Bravourös gekämpft
Heilbronner Falken holen einen Punkt beim Klassenprimus
VonMarc Thorwartlschließen
Erst in der Verlängerung müssen sie sich geschlagen geben.
Am Freitagabend treten die Heilbronner Falken zum DEL2-Spiel bei den Towerstars Ravensburg an. Erstmals mit dabei: Verteidiger Patrick Kurz, der nach vierwöchiger Verletzungspause in den Kader zurückkehrt. Die Hausherren sind das Team der Stunde. Noch ohne Verlustpunkt, vorne die meisten Treffer erzielt, hinten die wenigsten kassiert. Zudem steht eine Traumquote von 100 Prozent im Penalty-Killing! Am Ende hält die Serie der Towerstars. Sie gewinnen mit 3:2 nach Verlängerung.
Die Bilder der Partie Löwen Frankfurt gegen Heilbronner Falken
Eigentlich will Falken-Coach Alexander Mellitzer mit vier Reihen antreten. Das zerschlägt sich jedoch kurzfristig, da Brad Ross mit einer Unterkörperverletzung ausfällt. Immerhin stehen ihm sechs Verteidiger und elf Stürmer zur Verfügung.
Heilbronner Falken bieten Paroli
Zu Beginn sind beide Teams auf Augenhöhe. Gefährlich wird es dann in der fünften Minute. Erst muss Greg Gibson und dann Derek Damon auf die Strafbank. 50 Sekunden drei gegen fünf, aber die Gäste überstehen die gefährliche Situation unbeschadet. In der 10. Minute dann die Top-Chance für die Hausherren. Daniel Schwamberger läuft ganz alleine auf Mirko Pantkowski zu - doch der Falken-Goalie bleibt Sieger.
Kurz danach je ein Mann von beiden Teams auf der Strafbank. Gibson nimmt Fahrt auf, passt zurück auf Roope Ranta, und der nagelt den Puck ins Kreuzeck zur Führung. Dann überschlagen sich die Ereignisse: Powerplay Ravensburg, die Falken verteidigen gut, dann bekommt der von der Strafbank kommende Kurz die Scheibe in den Lauf, scheitert mit dem Alleingang, kommt wieder in Scheibenbesitz, sieht Derek Damon und der verwandelt eiskalt zum 0:2, 47 Sekunden vor der Pause. Ganz stark!
Heilbronner Falken stehen gut
Die Gastgeber kommen mit einer gehörigen Portion Wut aus der Kabine und drängen im Powerplay auf den Anschlusstreffer. Mehrmals brennt es gefährlich vor dem Gehäuse von Pantkowski, aber die Gäste überstehen die Drangphase. Dann schießen die Hausherren übers Ziel hinaus. Sie kassieren drei Strafzeiten in Folge. Die Falken mit doppelter Überzahl. Aber jetzt zeigt auch Jonas Langmann im Towerstars-Gehäuse sein Können.
Dann zeitgleich zwei Strafen für Heilbronn. Erneut rückt Pantkowski in den Mittelpunkt. Auch die Oberschwaben können die Möglichkeit nicht nutzen. Beim nächsten Mal ist es dann aber soweit. Kurz muss auf die Strafbank und Robbie Czarnik trifft in der 36. Minute zum 1:2. Das wird jetzt noch ein ganz heißer Tanz.
Die Heilbronner Falken unter Druck
Wie zu erwarten, sind es die Gastgeber, die der Partie im letzten Drittel den Stempel aufdrücken. Und nach fünf Minuten jubeln sie. Aber zu früh. Der Puck ist nicht im Tor, sondern unter Pantkowski begraben. So sehen es auch die Schiedsrichter, nachdem sie den Videobeweis bemühen. Aufpassen Falken!
Dann wandert Kurz wieder auf die Strafbank. Und das gleich zweimal, denn kaum zurück auf dem Eis, zieht er das nächste Foul. Zum Glück ohne Konsequenzen. Langsam tickt die Uhr herunter. Zu langsam. 45 Sekunden vor dem Ende treffen die Hausherren zum 2:2. Es gibt Verlängerung. Dort erneut ein ganz später Treffer. Die Hausherren machen 55 Sekunden vor Schluss das 3:2.
Aufstellung:
Towerstars
T: Langmann; Boehm
V: Pozivil, Kolb; Sturm, Keller; Supis, Dronia; Kokes
S: Mayer, Czarnik, Pikkarainen; Pompei, Driendl, Just; Pfaffengut, Merl, Schwamberger; Zucker, Hinse, Brunnhuber;
Falken
T: Pantkowski; Frensel
V: Maschmeyer, Pavlu; Götz, Kurz; Mapes, Eberhardt;
S: Ranta, Damon, Gibson; Lavallée, Bernhardt, Kirsch; Preto, Helms, Bettahar; Gelke, Soramies
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