Sofort akzeptiert

Olympia in Tokio: Darum spielt die Verschiebung Eduard Popp sogar in die Karten

  • Olaf Kubasik
    VonOlaf Kubasik
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Olympia in Tokio ist auf 2021 verschoben - davon profitiert Ringer Eduard Popp aus Heilbronn nun.

  • Olympia 2020 in Tokio wird wegen der Coronavirus-Pandemie verschoben.
  • Eduard Popp hat sich das Olympia-Ticket bei der WM 2019 gesichert.
  • Der Ringer aus Heilbronn profitiert sogar von der Olympia-Verschiebung.

Olympia 2020 in Tokio ist aufgrund der Coronavirus-Pandemie um ein Jahr verschoben worden. Das haben das Internationale Olympische Komitee (IOC) und die Olympia-Organisatoren in Japan am Dienstag gemeinsam beschlossen. Auf massiven Druck der internationalen Athletenvereinigung "Global Athlete". Damit beträgt die Olympiade - also die Zeitspanne zwischen zwei Olympischen Spielen - erstmals seit der ersten Austragung im Jahr 1896 fünf Jahre.

Eduard Popp aus Heilbronn hatte das Ticket für Olympia 2020 in Tokio bereits in der Tasche. Das Ringer-Schwergewicht qualifizierte sich bei der WM 2019, wo er Platz fünf belegte. Wie aber reagiert der 28-Jährige auf die Olympia-Verschiebung um ein Jahr? War es zunächst ebenfalls ein Schock für ihn - wie für Dreifach-Weltmeister Frank Stäbler, der nach Olympia 2020 seine internationale Karriere beenden wollte?

Olympia 2020 in Tokio: Ringer Eduard Popp hat die Verschiebung sofort akzeptiert

Ganz und gar nicht - im Gegenteil! Eduard Popp von den Red Devils Heilbronn erklärt gegenüber echo24.de: "Ich habe die Olympia-Verschiebung sofort zum Wohle der Menschheit akzeptiert und keinen Gedanken daran verschwendet." DENN: "Jedes Menschenleben ist wichtiger als eine olympische Medaille."

Olympia-Verschiebung auf 2021 kommt Eduard Popp sogar entgegen

Außerdem ist da noch etwas. Etwas, was Eduard Popp öffentlich in dieser Form öffentlich nie so kommuniziert hat: "Ich habe mir 2018 eine sehr schwere Verletzung zugezogen, die mich sehr zurückgeworfen hat." Deshalb spielt es ihm sogar in die Karten, "mich ein weiteres Jahr vorbereiten zu können, um bei Olympia in Tokio in Bestform auf die Matte gehen zu können".

Die wegen des Coronavirus getroffenen Maßnahmen begrüßt Eduard Popp - auch wenn dadurch an das gewohnte Training, eine Vorbereitung auf Olympia 2021 in Tokio nicht zu denken ist: "Ich mache einiges daheim und halte mich ansonsten mit Laufen und Radfahren fit." Außerdem verbringt er viel Zeit mit seiner Frau und den beiden Kindern. Popp: "Gemeinsam nehmen wir es dankbar an, die Ruhe und die Natur genießen zu können."

Rubriklistenbild: © imago Images/Kadir Caliskan

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