DFL berät in dieser Woche
Wehen-Trainer Rüdiger Rehm: Lieber "Geisterspiele" als Bundesliga-Ende am Grünen Tisch
VonOlaf Kubasikschließen
Coronavirus und Fußball: Rüdiger Rehm aus Heilbronn steht als Trainer des SV Wehen Wiesbaden im Austausch mit dem Gesundheitsamt.
- Die DFL entscheidet über weiteres Vorgehen angesichts der Coronavirus-Pandemie.
- Rüdiger Rehm aus Heilbronn warnt vor vorzeitigem Abbruch der Fußball-Bundesligen.
- Der Trainer des Zweitligisten SV Wehen Wiesbaden appelliert an die Vernunft aller.
Die Deutsche Fußball-Liga (DFL) hat angesichts der Coronavirus-Pandemie den Spielbetrieb in der ersten und zweiten Bundesliga bis mindestens 2. April ausgesetzt. In dieser Woche wollen sich die 36 in der DFL organisierten Profi-Klubs erneut zusammensetzen. Um zu beraten, wie es in der Corona-Krise weitergeht. Für Rüdiger Rehm aus Heilbronn ist als Trainer des Zweitligisten SV Wehen Wiesbaden nach der Verschiebung der Fußball-EM auf 2021vor allem eins klar: "Wir hoffen auf eine Fortsetzung der Saison, auch wenn es dann Spiele ohne Zuschauer geben wird."
Rüdiger Rehm, der den SV Wehen Wiesbaden vergangene Saison überraschend in die zweite Liga geführt hat, warnt vor übertriebener Panik. Und nennt ein Beispiel: Als sein Verein mit Außenverteidiger Tobias Mißner den ersten mit Covid-19 infizierten Spieler vermeldete, habe man besonnen reagiert. Rehm: "Wir haben uns allesamt in zweiwöchige Quarantäne begeben, stehen seitdem im ständigen Austausch mit dem Gesundheitsamt." Mißner selbst blieb übrigens symptomfrei, wie der SV Wehen Wiesbaden auf seiner Homepage mitteilte.
VfB Stuttgart vor der Tür: Wehen-Trainer Rüdiger Rehm fordert sportliche Entscheidung
Für Rüdiger Rehm ist ein Saisonende am Grünen Tisch keine Option. Auch wenn sein SV Wehen Wiesbaden als Tabellendrittletzter der zweiten Liga somit vor dem Abstieg gerettet wäre. "Aber das wollen wir sportlich schaffen." Selbst gegen den Aufstiegsaspiranten VfB Stuttgart, der nächster Gegner der Wiesbadener wäre und den sie schon in der Hinrunde düpiert hatten. Rehm über die Absage des 26. Spieltags: '"Wir hatten den VfB Stuttgart vor der Tür stehen und durften nicht aufmachen..."
Rüdiger Rehm aus Heilbronn ist es dabei wichtig, dass sich jeder an das bestehende Kontaktverbot bis nach den Osterferien hält. DENN: "Ich glaube, dass die gesamte Gesellschaft nach Fußball lechzt - und wir wollen so schnell wie möglich diesem Wunsch nachkommen."
Trainer Rüdiger Rehm aus Heilbronn: Austausch mit dem Gesundheitsamt
Doch dafür müssen die Fußballprofis des SV Wehen Wiesbaden auch fit sein. Rüdiger Rehm aus Heilbronn klärt dafür heute noch mit dem Gesundheitsamt ab, was möglich ist: "Wir sind auf alles vorbereitet - ich habe Trainingspläne für zwei, fünf oder acht Spieler vorbereitet - wir richten uns da nach dem, was von Seiten der Behörde erlaubt ist." Er und sein Verein sind jedenfalls "voll ausgerichtet" auf ein Leben nach der Coronavirus-Pandemie - getreu Rehms Motto "Immer positiv denken, in der Krise durchatmen und dann wieder aufstehen."
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