Totalausfall der Falken
Disziplinlose Falken haben in Ravensburg nichts zu bestellen
VonMarc Thorwartlschließen
Eine Leistung, die sprachlos macht. Die Oberschwaben sind den Unterländern in allen Belangen überlegen und spielen mit ihnen teilweise Katz und Maus.
- Kapitän Derek Damon und Jordan Samuels-Thomas fehlen.
- Im Tor steht Mirko Pantkowski.
- Katastrophales Unterzahlspiel der Falken.
Noch fünf Spiele, dann startet die DEL2 in die Playoffs. Und da wollen die Heilbronner Falken auch hin. Playoff-Feeling kommt trotzdem schon auf, denn erneut gibt es an diesem Wochenende ein Hin- und Rückspiel gegen denselben Gegner. Deshalb treten die Unterländer heute Abend bei den Ravensburg Towerstars an.
Also die ideale Möglichkeit für die Heilbronner Falken, um die 2:5-Niederlage vom Freitag gleich wieder auszumerzen. Falken-Trainer Alexander Mellitzer muss Umstellungen vornehmen. Kapitän Derek Damon und Jordan Samuels-Thomas allen verletzt aus. Im Tor hätte womöglich Matthias Nemec heute Abend seine Chance bekommen, um an alter Wirkungsstätte zu glänzen, doch der Goalie ist krank. Deshalb steht erneut Mirko Pantkowski zwischen den Pfosten. Die Revanche missglückt. Die Towerstars gewinnen mit 5:3.
Peinliche Vorstellung der Heilbronner Falken
Die ersten Minuten gehören den Hausherren, sie wollen schnell in Führung gehen. Unterstützt werden sie durch die Heilbronner Falken, denn Marcus Götz zieht ein Foul, somit Überzahl für die Towerstars. Das Penalty-Killing der Unterländer ist gut, doch kaum wieder komplett, muss Brock Maschmeyer auf die Sünderbank. Und dieses Mal rappelt es in der Kiste. Mit einem Hammer von der blauen Linie besorgt Andreas Driendl das 1:0.
Und die Heilbronner Falken machen weiter Fehler. Kevin Maginot lässt eine Scheibe passieren kann den gegnerischen Stürmer nur durch Beinstellen stoppen. Schon wieder Unterzahl, das kann nicht gutgehen. Prompt fällt das 2:0, wieder kommt ein Oberschwabe völlig frei zum Schuss. Immerhin gibt es dann endlich mal Powerplay für die Unterländer. Der Anschlusstreffer wäre jetzt enorm wichtig. Nein, das klappt nicht. Kaum komplett machen die Hausherren das 3:0. Vorausgegangen ist wieder ein schlechter Klärungsversuch der Falken. Das ist eine Vorentscheidung, die Gäste lassen vieles vermissen, was ein Topteam ausmacht. Auch wenn Schlüsselspieler fehlen, es kommt einfach zu wenig. 17:5 Torschüsse, das sagt alles.
Heilbronner Falken disziplinlos
Die Heilbronner Falken setzen nahtlos an der schlechten Vorstellung des ersten Drittels an. Keine Minute ist gespielt, da muss Ian Brady auf die Strafbank. Und 14 Sekunden später folgt ihm Brock Maschmeyer. Aber diese doppelte Unterzahl überstehen sie unbeschadet - warum nicht im ersten Drittel so? Allerdings merzen die Oberschwaben diese Scharte kurz danach aus. Schuss, Rebound, Tor - nahezu ohne Gegenwehr der Unterländer. Dann kommt es zum Faustkampf Bryce Gervais gegen Shawn O´Donnell, immerhin ein Lebenszeichen der Falken, aber dafür haben sie schon wieder Unterzahl. Und natürlich treffen die Oberschwaben, 5:0. Da dann auch noch Stefan Della Rovere meckert, erneut Unterzahl.
Diese bleibt ohne Folgen, und im Anschluss dürfen die Heilbronner Falken auch mal wieder mitspielen. Immerhin suchen sie jetzt den Körperkontakt. Das schmeckt den Towerstars gar nicht. Dann Überzahl Heilbronn. Lange Zeit ist das sehr dürftig, dann bedient Brock Maschmeyer seinen Bruder Bronson, der aus der Drehung abzieht und immerhin den Ehrentreffer erzielt. Pause.
Heilbronner Falken mit Ergebniskosmetik
Nichts Neues im letzten Abschnitt. Die Heilbronner Falken spielen jetzt etwas besser, doch sie kassieren wieder eine Strafzeit. Völlig unnötig, ein Bandencheck an der Mittellinie. Zum Glück sind die Gäste dieses Mal aufmerksam. Kurz darauf Powerplay für die Falken - und 13 Sekunden später muss noch ein Towerstars auf die Strafbank. 107 Sekunden doppelte Überzahl. Das spielen sie zwar nicht gut, aber immerhin gelingt ihnen noch das 2:5 durch Brady. Die Hausherren werden jetzt undisziplinierter. Wieder Überzahl Heilbronn, weil Torhüter Mirko Pantkowski die Beine weggezogen werden.
Gerade wieder komplett, erneut eine Strafe gegen die Oberschwaben. Und noch eine, wegen zu vieler Spieler auf dem Feld. Dieses Mal 73 Sekunden doppelte Überzahl für die Unterländer. Und dieses Malpackt Yannik Valenti den Hammer aus, 0,4 Sekunden vor Ablauf der ersten Strafe, nur noch 5:3. Allerdings sind auch nur noch vier Minuten zu spielen. Trainer Alex Mellitzer nimmt eine Auszeit - und den Keeper vom Eis. Ohne Erfolg. Wer40 Minuten nicht mitspielt, braucht sich am Ende nicht zu wundern, wenn er ohne Punkte bleibt.
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