Eisbären Heilbronn sind für die Playoffs gewappnet
Rupp, Filobok und Breiter in absoluter Sahne-Form
VonOlaf Kubasikschließen
Hügelsheim schont seine Top-Scorer für die Playoffs - das nutzen die Eisbären aber sowas von schamlos aus...
Platz zwei ist ihnen nicht mehr zu nehmen. Und damit haben sich die Eisbären Heilbronn das Heimrecht fürs Playoff-Halbfinale der Eishockey-Regionalliga gesichert. Ist die letzte Hauptrunden-Partie gegen Hügelsheim am Sonntagabend also wertlos? Angreifer Vasilios Maras widerspricht: "Ein Sieg ist für uns wichtig, um mit einem Erfolgserlebnis in die Playoffs zu starten." Das gelingt bleeendender als jegliches Zahn-Bleaching: 8:1-Sieg.
Eisbären-Coach Bernhardt: "Wir schonen keine Spieler!"
Bis auf den für ein Spiel gesperrten Felix Kollmar kann Eisbären-Trainer Sascha Bernhardt aus dem Vollen schöpfen - und macht das auch - denn: "Wir schonen keine Spieler! Wenn ich Igor Filobok oder Claudio Schreyer sagen würde, dass ich sie aus diesem Grund nicht bringe, würden die zwei mir aufs Dach steigen." Aber eins ist dem Coach dennoch bewusst: "Wir werden nicht sonderlich hart zu Werke gehen, denn es gilt, Verletzungen und Strafen zu vermeiden."
Bildergalerie vom Eisbären-Spiel gegen Hügelsheim
Anders halten es die Baden Rhinos: Ohne ihre Top-Scorer Mathieu Fleury und Cedrick Duhamel gehen sie in die Partie. Und sind wie Nashörner ohne Horn. Zwangsläufig läuft bei ihnen nicht viel im Abschluss. Im Gegensatz zu den Eisbären: Bei denen ruppt's - denn Stefano Rupp wuppt prompt zur Führung ein (4.). Höhepunkt des ersten Drittels aber: sein Penalty in der zehnten Minute. Luckylukehaft-lässig, fast schon arrogant streichelt Rupp den Puck zum 2:0 in die Maschen, reitet dann aber ohne Grashalm im Mund in den Sonnenuntergang, der sich in diesem Fall Drittelpause nennt.
Auf den Rupp-Rummel folgen Filobok-Festival und Breiter-Ball
Der Rupp des zweiten Abschnitts heißt Igor Filobok. Beim 3:0 zieht Igoal härter ab als jeder professionelle Haarentferner die Waxing-Streifen (24.). Sein 4:0 auf Vorarbeit von Patrick Luschenz (25.) ist dann dermaßen Sahne, dass Udo Jürgens ihm aus dem Himmel ein Ständchen singt. Erneut Rupp (32.) und Sven Breiter mit einem Doppelpaukenschlag (35./37.) machen in der Folge schon jetzt Bock auf die Playoffs. Pause. Leider! Schluchz...
Der überragende Stefano Rupp hat auch das letzte Wort
Im letzten Drittel präsentieren sich die Eisbären dann anfangs wie Besitzer stumpfer Küchenmesser, lassen's schleifen. Die Folge: das 7:1 durch Noel Johnson (43.). Aber nicht mit Rupp! Der geht an diesem Abend steiler als ein zukünftiger Bräutigam beim Junggesellen-Abschied: 8:1 (50.). Sein viertes Ding! Und Playoff-Gegner Eppelheim muss sich nicht nur wegen der kühlen Temperaturen warm anziehen...
Nach Schnarch-Drittel: Eisbären wachen plötzlich auf
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