Tapfere Zweibrückener siegen im Penalty-Schießen
Eisbären Heilbronn verpassen gaaanz knapp den Auftaktsieg
VonOlaf Kubasikschließen
Der HEC Eisbären Heilbronn spielt noch nicht allererste Sahne gegen die Zweibrücken Hornets - und verliert.
Die Freude bei den Eisbären Heilbronn ist riesig. Darüber, dass am Sonntagabend endlich die Eishockey-Regionalliga-Saison beginnt. Bei den Hornets aus Zweibrücken will das Team von Heiko Vogler gleich mal die ersten drei Punkte einfahren. Wie das funktionieren soll, erklärt Neuzugang Kevin Malez: "Wir können jedes Team knacken, wenn jeder von uns zu 100 Prozent seinen Job macht und dabei das System des Trainers umsetzt." Bei den Hornets gelingt das noch nicht eindrucksvoll: 4:5-Niederlage nach Penalty-Schießen.
Kleiner Wermutstropfen für die Bärlis: Leontin Kreps und Felix Kollmar fallen wegen einer Grippe aus. Doch angesichts des großen Kaders kann Vogler das locker kompensieren. Deshalb gibt er sich auch angriffslustig: "Wir wollen jedem Gegner unser Eishockey aufzwingen, um ihn dann 60 Minuten lang zu dominieren - die Hornets sollen die ersten sein, die das zu spüren bekommen."
Sven Breiter mit Doppelschlag für die Eisbären Heilbronn
Aber nun hinein in die Partie! Und die Eisbären müssen sich beim Versteckspiel noch finden - oder besser gesagt: das Vogler-System. Die Folge: 1:0 für Zweibrücken durch Maximilian Dörr (5.). Doch irgendwann ist es da. Und Arno Metz gleicht aus (7.), bevor Sven Breiter (8./14.) und Daniel Brendle (13.) mit mehr Schwung agieren als Tiger Woods zu besten Zeiten. Das 2:4 für Zweibrücken durch Felix Stokowski (17.)? MAKULATUR!
Eisbären Heilbronn: Können sie auf den Ausgleich reagieren?
Das zweite Drittel so spannend wie die Lektüre von Goethes "Wilhelm Meisters Lehrjahre". Deshalb sofort in den Schlussabschnitt. Und da wird's wieder spannender, denn Fabian Fellhauer verkürzt (41.). Danach gibt's erstmal ordentlich Kloppereien, Strafen und mehr Gemeinheiten als in erbitterten Scheidungskriegen. Davon profitieren: die Hornets - mittels Stokowski (56.). Kommen die Eisbären jetzt nochmal zurück auf die rettende Scholle?
Kraiss und Rupp vergeben im Penalty-Schießen für die Eisbären Heilbronn
Endphase. Und Sven Breiter vergibt gleich mal eine gute Chance. Das schreit förmlich nach Penalty-Schießen. Vogler an der Bande jetzt vor Zorn so rot, dass ihn Sahra Wagenknecht sofort für ihre linke Sammlungsbewegung gewinnen möchte. Und noch roter, da Stefano Rupp und John Kraiss vergeben. Das Positive aus der 4:5-Niederlage: Es ist noch jede Menge Luft nach oben - wenn, ja wenn die Eisbären ihre Emotionen in den Griff bekommen.
HEC: Darum kehren Bietigheimer nach Heilbronn zurück
Ein Monat vor dem Saison-Start: So fit sind die Eisbären
Voglers Plan: So will er die Eisbären auf Meisterkurs trimmen
Rubriklistenbild: © Kubasik

