Aufholjagd wird belohnt

Heilbronner Falken mit dem Comeback des Jahres

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Brock Maschmeyer war ein Aktivposten im Spiel der Falken und traf zum 4:5.
  • Marc Thorwartl
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Im Schlussabschnitt drehen sie einen Drei-Tore-Rückstand.

Beim DEL2-Heimspiel zwischen den Heilbronner Falken und den Lausitzer Füchsen  vertraut Falken-Coach Alexander Mellitzer bis auf eine Ausnahme demselben Team wie am Freitag bei der unglücklichen Niederlage in Kassel. Lediglich auf der Torhüterposition hat er einen Wechsel vorgenommen. Leon Frensel bekommt dort seine Chance, Mirko Pantkowski ist Back-up. Zudem muss er einen weiteren Ausfall beklagen: Samuel Soramies kann heute nicht spielen. Am Ende haben die Falken den Schnabel vorne und gewinnen mit 7:6 in der Verlängerung. 

Die besten Bilder Heilbronner Falken gegen Lausitzer Füchse

Beide Mannschaften versuchen heute Abend wieder in die Erfolgsspur zurückzufinden. Die Falken haben die letzten vier Spiele verloren, die Lausitzer die letzten zwei, wobei die Falken unter deutlich mehr Zugzwang stehen. Heute muss eine Sieg her, um den Kontakt zu dem erhofften Tabellenplatz sechs nicht zu groß werden zu lassen.

Heilbronner Falken lassen Powerplay ungenutzt

Und die Partie beginnt richtig gut für die Falken. Bereits nach 40 Sekunden haben sie Überzahl. Und da kurz danach noch ein Fuchs auf die Sünderbank muss, haben sie die ganz große Chance auf die Führung. Aber so richtig flutscht das Kombinationsspiel noch nicht.

In der 12. Minute dann die Großchance für die Gäste, doch Jordan George scheitert an der Latte. Der Puck prallt zu Patrick Kurz, und der schickt genau Justin Kirsch auf die Reise. Der Goalgetter zieht ab und hämmert die Scheibe genau in den Winkel. Doch die Gäste schlagen zurück. Überzahlspiel, niemand fühlt sich für Steve Siviano verantwortlich, 1:1. Pause.

Ein Horror-Drittel der Heilbronner Falken

Im zweiten Abschnitt nimmt die Partie Tempo auf. Beide Teams jetzt aggressiver. In der fünften Minute startet dann Richard Gelke einen Sololauf von der eigenen blauen Linie, geht durch alle Gegenspieler durch und vollendet zum 2:1. Aber die Freude währt nur kurz. Nur 40 Sekunden später schlagen die Gäste zurück. Wieder ein Treffer der ganz einfachen Art. Puck vors Tor, abgefälscht, 2:2.

Trotzdem sind die Hausherren dem dritten Treffer ganz nah - doch Kirsch scheitert am Gestänge. Ganz anders die Lausitzer. Mittlerweile wissen sie, wie man die Falken knackt. Schuss von der blauen Linie, der Puck geht durch Freund und Feind, 3:2. Dann Bully, Konfusion in der Falken-Hintermannschaft, Schuss aus der Drehung, 4:2. Jetzt ist jeder Schuss ein Treffer. Anders Eriksson zieht ab, Frensel lässt die Scheibe ins kurze Eck passieren. Drei Treffer in exakt zweieinhalb Minuten. Ist die Partie schon gelaufen?

Heilbronner Falken sind nicht wiederzuerkennen

Nein, denn den Falken gelingt das, was sie benötigen. Ein frühes Tor. Marke "dreckig". Derek Damon drückt einen Rebound über die Linie. Jetzt die Hausherren nur noch im Vorwärtsgang. Endlich werden Bullys gewonnen, die Pässe kommen an. Und die Gäste ziehen Strafen. Aber trotz guter Chancen will die Scheibe nicht ins Netz.  

Dann vier Minuten vor Schluss. Energisch setzt die dritte Formation nach, Brad Ross passt zu Kyle Helms, der hat das Auge für Brock Maschmeyer - und der Verteidiger drischt den Puck in die Maschen. Jetzt riskieren die Unterländer alles. Da passieren auch Fehler. Ein Puckverlust - und die Füchse treffen zum 4:6. Drei Minuten vor Schluss. Das muss es doch gewesen sein.

Heilbronner Falken schlagen zurück

Aber die Gastgeber haben jetzt richtig Blut geleckt. Nur 25 Sekunden später vollstreckt Ross zum 5:6. Dann Strafzeit gegen die Füchse. Heilbronn nimmt den Keeper vom Eis. Eine Traumkombination über Damon, Lavallée, und Greg Gibson schließt Roope Ranta mit dem 6:6 ab.

37 Sekunden vor dem Ende dann eine Strafe gegen die Hausherren. Sie können das Unentschieden in die Verlängerung retten. Einen Punkt haben sie damit sicher. Dort überstehen sie auch die Unterzahl unbeschadet. Und es kommt noch besser. Lavallée wird von Maschmeyer auf die Reise geschickt, behält die Nerven und verlädt Olafr Schmidt im Tor zum 7:6-Sieg. Mit einer nicht für möglich gehaltenen Energieleistung im letzten Abschnitt haben sich die Falken den Sieg verdient und ihre Niederlagenserie beendet.

Aufstellung:

Falken

T: Frensel; Pantkowski

V: Maschmeyer, Pavlu; Mapes, Eberhardt; Kurz

S: Ranta, Damon, Kirsch; Ross, Helms, Bettahar; Lavallée, Gibson, Bernhardt; Preto, Gelke

Füchse

T: Schmidt; Kessler

V: Owens, Bär; Geiseler, Monteith; Hoffmann, Kania;

S: Dietz, Scheimenz, Kuchejda; Boiarchinov, Hayes, George; Saviano, Eriksson, Breitkreuz; M. Schmidt, Reichel

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