Wichtiger Dreier beim Benefiz-Spiel
Tornados blasen die Eisbären Heilbronn zum Sieg über Freiburg
VonOlaf Kubasikschließen
Die wiederbelebten Tornados Unterland hauen auf die Pauke - und die Eisbären Heilbronn lassen Taten folgen.
Alles dreht sich am Sonntagabend in der Kolbenschmidt-Arena um den schwer kranken Elias Ehnle (4) und seine Familie aus Öhringen-Cappel. Doch abseits ihrer Benefiz-Aktion wollen die HEC Eisbären Heilbronn natürlich auch drei Punkte holen. Damit sie die Playoffs der Eishockey-Regionalliga Südwest nicht völlig aus den Augen verlieren. Da kommt der EHC Freiburg 1b gerade recht. Rumms: 7:2-Sieg!
Das Erfolgsrezept lautet Eisbären-Trainer Heiko Vogler zufolge: "Wir dürfen kein Freestyle an den Tag legen, sondern müssen strukturiert spielen." Denn was dieses "Freestyle" anrichten kann, war zuletzt ein paar Minuten in der Partie gegen Mannheim zu sehen. Als die Feldspieler kurzzeitig wie ein aufgescheuchter Hühnerhaufen auf dem Eis agierten, konnte selbst Top-Goalie Andrew Hare zwei Gegentreffer nicht verhindern. Aber nun geht's los mit einer stimmungsvollen Partie!
Sven Breiter holt für die Eisbären Heilbronn Kastanien aus dem Feuer
Angepeitscht von den wiederbelebten Tornados Unterland, drücken und pressen die Eisbären Heilbronn dermaßen aufs Freiburger Tor, dass auf der Geburtsstation der Kinderklinik manch werdende Mutter neidisch werden dürfte. Aber der erste Treffer bleibt den Gästen überlassen - mit einem klassischen Überzahl-Tor: Tobias Bräuner macht's (9.). Sven Breiter (12.) und Vasilios Maras (16.) korrigieren jedoch prompt - und zünden ein Feuerwerk. Doch erstmal Pause...
Eisbären Heilbronn: Heiko Vogler sorgt für beruhigende Führung
Die Pause ist gerade rum. Da macht ER das 3:1: Heiko Vogler, der spielendende Trainer. Der Mann, über den Shitstorms gefegt sind - die allerdings seine Auffassung nicht aus dem Fundament heben konnten: 3:1 (22.). Für ihn an der Bande steht übrigens der letzte Meistermacher der Eisbären Heilbronn: Sascha Bernhardt, der sich aber - wie er sagt - "nur einspringt und sich im Hintergrund hält, denn Trainer ist Heiko". Vom Traum-Trainer-Doppel zurück auf die Eisfläche: Leontin Kreps sorgt für das noch beruhigendere 4:1 (34.).
Mit einem Doppelschlag für die Eisbären Heilbronn: Claudio Schreyer
Das letzte Drittel startet tormäßig erneut mit Breiter, der immer und immer wieder Kastanien für die Eisbären Heilbronn aus dem Feuer holt. 5:1 (48.). Dass Jakob Rütschle kurzerhand mit dem 2:5 (49.) Ergebniskosmetik betreibt - wurscht. Denn dann kommt DER eisbärenstarke Führungsspieler, der den alten Abstand sofort wiederherstellt - und erhöht: Claudio Schreyer, 6:2 (54.), 7:2 (59.). Was dieser Sieg aber letztlich wert ist, wird sich am Freitagabend beim Heimspiel gegen die Baden Rhinos Hügelsheim zeigen.




