Eine stetige Entwicklung
Ex-Manager Eren: "Abschied von den Heilbronner Falken stand seit Wochen fest"
VonMarc Thorwartlschließen
Atilla Eren, ehemaliger Geschäftsführer des DEL2-Vereins Heilbronner Falken, will mit Mitte 50 nochmals etwas Neues wagen.
- Atilla Eren hat viele Ziele erreicht.
- Er unterstützt seinen Nachfolger noch bei den Lizenzierungsunterlagen.
- Neu-Geschäftsführer Stefan Rapp will mit den Heilbronner Falken erfolgreich bleiben.
Heilbronner Falken: Manager Atilla Eren stand zu Beginn vor einem Scherbenhaufen
Damit hatte jetzt wirklich niemand gerechnet. Am Montag wurde vermeldet, dass Atilla Eren, Geschäftsführer der Heilbronner-Falken-GmbH, nach sechs Jahren seine Tätigkeit bei dem DEL2-Klub beenden und sich neuen beruflichen Aufgaben zuwenden wird. Als Fan und Gesellschafter will er dem Verein aber weiterhin zur Seite stehen.
"Ich hatte hier einen tollen Job als Geschäftsführer. Mit vielen Höhen und natürlich auch Tiefen und erlebnisreichen Zeiten. Ich durfte hier eine Entwicklung erleben und mitgestalten, die man so sonst in Vereinen vielleicht nicht gesehen hätte." Damit spricht er die Schwierigkeiten bei seiner Amtsübernahme an – die Heilbronner Falken standen vor einem finanziellen Scherbenhaufen. "Die Konsolidierung und die Dinge auf den richtigen Weg bringen, das war schon spannend – und in dieser Saison lief dann wirklich vieles gut. Leider konnten wir alle, Fans Gesellschafter und Mannschaft, die Früchte der harten Arbeit nicht ernten."
Manager der Heilbronner Falken: Abschied stand seit Wochen fest
Seine Entscheidung, den Geschäftsführerposten abzugeben, hatte sich über mehrere Monate entwickelt: "Man hat ja Vorstellungen, sucht Perspektiven und Motivation. Meine Motivation war, das Eishockey, das vor sechs Jahren am Boden lag, wieder nach vorne zu bringen. Die gesamte Organisation hat viele dieser Ziele erreicht. In der abgelaufenen Saison war dann der Punkt erreicht, an dem ich mich fragte ’Wie geht es weiter, sind das noch die Aufgaben, die mich herausfordern?’. Das hat dann den Prozess in Gang gesetzt. Die Entscheidung aufzuhören, fiel dann vor einigen Wochen."
Der Zeitpunkt, dass dieser Personalwechsel mitten im Monat verkündet wurde, hatte vor allem mit dem Jahresabschluss zu tun. Eren: "Das musste bis zum 30. April geschehen und war wegen des Saisonabbruchs eine ziemliche Herausforderung. Die Jahresbilanz ist dann auch ein wichtiges Kriterium bei der Einreichung der Lizenzierungsunterlagen. Daher war der Zeitpunkt auch so gewählt, weil wir in der Übergangsphase sind. Genau da muss auch bereits ein neuer Geschäftsführer involviert sein."
Neu-Manager Stefan Rapp fiel die Entscheidung pro Heilbronner Falken leicht
So kann er jetzt viel Wissen und Transfer-Know-how an seinen Nachfolger Stefan Rapp in Hinblick auf die Lizenzierung weitergeben. Der 49-Jährige war viele Jahre in Führungsfunktionen bei Daimler Benz tätig, sammelte im Anschluss reichlich Auslandserfahrung bei diversen Big Playern der Automotive-Industrie und erstellte danach für mehrere Unternehmen Firmen-Strategien.
"Ich habe mich in den vergangenen Jahren unentwegt in der Industrie bewegt und entwickelt. Ich werde demnächst 50 Jahre alt – und dann fragt man sich, wohin gehen die nächsten Schritte, willst du weiter in der Industrie bleiben?" Zum Falken-Eishockey kam er über eine Geschäftsverbindung zu einem Gesellschafter. "Es wurden Gespräche geführt, die sich dann intensivierten. Mein Entschluss, zukünftig für die Heilbronner Falken im Eishockey tätig zu sein, fiel mir ganz leicht", erklärt Rapp.
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