Das haben sie sich verdient

Lukas Ribarik schießt die Heilbronner Falken ins Glück gegen Landshut

  • Marc Thorwartl
    VonMarc Thorwartl
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Die Heilbronner Falken stecken zweimal einen Rückstand weg und werden dafür mit zwei Punkten am Ende belohnt.

Davis Koch bejubelt seinen Treffer zum zwischenzeitlichen 1:0 für die Heilbronner Falken
  • Jungadler Tim Detig und Lukas Ribarik geben ihr Falken-Debüt
  • Personeller Engpass bei den Heilbronner Falken
  • Falken-Stürmer Tim Miller fällt womöglich verletzt aus

Am Freitagabend steht den Heilbronner Falken in der DEL2 eine schwierige Aufgabe bevor: Sie treffen auf den Aufsteiger EV Landshut. Die Niederbayern sind zwar ein ganzes Stückchen hinter den Unterländern in der Tabelle platziert, haben allerdings auch drei Spiele weniger absolviert und zuletzt aufsteigende Form gezeigt.

Personell pfeifen die Heilbronner Falken an diesem Abend fast schon aus dem letzten Loch. Falken-Trainer Alexander Mellitzer bekommt nur deshalb drei Sturmreihen zusammen, weil er mit Lukas Ribarik und Tim Detig zwei Nachwuchsspieler der Jungadler zur Verfügung gestellt bekam. Die Rumpftruppe macht ihre Sache ausgezeichnet. Sie gewinnt mit 4:3 nach Penalty-Schießen.

Heilbronner Falken

Für die Heilbronner Falken wird es primär darum gehen, mit ihren Kräften hauszuhalten, denn sonst sind sie es gewohnt, mit vier Reihen zu agieren. Dementsprechend gemäßigt starten sie in die Partie. Die Gäste agiler, aber auch, ohne große Torchancen herauszuspielen. Dann eine geniale Stafette über Bryce Gervais und Jan Pavlu, Davis Koch muss nur noch die Scheibe ins leere Tor spielen, 1:0 in der 7. Minute.

Bryce Gervais ist ein Aktivposten im Heilbronner Spiel.

Dann eine Strafzeit gegen die Heilbronner Falken. Die numerische Überlegenheit nutzen die Niederbayern zum 1:1 durch Matthieu Pompei. Die Hausherren haben dann noch eine gute Chance durch Gervais und in der 19. Minute Powerplay. Das ist sehr gut, aber irgendwie können die Gäste den zweiten Treffer noch verhindern. Sekunden vor der Pause erwischt Phillip Messing Falken-Stürmer Tim Miller am Knie, der Deutsch-Amerikaner muss gestützt vom Eis.

Heilbronner Falken

Die gute Nachricht im zweiten Drittel: Miller spielt wieder, obwohl ihm jeder Schritt sichtlich schwerfällt. Die Gäste erwischen den besseren Start, immer wieder rückt Falken-Keeper Matthias Nemec in den Mittelpunkt. Dann Powerplay der Heilbronner Falken. Die Scheibe läuft perfekt durch die Reihen, doch EVL-Keeper Jaroslav Hübl entschärft gleich mehrere Großchancen der Unterländer.

Brock Maschmeyer (rechts) bereitet den 2:2-Ausgleich vor.

In der 34. Minute dann das 1:2. Die Heilbronner Falken sind einen Moment unaufmerksam, können den Rebound nicht entschärfen, schon zappelt der Puck im Netz. Die Antwort der Gastgeber lässt nicht lange auf sich warten. Brock Maschmeyer bringt die Scheibe vors Tor, Gervais fälscht ab, 2:2. Nur Sekunden später taucht Alex Nikiforuk alleine vor Hübl auf, doch auch er scheitert. Mit dem 2:2 geht es in die Pause.

Heilbronner Falken beißen zurück

Das letzte Drittel beginnt für die Heilbronner Falken mit einem Dämpfer. 58 Sekunden sind gespielt, da gehen die Gäste mit 3:2 in Führung. Allerdings wollen sich die Hausherren nicht kampflos geschlagen geben. Sie erspielen sich Chancen im Minutenrhythmus, doch der Puck will einfach nicht über die Linie.

Alex Nikiforuk bejubelt seinen Ausgleichstreffer zum 3:3.

Bis zu einem schnellen Break. Kevin Magoinot spielt auf Miller, der sieht den durchstartenden Nikiforuk - und endlich hat der kleine Stürmer sein Erfolgserlebnis. Er schiebt die Scheibe unter Hübl zum 3:3 in die Maschen. Jetzt spielen nur noch die Hausherren, drücken auf die Entscheidung. Hübl unter Dauerbeschuss. Er allein rettet sein Team in die Verlängerung. Dort können beide Teams mehrfach den Sack zumachen, scheitern aber an den Goalies. Es kommt zum Penalty-Schießen. Dort haben die Gastgeber das bessere Ende für sich. Ribarik verwandelt den 26. Penalty zum 4:3-Sieg.

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