Dennoch kampfstarker Auftritt beim EHC Zweibrücken

Eisbären Heilbronn vergeigen erstes Halbfinale im Penalty-Schießen

  • Olaf Kubasik
    VonOlaf Kubasik
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Am nächsten Sonntag müssen die HEC Eisbären Heilbronn vor eigenem Publikum gegen den EHC Zweibrücken unbedingt punkten.

Ohne Sven Breiter würde den Eisbären Heilbronn das Gift im Sturm fehlen.

Sie haben sich den EHC Zweibrücken als Playoff-Halbfinalgegner in der Eishockey-Regionalliga Südwest gewünscht. Um eine offene Rechnung zu begleichen. Und die HEC Eisbären Heilbronn haben sich dieses Geschenk selbst erfüllt. Dass die erste Bescherung am Sonntagabend IN Zweibrücken über die Bühne geht - wurscht! Kapitän Claudio Schreyer gibt die Marschroute vor: "Nach vorne - und laufen, bis die Kufen glühen." Denn ganz hinten steht ja ohnehin DAS Bollwerk Andrew Hare. Der Giga-Goalie verspricht gegenüber echo24.de: "Ich bin ein kanadischer Junge und werde alles für den Sieg geben!" Hare gibt alles - doch DAS reicht bei der 2:3-Niederlage nach Penaltyschießen nicht.

Aufpassen müssen die Eisbären Heilbronn aber auf ein ganz besonderes Duo: Daniel Radke und Maximilian Dörr. Die beiden Zweibrückener haben in der Hauptrunde zusammen 40 Tore (!!!) erzielt - und sind Killer vorm gegnerischen Tor durch und durch. Doch nun zurück zu den Gästen: Die müssen auf Daniel Brendle, Sören Breiter und den zuletzt immer spielenden Trainer Heiko Vogler komplett verzichten. Offizieller Coach der Eisbären ist demnach sein Vorgänger Sascha Bernhardt. Jetzt jedoch genug der Worte, weil Anpfiff!

Eisbären Heilbronn: Andrew Hare ist der Held des ersten Drittels

Mit Andrew Hare im Tor ist auch eine doppelte Unterzahl für die Eisbären Heilbronn kein Problem.

Es ist ein typisches Playoff-Spiel: rasant, abtastend... Bis Vasilios Maras für die Eisbären Heilbronn als erster auf die Strafbank muss: zwei Minuten wegen unerlaubten Körperangriffs. Dann Martin Williams. Dann - kaum zurück - wieder Maras. Gott sei Dank regiert in dieser Phase hinten ein Andrew Hare! Denn der "Hare der Fänge" hält seine Mannschaft - wie versprochen - auch in doppelter Unterzahl im Spiel. Die Partie wird fortan auf beiden Seiten immer ruppiger - und bleibt torlos.

Sven Breiter setzt für die Eisbären Heilbronn den ersten Tor-Nadelstich

Das zweite Drittel ist gerade einmal fünf Minuten jung, da knallt Sven Breiter das Ding auf Vorlage von Felix Kollmar in die Maschen. Endlich kommt mit Dauerzünder Breiter Dynamik in dieses Spiel. 1:0 für die Eisbären Heilbronn. Bloß hält dieser Vorsprung lediglich sieben Minuten: Fabian Fellhauer überwindet Hare erstmals - 1:1 (33.). Dabei bleibt es auch im zweiten Drittel. Der Tanz auf Messers Schneide erhält weitere 20 Minuten...

Eisbären Heilbronn überzeugen mit kontrolliertem Spiel

Genialer Vorbereiter für die Eisbären Heilbronn: Stefano Rupp.

Und da ist das Ding! Wieder Breiter, diesmal auf Zuspiel von Stefano Rupp (47.). Doch Radke, einen auf den SIE immer aufpassen sollten, macht den Eisbären Heilbronn einen glatten Strich durch die Rechnung - mit dem 2:2 (52.). Heißt: ab in die Verlängerung. Und da geht es gleich mal heftig zur Sache, denn die Eisbären müssen aus doppelter Unterzahl agieren. Hare hilf! Macht er: Penalty-Schießen. Und Hare hält, Rupp verschießt, Hare hält erneut, Robin Platz scheitert, dann trifft Zweibrücken. Aus.

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