember der Tag der Bescherung ist, aber bei uns gibt es die Geschenke traditionell am 25. Meine Frau und ich handhaben das auch in Deutschland so." Dabei ist der 24. auch gut durchgetaktet. Die Falken-Spieler treffen sich zum gemeinsamen Weihnachtsessen und gemütlichem Beisammensein. "Im Anschluss gehen die deutschen Spieler zu ihren Familien, während wir Importspieler zusammensitzen."

Falken-Spieler Della Rovere wird Papa

Die Geschenke hat er längst besorgt. Dieses Mal fallen sie üppiger aus. "Meine Frau und ich erwarten im März unser erstes Baby, da ist natürlich klar, dass wir schon viele Dinge für die Zeit gekauft haben, die dann als Geschenke unter dem Weihnachtsbaum liegen."

Auf die Vaterrolle freut er sich: "Das ist ein ganz neues Kapitel in unserem Leben. Wir sind beide total aufgeregt und können es kaum noch erwarten, unsere Tochter im Arm zu halten." Einen Wunsch hegt er dabei: "Dass sie gesund und hoffentlich an einem spielfreien Tag auf die Welt kommt."

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