Formel-1-Zukunft

V8-Comeback in der Formel 1? Audi reagiert

Motorenstreit: Audi und Honda blocken, Mercedes und Ferrari offen für 2030

Ingolstadt – Die Königsklasse des Motorsports hat eine ihrer größten Fragen geklärt: Die Formel 1 will langfristig zu V8-Motoren zurückkehren. Doch das von FIA-Präsident Mohammed Ben Sulayem gewünschte Vorziehen auf 2029 ist vom Tisch – alle Hersteller haben sich dagegen ausgesprochen. Seit Monaten drängte Ben Sulayem auf leichtere, günstigere Motoren.

Credit: Audi

In Bahrain wurde erstmals mit den Herstellern diskutiert, für London war ein Folgetreffen angesetzt, das kurz vor Monza jedoch abgesagt wurde. Grund: Es fehlt die nötige Zustimmung der Mehrheit. Mercedes-Teamchef Toto Wolff erklärte: „Die meisten Hersteller wollen kein Doppelprogramm bezahlen. Ein neuer Motor in zwei Jahren würde die Kosten explodieren lassen.“

Audi und Honda sagen klar Nein

Vor allem Audi und Honda stemmten sich vehement gegen ein frühes Comeback der V8. Beide Marken investieren aktuell hunderte Millionen in das ab 2026 gültige Hybridreglement, das mehr Elektropower vorsieht als bisher. Sauber-Teamchef Jonathan Wheatley betonte: „Audi baut auf drei Säulen: hocheffizienter Verbrenner, fortschrittliche Hybridtechnik und nachhaltiger Kraftstoff. Daran ändert sich so schnell nichts.“

Mercedes und Ferrari signalisierten immerhin Gesprächsbereitschaft: Ab 2030 könne man über die Rückkehr zum V8 nachdenken, also drei Jahre nach Einführung der neuen Hybridgeneration. „Wir alle wollen spektakuläre Regeln, die Fans begeistern“, so Wolff. „Der V8 mit hohen Drehzahlen, Energierückgewinnung und E-Fuel ist dafür ideal. Aber nicht um jeden Preis.“

Alle deutschen Formel-1-Fahrer, die auf dem Podium standen

Formel 1 - Großer Preis von Großbritannien
Weltmeister Michael Schumacher.
Michael Schumacher (Benetton) feierte sein erstes Formel-1-Podium beim Großen Preis von Mexiko 1992
Michael Schumacher (Mercedes) erzielte sein letztes Formel-1-Podium beim Großen Preis von Europa 2012 in Valencia
Alle deutschen Formel-1-Fahrer, die auf dem Podium standen

Ferrari-Teamchef Frédéric Vasseur stimmt zu: „Die 2026-Motoren sind noch nicht einmal auf der Strecke. Wir müssen nicht heute oder morgen entscheiden.“ Zunächst dürfen sich die Fans also auf die Feuertaufe der 2026er Hybrid-Generation freuen. Erst wenn diese Antriebseinheiten nicht mehr modern genug sind, wird das nächste Kapitel aufgeschlagen.

Dieser Artikel entstand in Kooperation mit F1-insider.com

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