Heilbronner Profiboxer rockt Karlsruher Wildparkstadion
Spomer-Sieg - obwohl aus einem Italiener ein Georgier wird!
VonOlaf Kubasikschließen
Sein eingeplanter Gegner kommt nie an - den Heilbronner Profiboxer Slawa Spomer juckt das nicht: Gegen einen Eisenschädel-Georgier präsentiert er sich in Karlsruhe von seiner Sahneseite.
Etwas mehr als einen Monat nach seinem Blitz-K.o.-Debüt bei der Fightarena steht Profiboxer Slawa Spomer wieder im Ring - am Samstagabend bei "Queen & King of the Ring" im Karlsruher Wildparkstadion. Und dort zeigt der 25-jährige Heilbronner auch gegen den Georgier Giorgi Ungiadze, warum ihm sein Manager Thomas Holefeld sogar irgendwann einen Weltmeistertitel zutraut: klarer Punktsieg nach sechs Runden.
Eigentlicher Gegner steigt nicht ins Flugzeug
Aber warum überhaupt der Georgier? War nicht der ehemalige IBF-Juniorenweltmeister Francesco Lezzi für Spomers zweiten Profikampf angedacht? Holefeld erklärt: "Der ist einfach nicht in den Flieger gestiegen." Also greift der Manager zum Telefon - und macht alles Menschenmögliche, um den Kampf nicht absagen zu müssen. Und er wird fündig - in Ungiadze. Einem 34-Jährigen, der 74 Kämpfe auf dem Buckel hat (39 Siege, 35 Niederlagen). Holefeld erklärt: "Das ist ein Ersatzmann, der Slawa viel abverlangen wird."
Bildergalerie von Slawa Spomers zweitem Profibox-Sieg
Wie wahr, wie wahr! Zwar ist der Georgier in seiner Technik relativ beschränkt, geht aber voll nach vorne - und fällt einfach nicht. Spomer nach dem Kampf anerkennend: "Der hat einen Eisenschädel - ich weiß nicht, ob er überhaupt Schmerz empfinden kann." Denn immer wieder lässt der deutsche Amateurbox-Meister des Jahres 2016 seine Fäuste im Gesicht seines Gegner detonieren - doch der zeigt sich trotz schwer gezeichneter Visage unbeeindruckt.
Frenetischer Beifall für Spomers Leistung
Slawa Spomer zeigt im besten Fight des Vorprogramms eine gaaanz starke Leistung, erntet frenetischen Beifall für seine Leistung - und ist voll des Lobes für seinen Ersatz-Gegner: "Ich zolle ihm Respekt, denn er hat Herz bewiesen." Und was ist mit dem ursprünglich eingeplanten Italiener? Holefeld: "Wir werden es nochmal versuchen, um ihn dann im Ring für sein Verhalten zu bestrafen."
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