Bereit für die Playoffs gegen Eppelheim

Nach Schnarch-Drittel wachen Heilbronner Eisbären auf

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Geglückte Playoff-Generalprobe für Vasilios Maras und die Eisbären Heilbronn
  • Olaf Kubasik
    VonOlaf Kubasik
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Sie treffen in den Playoffs aufeinander und experimentieren: Nach einem Furchtbar-Start zünden die Eisbären aus Heilbronn und Eppelheim beiderseits noch ein Tor-Feuerwerk.

Das zweitletzte Hautrundenspiel der Eishockey-Regionalliga am Freitagabend in Eppelheim ist die Playoff-Generalprobe. Denn es steht bereits fest, dass die Eisbären aus Heilbronn im Halbfinale erneut auf ihre badischen Artgenossen treffen werden. Für Goalgetter Igor Filobok ist diese Abschnupper-Partie dennoch "extrem wichtig". Aus gutem Grund - denn: "Wir Spieler müssen jetzt schon unsere volle Leistung abrufen, um den Schwung in die Playoffs mitzunehmen." Das gelingt beim 5:4-Sieg.

Jungfalken Kuen und Feldbusch mit dabei

Trainer Sascha Bernhardt sieht die Situation wesentlich entspannter - zumal Leistungsträger wie Patrick Luschenz, Marc Oppenländer, Daniel Brendle oder Leontin Kreps gar nicht erst im Eppelheimer Icehouse auflaufen. Er erklärt: "Die letzten Hauptrunden-Spiele sind eher ein vorsichtiges Abtasten, denn ein Kampf auf Biegen und Brechen." Um trotzdem mit drei Reihen antreten zu können, hat Bernhardt die Jungfalken Moritz Kuen und Alexander Feldbusch nachnominiert.

Ex-Spielertrainer Manuel Pfenning pausiert noch

Die Eppelheimer müssen allerdings auch auf ihren Heilbronn-Experten verzichten: Manuel Pfenning kuriert derzeit noch einen Bandscheibenvorfall aus. Im Urlaub. Die ehemals rechte Hand von Sascha Bernhardt sendet jedoch schon mal eine vorfreudige Warnung an seine "alte große Liebe": "In den Playoffs werde ich selbstverständlich dabei sein!"

Beinstellen als Höhepunkte des ersten Drittels

Das erste Drittel beginnt. Und Jungfalke Feldbusch will's sogleich wissen, geht ab wie Bolle. Die Konsequenz: zwei Minuten wegen Beinstellens. In der Folge passiert so wenig, dass Koalitionsverhandlungen wie Krimis erscheinen... Ach, Cedric Striepeke kann auch Bein stellen. Wenn das so weiter geht, sind sämtliche Bein-Prothesen-Hersteller demnächst arbeitslos. Immerhin hat dieses Schnarch-Drittel zumindest eins: PAUSE, Schulz! Ein Spiel so zäääh, wie debile Regierungsbildungen...

Kapitän Stefan Schrimpf dreht das Ruder

Gott sei Dank gibt es Kapitäne, die sogar Tanker in Yachthäfen wenden können. Auf Heilbronner Seite ist Stefan Schrimpf so einer: 1:0 (22.). Claudio Schreyer (26.) und Igor Filobok (29.) schwuppen zum 3:0 nach. Und sofort kommt Schmackes in eine Partie, deren Schlussvokale prompt durch den unverdienten Konsonanten Y ersetzt werden können. Roman Gottschalk setzt zwar den Anschlusstreffer (31.), aber Schreyers Antwort stellt den alten Abstand wieder her (33.). Striepeke (37.) macht's wieder spannend. Mit seinem 4:2 (37.) endet eine tolle zweite Spielzeit. Jubel.

Heilbronner Eisbären spielen letztes Drittel runter

Bange Frage: Spielen die Heilbronner Eisbären die letzten 20 Minuten so runter wie deutsche Automobil-Hersteller anfangs den Diesel-Skandal? Machen sie fast... Moritz Hauß (50.) zeigt mit dem 5:2, wie es geht. Das 5:3 und 5:4 durch Colin McIntosh (52./57.)? Für Eppelheim so viel wert wie die Umstellung von D-Mark auf Euro. Damit wird das erste Playoff-Halbfinale sicher zum Heimspiel - und wohl genau in einer Woche in der Heilbronner Kolbenschmidt-Arena ausgetragen.

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