Der geschwächte Meister aus Zweibrücken hat keine Chance
Igor Filobok überragt in eisbärenstarkem Team
VonOlaf Kubasikschließen
Gegen Zweibrücken geht es für die Eisbären Heilbronn um einen guten Zweck, aber natürlich auch um drei wichtige Punkte im Playoff-Positionskampf.
Abseits der Eisfläche der Heilbronner Kolbenschmidt-Arena dreht sich am Sonntagabend alles um den guten Zweck. Spenden sammeln für den Verein "Lolo's Friends", der sich für besondere Kinder stark macht. Sportlich haben die Eisbären Heilbronn beim Benefiz-Spiel gegen den amtierenden Meister der Eishockey-Regionalliga aus Zweibrücken allerdings nichts zu verschenken. Stürmer Marc Oppenländer erklärt: "Für uns geht es darum, in den Playoff-Modus zu schalten." Das gelingt beim 7:2-Sieg vorzüglich.
Eisbären müssen noch ums Heimrecht kämpfen
Die Eisbären sind zwar für die Playoffs bereits qualifiziert, haben aber Platz zwei noch nicht gesichert. Und der garantiert ihnen Heimrecht! Zumal es nach dem Tabellenfünften Zweibrücken ja auch noch gegen die harten Brocken Eppelheim (3.) und Hügelsheim (4.) geht. Trainer Sascha Bernhardt: "Wir haben hart trainiert, die Formationen geändert und wollen alle noch ausstehenden Partien gewinnen."
Aderlass bei den Hornets aus Zweibrücken
Die Hornets aus Zweibrücken gehen hingegen extrem geschwächt in die Begegnung. DENN: Aric Schinke und Liga-Top-Scorer Kenneth Matheson haben den Verein am Montag verlassen. Und mit Brad Cuzner ist ein weiterer wichtiger Spieler aufgrund seiner dritten Zehn-Minuten-Strafe zum Zuschauen verdammt. Bernhardt beschleicht ohnehin das Gefühl, "dass sich die Hornets aufgegeben haben". Auch wenn deren Trainer gegenüber dem "Pfälzischen Merkur" verkündet hat: "Es wird sehr schwer, die Jungs nochmal zu motivieren. Aber ich hoffe, dass wir das auf die Reihe kriegen."
Bildergalerie vom Benefiz-Spiel der Eisbären
Auf die Reihe kriegen im ersten Drittel aber nur die Eisbären etwas. Angriff auf Angriff fahren sie aufs Zweibrückner Tor, scheitern jedoch immer an Tobias Chadim. Und der Hornets-Keeper muss mehr halten als ein Scholpp-Ladekran. Es ist eine Frage der Zeit, bis er unter dieser Last einbricht. In der sechsten Minute ist's soweit: Patrick Luschenz - 1:0. Die Eisbären in der Folge mit mehr Chancen als der notorische Fremdgänger bei seiner stets verzeihenden Freundin. Und das wird prompt bestraft: Robin Spenler (12.) gleicht aus, weil die Eisbären-Abwehr schnarcht. Fast im Gegenzug die erneute Heilbronner Führung - aber Hauptschiri Torsten Werner entscheidet auf Abseits. Egal, Sven Breiter trifft kurz darauf regulär (15.). Mit 2:1 geht's in die erste Pause.
Igor Filobok setzt im zweiten Drittel Ausrufezeichen
Das letzte Drittel beginnt mit Igor Filobok und seinem Kawumms-Tor zum 3:1 (24.). Als erneut Spenler den Anschlusstreffer erzielt (31.), antwortet Stefano Rupp umgehend mit dem 4:2 (32.). Und dann legt Filobok noch eine Schippe drauf, ist wie der Umstand, dass Donald Trump US-Präsident ist, kaum zu fassen: 5:2 (36.), 6:2 (40.). Der Junge ist so geil auf Tore, dass ihn Novoferm sicher gleich morgen abwerben wird. Nur die zweite Drittelpause kann ihn stoppen. Das dritte Drittel beginnt - wie soll es auch sein - mit dem in einem eisbärenstarken Team überragenden Filobok. Tor: 7:2 (43.). Dabei bleibt es. Die erste Hürde im Kampf um das Playoff-Heimrecht ist damit souverän genommen.
Traurige Schicksalsschläge: Eisbären zeigen großes Herz
Eisbären-Experiment: Ende mit "eingeplanter" Niederlage
Nach Total-Fehlstart: Eisbären wuppen auch Rebels weg

